Volltext : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

 

 

  

 

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#  dem  t#ch  traus  auagtaiteten  ———
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:  NRedaktlon  und  Verlag:  Nr.  72;  Inseraten-Udlellung:  235.

reich

 

 

 

     
      
       
     
      

12.  #tember  1913

 

——□————

brene  Peruzelle  o

 

Nosenheimn  in  der  M.
den  sechs  Fillal  ·  Sr#se  dber  Stadt  emgegengen#:
b#röß##rn  Ortschaften  der  Umgebung  errichteten  nuen.
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Große  Erfolge  der  Zeppelin-Angriffe  auf  London.

Eine  deutsche  Note  an  Amerika  über  die  Versenkung  des  „Arabic“.  —  Weitere  Fortschritte  in  den  Kämpfen  im  zussischen
Sumpfgebiet  und  am  Sereth.  —  Erfolgreicher  Zeppelinangriff  auf  Baltisch-Port.  —  Räumung  von  Wilna  und  Minsk.  —
Italienische  Angriffe  bei  Tolmein  zurückgeschlagen.  —  Aus  dem  italienischen  Ministerrat.  —  Unterzeichnung  des  türkisch=Die

  Beiegsiage.

WTB.  Großes  Hauptquartier
11.  September,  vormittags.  Amtlich.

n  westlicher  Kriegsschauplatz.

Am  Hartmannsweilerkopf  wurden  die  am  9.
September  gestürmten  Grähen  gegen  zwei  französische
  Angrifse  behauptet.

Cestlicher  Kriegsschauplat#.
liceresgruppe  des  Gencralfeldèmarschalls
von  Dinbdenburg.

In  den  Gefechten  südöstlich  von  Friedrichstadt

und  öillich  von  Willomierz  sind  weitere  1050
(Cesangene  gemacht  und  vier  Maschinengewehre
erbentet  worden.
Auf  der  Front  zwischen  Jeziory  und  Zelwa
(an  der  Zelwianla)  leisten  die  Russen  noch
l  arlnäckigen  Widerstand.  Sie  versuchen  durch
Gegenstöße  slärkerer  Kräfte  unsere  Angriffe  aufzuhalten.


Slidel  und  das  westlich  davon  gelegene  Nickr#r#e
  konnien  erst  nach  hin=  und  herwogenden
Kämpsfen  von  und  in  der  Nacht  endgültig  erobert
  werden.

Auc)  Lamna  lan  der  Straße  Slidel  Lunno-Wola)
  int  erstürmt.

Der  Angriff  gegen  die  feindlichen  Stellungen
  an  der  Zelwianla  geht  vorwärts.  2700
Gefangene  und  2  Maschinengewehre  sielen  in
unsere  Hand.

Die  Eisenbahnknotenpunkte  Wileika  (östlich
von  Wilna)  und  Lida  wurden  durch  unsere
Lutschisse  ausgiebig  beworfen.

Berresor#ppe  bes  Generalselômarschalls
Hrinzen  Ceopold  von  rn.

Auch  auf  der  Front  dieser  Heeresgruppe  dauert
  der  Kampf  zwischen  der  Straße  Wolkowysl--Slonim
  und  Kobrin-Milowidy  mit  gleicher
Heftigleit  an.  Der  Uebergang  über  die  Zelwianka
  ist  an  einzelnen  Stellen  erzwungen.

Oesterreichisch-ungarische  Truppen  nahmen  das
Dorf  Alba  (westlich  von  Kossow).  Um  den
Bahnhof  Kossow  wird  gelämpft.

BReeresgrunppe  bes  Genexalselbmarschalls
von  Wackensen.

,  den

Die  Lage  ist  im  allgemeinen  unverändert.
Sudostlicher  Kriegsschauplat.

Die  deutschen  Truppen  der  Armee  des  Generals
  Grasen  Bothmer  wiesen  heflige  Gegenan
grisse  unter  starken  Verlusten  des  Feindes  ab.
Sie  machten  über  300  Gefangene.

Oberste  Heeresleitung.
in  Der  amtliche  Ssterreichische  Bericht.

Witz.  Mien,  10.  Sept.  Amtlich  wird  ge
meldel:

Rufsischer  Kriegsschmplas.

Die  im  Raume  mestlich  von  Rowno  lampfenden

  russischen  Kräfte  murden  über  die  Stu- 



bulgarischen  Abkommens.  —  Einstellung  der  Dardanellen-Aktion?

General  von  à  Kn  der  Uührer  des  siegreichen  Angrifs  in  den  Argonnen.

 

 

 

biel  zurücgeworsen.  Unsere  von
brechenden  Truppen  war'en  en
Richtung  gegen  Zharaz  zur#k.

schlugen  österreichisch-  ung  arische  und  demt“
taillone  mehrere  russishe  Angrifse  zurün.
ere  Verbündeten  nahmen  das  Dorf  Bueri=Westlich
  des  mittleren  Seriein  traten  neu
feindliche  Verftärkungen  int  Gesecht.  Erdort
  heftig  gelämnst.  Oerlich  der  Serelb

dung  und  an  der  beßarakiüchen  Grenze  herrf#n:
Ruhe.  Die  l.  u.  l.  Streitlräfte  in  Liltauen
haben  das  breite  Sumpfgebiet  der  Jasioldn
und  der  Opla  vollends  überschritten  und  kämr
send  den  Raum  südöfilich  von  Rozann  gewon
nen.

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Keind  in  der-Bei
  Tarnore:
13

 
  
 

  

*
1:
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Italienischer  Kriegsschauplatz.

Gestern  nachmiltags  und  abends  grissen  dir
Flaliener  den  Tolmeiner  Vrückenkopf  mehrmal:
heflig  an,  wurden  jedoch  jedesmal  unter  ichw.
ren  Verlusten  an  umeren  Hindernissen  zurud
geschlagen.  Im  Mitiel  von  Doberdo  wieie:
unsere  Truppen  die  ublichen  Aunähermngswer
suche  des  Feindes  wie  immer  ab.  Die  Gesamt
lage  ist  unveränderl.

Der  stellvertretende  Chef  des  Generalstaber
von  Höfer,  Feldmarschalleutnant.
Ereignisse  zur  Sec.

Geslern  murde  bei  einer  Rekognorszierung  un
ser  Torredoboot  .51“  von  einem  seinolichen
Unterseeboot  torpediert  und  am  Bug  beschädial-Das
  Torpedoboot  ist  in  seinem  Basiehasen
eingelaufen.  Flottenkommando.

 

eieaes  rom  AKreg.
Deuiierllande  Antuort  über  die

Berieukung  der  „Arabic“.
Verlin.  Die  deutiche  Negierung
liat  dem  #-  Volschafter  in  Berlin
aus  Alse##  der  ameoerflauischen  Regierung  in
Angelmerreit  de:  Untergangs  der  „Ara-Tic“
  einr  lur#e  Aumorinote  überreicht.  In  ihr
u#  ird  zuna4hin  darauf  hingewieien,  daß  der  Kommandant
  des  Unierseeboo#  das  Torpedo  abge
schossen  bal,  neil  die  „Arabic“  das  Unterjeeboot
  zu  kammen  drohte.  Schadenersatzaniprüche
  nerden  abgelehnt.  Dagegen  erklärt  sich
die  deutich:  Regierung  bereit,  den  Fall  einem
Schiedegericht  zu  unterdreiten:  sie  erllärt  aber
ausdrücklich,  daß  ein  schiedsgerichtliches  Urteil
leine  allgemeine  (GGrundlage  für  die  Beurteilung
  des  Umterseekrieges  bilden  könnte.

 

 

der

Die  deutiche  Aufllärung  ill  geeignet.  den
treitfall  einer  beide  Teile  zufriedenstellenden
Erledigung  zuzuführen.  Das  zweideutige  Operieren
  den  englüchen  Schifislapitäns,  der  noch
dazu  obne  Klagge  fuhr,  konnte  dem  deutichen
Bootskommandanten  leine  Wahl  lassen.  Er
zun#ie  dem  seindlichen  Angriff  zuvorzukommen
suchen  und  es  in  lediglich  seiner  Geschicklichkeit
und  der  Schnetligleil  seines  Handelns  zu  danlen,
  daß  sein  Boot  und  seine  Mannschaft  nicht
das  Opfer  eines  allem

Volkerrecht  Hohn  sprechenden
  heimtückischen  Ueberfalls  geworden  sind.

 

Bei  dieser  Sachlage  kann  die  deutsche  Regierung
natürlich  keinen  Anspruch  auf  Schadensersatz
anerkennen.
Beiflimmungen  begründet  wäre.  Zi#
ireiem  Entgegenkommen  berei#.  die
Schadenseriatzrilicht  dem  Haager  w7nr
zu  unterbreiten,  nenn  e  die  amerd#titbe  Re
gierung  verlangi.

der  sonit  nach  den  völkerrechtlichen
*  aber  aus
5*.5.  der

 

Bo:schafter  HJumba.
meldet  us

Vereinigen

London.  10.  Ser:.  Renier
Wasbingion,  dem  Bolschafter  der
Slaaten  in  Wier  sei  lelegraphisch  die  Anm.

Uhert,  ihitc  nn.

  

gegeben  vorden,  der  arischen
Negierung  miitzmieiler,  danm  Dr.  Dumh:  den
Vereiniglen  S#6c  als  ouerreichisch  ungar:

 

mehr  ge#eh’  s.  und  daß
sie  seine  Ableruinug  verlangter.

scher  Bolschalter  n

Irgendwelche  Befstatinung  die  ert  Nirermel
dung  liegt  noch  nicht  vor.  Citmnmeiten  dar:
man  noch  Iwe  isel  in  die  Richtigkeit  der  Mel

dung  seen:  sie  schein  eber  nur  engliichen  W###
chen  dienen  in  jollen.  Wir  vermen  n  auch  aur
folgende  Meidung  der  „Neu#orl  Kribune'“:
„Aĩs  Votichafiter  Dumba  jeiner  Regierung  vor
schlnn.  die  omerreichifsc  ungariien  Unn
dazu  zu  beregen,  ihre  Ardeit  in  den  Munitions
jabrilen  einzunellen.  haitle  der  deusche
schafter  in  Washington  Graf  Vernülorf’  hereins
eine  ähnliche  Arbeit  unter  den  Deuischen  begon.
nen.  Vor  mehr  als  Monats#tin  erhiel:ten  die
deutschen  Munitionsarbeiter  die  Wit  teilun  a.  daß
eine  derartige  Arbeit  das  deutiche  Geieh  ver—
letze  und  die,  welche  damit  sortfübren,  die
Folgen  zu  tragen  hätten,  wahrend  denen,  die
davon  abliessen.  geholfen  werden  wurde.  In

1  A

eünen

     

Vor

 

den  Zeitungen  des  ga  nzen  Lander
zeigen  veröfsenllich:#in  denen  di  archen
aufgefordert  werden.  solche  Arbeinsnailen  im

verlassen  und  ihnen,  nenn  jie  die  Arben  nie
derlegten,  Geld  und  gute  Siellen  in  friedlichen
Industrien  versprochen  wurden.“  Wenn  diese
Meldung  zutrifft.  beitatigt  sie  nur,  daß  beide
Botschafter  in  Erfüllung  ihrer  Pflicht  einwandfrei
  handelten.

In  Persien

Ispaban,  Iu.  Sept.  (Petereburger  Telegraxhen
  Agentur.  Der  englische  Vieeloninul,  der
in  Schiras  vermundet  worden  mar,  in  gestorben.

Die  meisten  Cnglander  verlassen  Ispahan  zund
auch  die  Russen  und  Kranzosen  bereilen  ich  zur
Abreife  vor.

Das  Reutersche  Burcau  berichtel  ferner:  Die
rersische  Regierung  drückte  dem  Vertreier  Englands
  in  Teheran  und  der  englischen  Regierung
in  London  ihr  Bedauern  uber  den  Angriff
auf  den  britischen  Generalkonjul  in  Ispahan
aus  und  sagte  völlige  Genugtnung  iu.  Von
diplomotischer  Seite  erfährt  das  Reuteriche  Bureau
  noch,  daß  die  Angelegenheit  eine  Spannung
verursachte.  Die  Ententemachte  beraten  über
die  zu  ergreisenden  Maßregeln.  (87)3..