Friedeusandattten. Parst Geneoin XV.
erließ. ein Dekret Friedensandackten in
de. gan.en # olischen Welt. Das Delrel ver
#lgt allo: In jeder Kirche sollen am 7. Fe-Luar,
am Vonntage Seragriiima. Friedensanda#kten
in solgender Or#uung akgehalten
VLerden: Am Morgen nac der Conrent oder
Pfarrmesse wird der Pfalm 50: Mlserc mei
luur ngebetet. Das Sanctissimum ßßsssss
den gamen Tag zur öfsennlicken Anbetung aus
de.est, Noran auck. die Kimmder leilnehmen sollen.
Am Alend ror der Einjetzung u#rd dam ein
Rozenkranz geletet iun Beifügung des vom
Büse ab zefahten Geretes uin den Fricden.
Tarauf solgt die feierliche Ablingung der Allerheiligenlitanei
und Prorefsion. Diese Feier
endet dann mil der Erleklung des e egens mit
dem Sanctüsimum. Dec #st ullinsckl, daß
rekt viile gleich- eitig u den S 1 ge
bhen und eiteilt für diememn Fallt n diesen Tage
ernen Lolliommenen Allaß.
Dergnügungsanzeiger.
LDHelios. Im Hotel „Deut-#rlang:
Sonntag und Montag
Krigsschauspiel „Ich hatt'
Lichiispie
scher Kols#er#=Ein
liefergreifende
einen Kameraden zur Vorfährung. Diesem
Alter ieneten ihnnert # gt ein wahres Ecleb-Tagluch
ein:# Krieg, steiwilligen
ochenberi.ht führt une
2 eonlsehe n lilätslolonn
r* im ai vnor. Dem La. -piprogramm
ind 1 ne er doch —* reszanie und hei
dterr beigegeber.
Xrtie
Nel#unumwein
Lus dcm Eerchtsunte
ieeieser Ebene.
Aus
2)). Jan. Vor den Oberbayher
Schmurgeric: Da#ei ch gestern de: 48. äbrige
Nendan: Friedra. Hocw ig zu verqutk orlen. E
nar zule : Buch nalle: : bei der Kor##ahlungseelle
des K. N. 1. Armeekorp: und hat in der
Vseit von A: Grürnar 1990 bis Juni 1914
den Bertan bon 2.2312 Ml. amilicher Gelder
unlerschlagen. Unglucklihe Famiütnverhältnisse
in Verbindring jult dem Spiel auf der Renn:
lahn hatlen ihn auf die schief: Bahn gebrachl.
Feruig! weirde unter Annahme mildernder Um-Slände
u 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurleill.
Ferner wurd: ihm auf die Dauer von
5 Jahren
öffentlichen Amtes aberlannt.
Feldposkbeiefe und Feldpostkarlen.
Munche
itung
Der Masck inenen er des, „Rotenneimee Au: zeigers“,
F. K., welcher in einem Landfturm= Juf.
Vataillon auf dem Höülichen Wienschaudiag
siehtl, scporeik uns unter dem 8. Den#ler: .,Ich
jine ueit in einem unmöblierten Dachtammert
als Wachhabender der Bagagen
in nu.!, Troleinlen meilte VBeschäfti
und meine
er von L. entfernt.
urieit in L. und T.,
20 Kilome:
Vataillon sitzt
Kompanie in L.
Nach langem Umherirren in elmas Stilijtand
uno 2- z1 ibere (behmerlrng: gelommen.
Vom I. bis I4. Novembe: waren u###ausf N)
Landilurm.
gieina hal:
ren Schlinge.
enen im oe#n mil zwei anderemn
btaiciitonen in der Nähe bon W
* wir den Ko#i har#t in ber- l siiah
Dann lamen u#ir über A. nach I., wo -un- ein
leidterer Di## cechieden sein solite. Doch
andeln Taz= g#13 er schon wieder weiter, am
erten Tag 40 Kilg.-#ter und dann noch weiter:
Bin ilrer,
die Fähigleit zur Ausubung eines:
nötigen Wachen. Die Division kam lediglich nicht
zum Schießen, weil die Russen zurückgegangen
waren. Es war dies in der Zeit, als Hinden
uar auf der südlichen Seite der Weichsel 10000
Gefangene machte. Wir waren auf der nördlichen
Seite über L. nach P. marschiert. Nach
dreitägigem Aufenthalt ging es wieder zurück
nack T. und Aeich Wieder weiler in vierlägig. em
Marsc. nach T. und nach iweitägigem Aufenihalt
nach r wo cs mir bie jetzt gan gut
gefäil #hioweit es einem im Krieg gesal.en lann.
Hier ist großer Vettriek, a die Slraße nach
Vv. durchgeht. Grotze Wagenkolonnen, Antos,
Flieger, Gesangene, den ganzen Tag g geht es
und iommt es. Wuos ich auf meinen ganzen
Märichen sah, iit, daß Polen ein fruchkbares
Land ist. Uniere biuerlichen Landsturmmänner
sind voll des Lobes über Polen als Ackeriand,
weniger aber über die Bevölkerung. Man sieht
hier selten Wiesen. nur Kornäcker und Zucker
rübenfelder berrschen vor. Noch eines herrscht
hier vor u den Städlen: die Juden. Sie sind
in allen Städten. Sie könnten einem Elel einslößen
durch ihre Unsauberkeit und ihr Kriechen.
Geschäft, nur Geschäft! Und dann lommen sie
meisteno in S.hwar= daher, #ugelnöit bie Unlen
und mit einem schwarzen Käppchen, gerade ul5
wenn sie alle Tage eine Beerdigung hätten. In?d
erst die Weiber! Drei Schritte vom Leib! In
Kan: Poten habe ich in leinem Hau-- einen
Abort Peiehen. Es sehlt in dieser Bozie hung
weit. Darum kein Wunder, wenn hier immer
Tlolera und andere Eridemien herrschen. Wir
dürsen lein Waiser trinlen, ur gelochter Sber
Ter oder Kassee. Das Brot ist bier leuer,
Schwarebro! gibt es nicht mehr, nur Sqrotbr1
und etuas Weißbrot. Unt lehteres zu beloni—
men, mutz man aber Glüci habe nu. Das Fleilch
ist vbllg; ein Pfund Rindfleisch kosiet 35 bis
40 Pfg., Bunter 1.50 Mi. Auf dem W' ge nach.
P. Wurde unjere Diotsion, und zwar unser Bataillon,
von einer rus; ischen Batteric, *! Hmuhr
scheinlich den Vormar'h, aufhallen und den eige
nen Rüdeng decken woliie, be'ckossen. Wi: man
leicht ins Feuer kommen lann, lonnte man hier
gut sesujtellen. Wir maren ausier L. und rasielen.
Dann wurdee angetreren und der Marsch forkgeleht.
Die Urtillerie war ror uns, und iaum?
war sie aus denin Dors und auf einer ileinen Stei.
aung der Straße angelommei. wurde jie von
den Nuisen besckte sen. Vserdr- A##nten die
Deichseln ab, so daß uue Artillerie nicht schie
zen konnte, wenigstens einige Geschütze nichr,
Dann traten andere Truppen ihren Marsch an,
bogen jedoch vor der Höhe ab und umgingen
so das Granat- und Sch. rappuelljeuer. Wit
d. auten vom Doif aus zu, wie die Geschoosse einscklugen
und bewunderten die Russen ob ihres
guten Schießens. Nun kam etwas Ruhe, und“
auch umer Batailkon lekam den Befehl zum
Weitermarsch. Man führte une über die Höte.
die vor * 10 Minuten besck ossen wurde, in
Marichlolonne. Wir sind blau uniformiert und
haben fülwr e Mäntel. Wie die Russen dies
Küch tige Jiel jahen, ging der Lärm schon los.
Die Russen saneen meisten? Salven, also drei
b-s bier Schümffe am einmal. Kaum hörten mir
schießen, so stoben ur schon auseinander und
euuchten im Straßengrabe u Dedung. so aul es
ging. Die Ruesen scho sen tadellos, die eschosie
jch lugen unmitteldar hinter dem Straßengra###n
ein. Es war Glück dabei, daß von den 30 bis
40 Schüssen niemand getroffen murde, außer
einigen Löcrern eder Beulen im Feldkeisel oder
Trinklecher, verurfacht von Schrapnelis.“ (3.)
er Welttrieg.
Die deutle
n Truppen.
ten
-lischen Dampfers,
umsichtigen, mit großer Sorgfalt geschaffenen
hygienischen Anlagen an der deutschen Stellungsfront.
Die Gnwasserungefrage nehme den
ersten Platz dei der Anlage von Schützengräben
ein. Der Latrinenfrage und der Neinlichkeit
überhaupt wird nicht nur in den Gräben, sondern
auch in den Ortsquartieren stete Aufmerlsamleit
geschentt. Glänzend sei auch die
reichliche und gesunde Ernährung der Truppen
und ihre Ausktattung mit warmer Unterkleidung,
was wesentlich zur Erhaltung und Förderung
des Gesundheilszustandes beitrage. Die
Leute haben nmleift ein geradezu blühendes Aussehen.
Aus der Heimat fließt der Strom der
Liebesgaben ungufhörlich. Die vernünftige Abwechslung
des Dienstes zwischen Marsch-, Ererzier=
und Pidnierarbeit tüt ein Uebriges, um
die Mannschaften bei guter Gesundheit .
Stimmung zu erhalten. In einem Maße, w
man es im Felde nicht für möglich halten aune
wird für Buddegelegenheit gesorgt. In vielen
Orten gibt es seuß und Vollbäder. Der srische,
[hiige s soldulische kenl die gute Ka.
meradschaft, das i etragen und dio
gute Haltung Pgr entschen Solnten im Felde
müsse jedem an amen Beobachter angenchm
in die Augen falken. Felsensell ist. die, Zuversicht
und der Glauben an den Sieg beim letz-Mann.
Eine von solchem Geist beseelte
Truppe i unter Führung eines so fähigen,
pflichtbewußten Offizierslorps wie des deutschen,
den größten Aufgaben gewachsen.
Die amerikanischen
Wassenlieferungen.
Reuyorkt. 23. Jan. Das „Journal of
Conmerce“ schreibt: Die Verbündeten hätten
seit Kriegebeginn aus der Union an Kriegsbe.
darf für 169 Millionen Dollar bezogen. (3.)
Die Finanzen unserer Feinde.
Rotterdam, 23. Jan. „Echo de Paris“
meldet: Die Finanzminister der Ententemächte
werden demnächft in Paris zusammenkommen,
um das finanzielle Zusammenwirken der verbündeten
Mächte besser zu gestalten. Wie der
„Gaulois“ schreibt, ist das Ziel der Zusammenkunft
eine gemeinschaftliche Anleihe der Ententemächte
in Höhe von 15 Milliarden, die
gleichzeitig in London, Paris und Petersburg
zur Zeichnung ausgelegt werden soll. (Z.)
Die Vernichtung des „Durward“"“.
WITB. Amsterdam, 23. Jan. Das „Haudelsblad“
berichtet über das 2. Versenken des eng-„Durward“
aus Rotterdam:
Der „Durward“ empfing gegen 3 Uhr nachmittage
das Signal des Unterseebootes, anzuhalien.
Der Kapitän gab seinerseils Befehl
„Volldampf voraus“, in der Hoffnung, die
bolländischen Territorialgewässer zu erreichen.
Er stoppte auch nicht auf das zweite Signal.
Schließlich loste das Unterseeboot einen Schuh.
Es befand sich jetzt längsseits des Dampfers,
der so Gesahr lief, torpediert zu werden. Nachdem
der englsche Kapi tän gestoppt hatte, hißte
das Unterseeloot die deutsche Flagge. Vier
Mann der Besagung begaben sich an Bord des
Dampfers, wmo die Offisiere die Schiffspapiere
sorderten und der Mannschaft Zeit gaben, dos
Schiff eu verlassen. Es waren dazu nur fünf
Minuten notig, da wegen der Minengefahr die
Boote stets bereit gehalten werden. Das Unlerseet
c sch. leppte die Boole zum Maas-Feuerschiff,
worauf der Dampfer torpediert wurde.
Englands Not.
Lendon, 23. Jan. Die Maruing Post
legt dar, baß England sich in einer surchtbaren
Lage befinde, falls es dem Feinde gelingen
von Lebenomitteln durch
Die -teigerung
drei Marscktage. i vri- " Küometer vor P. »
:nndcu.sinc,x,q«-gkkmjdjgmmzsjzg )X""H-. w, 23. Jan. Oberst Muller jolite, die Zufuhr
lung, d. b. enere bung und die schildert in der —“ Züricher Zeitung“ die u abzuschneiden.
½: ·chts rat
nirrolverschußß
auseireens
Ten lan nnle ja arch.
sein Exrtbit uord auiregte.“
den lannten Sie anch.
weil gar kein M.
ich weiß, wie mich
Ich babe den
leib fur den
ein Papierkorb
Siuck Kortem in der zerm einer rreminkligen
aui den ELLIIIIE
»Hu-·- reinmenbrüderschaften
Todes rerzeichnet stand
Fifl Lig#c noirc.“
„„ daß ich auch diesen Herrn
Jeu Uauersd.
Selb#n teord vorige, und fand in
ein
Trerc.
. IdiccumsllknsJuvaden
um »l- lenuen. Er betrifft den
aid in Verlin, der unter
ume Leben lam und wenn ich
slen ga#lk heraussuche, so wird es
rter von Ihnen sein. Die
sich darauf gründen, daß Sie
tinem Gerichtshof gewirkt
v20 Gisten verurteilt hat.
hlei Gien der Staatsanwalt sprang
im d. u. cichen er ugng von seinem
Seisel ausf. ##### #bnen erg nuter der
Leitung eben dr d * sdenten Schneller,
damals war er 45 — irellor, ein russisches
Indivic: uu u zun Tode verurteilt, weil alle Indizien
2 en. daß er einen Gensdarmen
ums er n hotto
enn uns einmal die Geheimschrif
6 auf den ###en dreieligen Kartonstücken
zenan jz —n’
#r ruierklam dir selt-
Velannsrlten
nemeinschaf
ücber n. der
aber immer bedenk-
jmen Sc- —“m I
licher den Kei
indere (Beheimschrift als die
lenne den Schlüssel dazu
son sie enissern, wir müssen,
en Ton au dem der Anschlag
* nol. Wenn wir sie nicht er-.liechenbach.
sind Sie ein toter
meiner Exfahrung sind biöher
uche vergel##ich gewesen, die
· der schiwarze Bund,
eichucte Kräfte und so wich=.
material, daß es ihm möglich ist,
. in dem all Varwald, bis in
eimmer des Versalaten zu dringen. Ich gebe
Ahnen den guten Ral, seien Sie
teine Minme mehr allein, indessen wollen wir
nach Verlin telegraphieren oder besser — Breit--schꝛ
sah nach der Uhr — in einer halben
Slurme geh: der 10-Zug, ich setze mich auf die
Bahn, in morgen früuh in Berlin und lonsultiere
den alten Wattenberg, die erste Autorität
sür de Guzzissern er Geheimschriften.“
aber was soll ich inzwischen tun?“
Jantr 6 hren Tiener #efert und
wenn Sie sicher sind, daß Gurisch kein Anarchist
ist, so bitlen Sie un. Fine *—— Praxis wird ed
a wohl nicht störe schĩ erks“ #
en Re le#u miu-e einem rih n Seitenblick
„billen Sie Gurisch, daß er sich Ihnen ganz
widmet. Sollte- noan was ich nicht *7 will,
das Enkiiffern der Geheimschrift verzögern. jo
mufsen Zie Fraulfurt verlassen mit einem Urlaub
ans unbestimmte Sei und irgendwo in einen
1
Winkel Teutschlands, von dem niemand eine
Abmunh hat, iee, hören Sic, nur ich..
uch Gurisch uicht. der mein intimster
Kreu#d i7“
ner von den früheren Kauern diuplands
agte! W# in Rußland sclunle er nur zwei
Menschen Verlrauen, der eine sei er selbst und der
andere seim Bruder, aber von einem dieser beiden
wisse er nicht ganz genau, ob er des Vertrauens
würdig sei.“
„Na, lieber Breitschwerl, darin gehen Sie
doch *) biechen Eiu weit, wir lennen uns seit
einahe zwanzig Jahren
d — Rußland kannte seinen
Bruder noch langer. Aber ich will Ihnen einmal
glauben und Sie zum Wächter unseres Freundes
Rechenbach bestellen.“
„Ich laun dieses ehrenvolle Amt gar nicht
annehmen, ich habe Frau und Kinder und einen
schwirrigen Erbschaftsprozeß. den ich leinem andern
erlassen kann. Sie müssen sich schon einen
andern baneinchenich
suche leinen andern aus, denn
Jhre“ h zeigt 5 daß Sie tatsächlich
das Vertcanuen verdienen
„Das könnle ja ein Kuiff von mir sein,
lieber Dottor=„Ganz
acht. ömurmelte Breischwert gedamken,
voll vor sich hin, lönnte ein Kniff v
Ihnen sein; aber wenn Sie 6 raffiniert wären,
bätten Sie schon mehr Erfolge als Nechtsanwalt
gehabt und brauchten Ihre Sprechstunde nicht
beain zu benutzen, ungesiörten Mittagsschlaf zu
halten.“
gEie sind ein ganz boshafter Meusch, Breitwerhian
sagt so,“ atwer ber sreiwillige
Polizist mit gutmiitigem abe
meine Herren, abe w virtlich= 1 Zeit, denn
ich muß nach Berlin fa Gmwisch, ich verkie
Zhnen as aben hres Freundes an, verlassen
Sie ihn in ( «mns7.d16kde darf
S
22
der Getreidepreise drohe zu einer Katastrophe
für die ärmeren Bevölkerung--klassen zu werden,
zumal England bieher 37 Prozent der
gesenen Getreideausfuhr aller Getreide liefernden
Länder aufuehme. Das englische Voll musse
darauf hin verwiesen merden, mehr Kartoffen
zu essen. (J.)
Das Elend in Polen.
WTB. Mailand, 23. Jan. Der Kriegsberichtersentter
des Secolo, der die russische
Front vor Warschau besuchie, berichtet: Hunderte
poluische Bauern flüchteten in enbsehsichem
Zustande und halbverhungert durch die sumpjige
und verregnete Gegend nach Warschau.
Alle erzählen von schredlichem Elend, da es an
Lebensmitleln jehlt und alles in Trümmer geschossen
und verbrannt wurde. Zwischen Warschau
und Rawla lagern mehr als 20 (000 Flüchtlinge.
Dierussischen Ueberläufer.
Stockholm, 23. Jan. Grohßfürst Nilolan?
versucht in einem Armeebesehl, dem freiwilligen
Ueberlaufen der russischen Soldaten ent
gegenzutreten. Der Erlaß gibt in überen
schwülstiger Sprache der Ueberzeugung Ausdruck,
daß die Heldensöhne des „heiligen“ Rußland
die zum Ueberlausen auffordernden Proklamationen
der Feinde mit Verachtung strasen wurden.
Mit dieser Veterzeugung scheint es aber
nicht weit her zu sein, denn der Grohfürft
droht gleichteilig an, jeden Soldaten
Hochverrats vor das Kriegsgericht zu
dr im Besitze einer solchen feindlichen Nroita
matlion betrossen werde. (J.)
In die Luft geflogene Munitionsmagazine.
Rotterdam, 23. Jan. Aus Malmö wird
gemeldet, daß in Brekt-Litowsk mehrere Patro
nenmagazine in die Lus# flogen, was auf revolutionäre
Umtriebe zurückgführt wird. (J.)
In Warschau.
Wien, 23. I Wie polnische Vlätter
melden, sind die Mssischen Behörden in Warschau
bestrebt, den Bewohnern den Vormarsch
der Deutschen auf Warschau zu verheimlichen.
Indessen sind alle Vorbereitungen zur Ränmung
der Stadt getroffen. (Z.)
Die Kämpfe in den Karpathen.
Wien, 23. Jan. Während in Nordwestgalizien
Negen die Operationen ungünstig beeinflußt,
tragen die Kämpfe in dem galizischen
Karpathenrorlande den Charakter eines winterlichen
Gebergekrieges. Das Gelände des Stel—
lungskrieges zwischen Dungiet und den Kar
rathen ist eo. erict : -.«11n·tgen reichen
bie zu den " PH-Türlische
Ersolge in Persien.
Konstantinopel, 23. Jan. Die Stämme
des Bezirkes von Hamadan unter Führung
Said Hassan haben nach hartnäckigen Kämpsen
mit oer aus einem Bataillon Infanterie
und einer Kosakensotnie bestehenden rufssischen
Vesatung die persische Stadt Kaswin erorbert.
Der Aufstand in Albanien.
London, 23. Jan. Die „Morning-Post“
meldet aus Rom, daß der Zustand in Albanien
ledrohlich werde. Banden von Malissoren haben
versucht, sich der Güter zu bemächtigen,
die in Medua liegen und für Montenegro bestimmt
sind. Sie seuerten auf die Boote, die
nach Skutari gingen und erpreßten von den
Passagieren Geld. Die Aufständischen haben
Rowoid befelzt und das Licht des Leuchtiurms
lei Rodomi ausgelöscht. (.3.)
Sie dazu zwingen. sribn nicht ein Telegramm, das
Ihnen den Tod oder die Kranlheit eines Ihrer
Lieben anszeigt, nichts. Ehe Sie aufi irgend welche
Nachricht reagieren. telegraphieren Sie an mich
und zwar in ciner Chu#re, deren Schlüssel ich
Ihnen hiermu einhändige.“
Breitschwert zog ein Schubfach seines Schreiblisches
auf und gab dem Rechtsanwalt ein
Blätichen Paypier.
„Meine Trlegrammadresse ist: Breitschwert
Berlin Polizeiprasidium. Und uun! „Mdien, meine
Herren, ich muß noch nölig packen. '
Mach diesen Worten reichte er den beiden die
Hand und verließ, ohne ihren Abichied abzuwarten,
durch gine kleine Tapelem#tur das Zimmer.
* Rechenbach und Gurisch die Straße bedracenll
begann es bereits zu dunleln. Sie bemerkten
daher nicht, daß eine junge Dame, die
scheinbar absiehtslos auf dem genenüberliegenden
Bürgersteig hin und ber gegangen war, ihnen in
einer gemessenen Entfernung jolgte.
Es war eine seltsame Erscheinung, schlank und
seingliederig und mit gesuchter Einfachheit gekleidet.
Ein schlicht garnierter Strohhmt beschaticte
ege ihre Angen, die nur, wenn das Laternen,
licht i# bleiches Gesicht beleuchtete, wie zwei
Sonnen aufblitzten. Ter seine Mund war zusammengeprestt
und verriet eine berbe Energie,
die zu der süßen Beicei, bes lieblichen Gesichtes
in eigenartigem Kontrast stand.
Sie folgte aunmcnsen den beiden Männer#
und wandie sich erst, als sie in der Wohnung
Gurischs verschwanden, um eine kurze St zurückzugehen
und dann in eine Seitenstraße einzubirgen.
(Forilchun voldt.)
·- ll"