182 Grundbedingungen des Wiederaufstieges.
Selbst alle jene Ziele, welche den Gläubigen des Pazifismus — seinen Drahtziehern
ist der Pazisismus nur Mittel zu Geschäfts= und Machtzwecken — vorschweben,
sind, soweit sie jemals Ereignis werden könnten, nur von einem alldeutschen Deutschland
zu verwirklichen; denn jeder Idealzuskand muß, das ist Menschheitsgesetz, der
Menschheit aufgezwungen werden; es ist noch kein Fortschritt der Menschheit
durch Händlerkunst erzielt worden. Der lange Friede von 1871 bis 1914 beruhte
auf der Machtpolitik Bismarcks; mit seinem Sturz begann der Abbau des Friedens
und die Anbahnung des Weltkrieges. Hätte Deutschland in diesem Krieg unter
alldeutscher Leitung gestanden, dann hätte es den Sieg errungen. Dann wäre es
stark genug gewesen, nach Westen hin den Frieden so lange zu sichern, als es nach
menschlichem Ermessen nur möglich ist, und nach Osten hin wäre von Deutschland
aus eine Kulturwelle geflutet, wie sie sich der begeistertste Kulturschwärmer nicht
schöner hätte wünschen können. Eine Art Völkerbundszustand war ein einzigesmal
in der Geschichte verwirklicht, damals als Karls des Großen, des deutschen Kaisers,
starke Hand Europa im Jaume hielt. Wirtschaftlich aber hätte nicht nur Deutschland,
sondern die ganze Welt, auch die besiegten Völker, einen mächtigen Aufschwung
erlebt, denn es hätte kein Volk gegeben, das sich nicht an dem Wiederaufbau und Neubau
des FJerstörten und an der Erschliehbung des Ostens hätte beteiligen können.
Die Pazifisten Deutschlands haben, um den deutschen Militarismus zu stürzen,
im Sinne der Entente diesen Sieg und diese Zukunft verhindert; sie haben tatsächt
lich den friedenschaffenden Militarismus Deutschlands zu Boden geschlagen, damit
aber dem kriegsschaffenden Militarismus der Ententestaaten die Alleinherrschaft
und damit der Welt auf Jahrzehnte hinaus Unfriede gebracht. Ein kiefes Sinken
der Kultur geht damit heute schon Hand in Hand, und wenn die „Wietschaft“ sich
wieder erholk, wird es keine gesunde Wirtschaft aus den volkseigenen Kräften mit
volksfördernden Fortschrittsergebnissen sein, sondern eine Machterweiterung des
alljüdisch-amerikanischen Mammonismus mit seinen kultur= und völkervergiftenden
zersetzenden Wirkungen.
Alldeutschland steht immer wieder vor der Wahl Alldeutschtum oder dauernder
Niedergang; die Deutschen mögen sich winden und drehen und nach dritten Auswegen
suchen so lange sie mögen; die ehernen Gesetze der Völkerentwicklung werden sie
immer von neuem in diese Wahl drängen, sobald sie sich vom Alldeutschtum los"
gesagt haben. Im Wort Alldeutschtum wäre das „All“ nämlich überflüssig und
damit würde der Satz zu einer Selbstverständlichkeit, wenn wir nicht zufällig in
Deutschland lebten. Unter dem Einfluß der dort die öffentliche Meinung beherrschenden
Leute ist aber das Wort Deutschtum zu einem Begriff ohne Wesen und
Körper geworden; wenn man mit dem Wort einen lebendigen Inhalt verbinden
will, ist es angezeigt, die Silbe All vorzusetzen, schon deshalb, weil, wenn man
es nicht tut, die schwarze, rote und goldne Presse es besorgt. Es ist infolgedessen
einfucher, wenn man ein Deutschtum meint, durch dessen Adern rores Blut
strömt, gleich von vornherein Alldeutschtum zu schreiben. Ein lebendes Wesen
bejaht sich entweder selbst und kann bestehen oder es will von sich selbst nichts
wissen und ist dann dem Niedergang geweiht. Ein Volkstum ist entweder Allvolkstum
und lebt oder es löst sich in Einzelmenschen, Klassen, Weltbürger, Kulkur
und Wirtschaft auf und stirbt. An dem Nichtbegreifen dieser Selbstverständlichkeit
brach Deutschland immer wieder von neuem zusummen, und es ist auch diesmal
darüber zusammengebrochen. Deswegen muß man dem deutschen Volk diese
Selbstverständlichkeit so lange wiederholen, bis es sie begriffen hat und den Betrug