Metadaten : Medizinal-Statistische Mittheilungen aus dem Kaiserlichen Gesundheitsamte. Sechster Band. (6)

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bei  der  Bereitung  und  dem  Bersand  der  Lymphe.  21)  Einschl.  Wasserverbrauch  und  Mitbenutzung  des
Kühlhauses.  22)  Davon  500  A  Warterlohn.  28)  Einschl.  der  baulichen  Unterhaltung  des  Impfhauses.
24)  Verausgabt  sind  3  280,11  A  Beschaffungskosten  der  Thiere  und  705,60  %  für  Milch,  Schlachtlohn,
Fellschäden,  Transport  u.  s.  w.,  zusammen  3986,01  c““,  vereinnahmt  wurden  an  Erlös  beim  Verkauf  der
abgeimpften  Kälber  2626,10  c#.  Der  Verlust  betrug  somit  1359,57  A.  35)  Bei  den  Betriebskosten  ist  auf
Gewinnung  von  Impfstoff  zu  Militärimpfungen  keine  Rücksicht  genommen.  Der  Verkauf  von  Lymphe
brachte  eine  Einnahme  von  1858  A.  26)  Den  Ausgaben  stand  eine  Einnahme  von  3350/,  %für  an
Privatärzte  verkaufte  Lymphe  gegenüber.  27)  Hiervon  452,,8  -A  für  Bibliothekszwecke.  26)  Heizung,  Beleuchtung,
  Eis,  Telephon.  29)  Material,  Instrumente,  Apparate.  30)  Hausgeräth,  Hausarbeit,  Reinigung.
31)  Grundsteuer.  32)  Personalausgaben  einschl.  Thierarzt,  Barbier.  38)  Kosten  einer  Reparatur  im  Impfund
  Stallraum.  34)  Für  die  zu  Militärimpfungen  gelieferte  Lomphe  wurden  798  M,  von  Privatärzten
650  A,  zusammen  1448  MsM  vereinnahmt.  35)  Einschl.  des  Wärterlohns  von  562  A  und  der  Vergütung
von  848  CX  an  den  Rasirer,  welcher  zugleich  auch  die  Wäsche  besorgte.  36)  Einschl.  Verpackungsmaterial,
Seife,  Glycerin,  Heiz=  und  Leuchtgas,  Feuerung,  Riemenreparaturen,  Inserate,  Feuerversicherung.  37)  Die
Einnahme  von  Privatärzten  für  verkaufte  Lymphe  betrug  250  M.  35)  Vergütung  an  den  Vorstand.
39)  Vereinnahmt  wurden  für  abgegebene  Lymphe  von  der  Militär-Verwaltung  1112,52  A,  von  Privatärzten
  338,00  -A.  40)  Einschl.  700  c  Dienergehalt.  41)  Darunter  495  c#  für  ein  Mikroskop.  42)  Zinsen
und  Amortisirung  des  Anlagekapitals  sind  nicht  angegeben.  "8)  Einschl.  190  A  für  Schreibmaterial.
44)  Hiervon  entfielen  auf  Milch  795,,t,  auf  Stroh  55,12  ci.  45)  Kosten  der  Abfuhr  von  Unrath.

2.  Die  Impfthiere.
Beschaffung  und  Einstellung.

Erhebliche  Aenderungen  in  der  Art  der  Beschaffung  und  Unterbringung  der  Thiere
sind  im  Ganzen  in  den  Anstalten  nicht  eingeführt  worden.  Aus  den  einzelnen  Berichten
ist  Folgendes  hervorzuheben:

In  Berlin  wurde  bei  außergewöhnlicher  Beschädigung  des  Felles  durch  die  Impfung
eine  Vergütung  von  5  cfl  gezahlt.

In  Stettin  erhielten  die  Thiere  als  Streumaterial  wieder  Stroh  anstatt  der  Holzwolle,
  weil  sie  von  letzterer  fraßen  und  die  Lieferanten  dies  als  nachtheilig  bezeichneten.

In  Oppeln  blieben  78  Kälber,  welche  beim  Einkauf  noch  nicht  4  Wochen  alt  waren,
vor  der  Impfung  wiederum  erst  einige  Tage  in  der  Anstalt  stehen.

In  Halle  a.  S.  mußten  sämmtliche  Thiere,  auch  die  schon  abgeimpften,  in  dem
Impfstalle  untergebracht  werden,  da  ein  zweiter  Stall  nicht  mehr  wie  bisher  zur  Verfügung
  stand.

Die  Anstalt  zu  Kassel  versorgte  sich  mit  den  erforderlichen  Kälbern  durch  freihändigen
Ankauf  auf  den  dortigen  Viehmärkten,  wobei  für  die  ausgewählten  besten  Thiere  vielfach
höhere  als  Durchschnittsmarktpreise  gezahlt  werden  mußten.  Zum  Ausgleich  des  durch  den
Orts=  und  Milchwechsel  bedingten  Einflusses  wurden  die  Thiere  bei  guter  Pflege  immer
erst  einen  bis  drei  Tage  eingestellt,  ehe  zur  Impfung  geschritten  wurde.  Die  abgeimpften
Kälber  wurden  wieder  verkauft.

In  München  wurden  Beschaffung  und  Verkauf  der  Impfthiere  wie  seither  gehandhabt;
  an  jedem  Thiere  hatte  die  Anstalt  einen  Verlust  von  21/5  (gegen  16)00  im
Vorjahre).

In  Leipzig  wurden  die  Kälber  wie  in  den  letzten  Jahren  durch  den  Thierarzt  auf
dem  Schlachtviehhofe  ausgewählt  und  angekauft;  nach  der  Schlachtung  erfolgte  ihre  Verwerthung
  auf  der  Freibank.

In  Stuttgart  wurden  die  Thiere  zur  Abhaltung  der  Maul=  und  Klauenseuche
8  Tage  länger  als  bisher  in  der  Anstalt  abgesondert  gefüttert.  Hierdurch  und  weil