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III. Armee gegen Mac Mahon, den man noch bei Chalons vermutete,
marschieren sollte.
Mac Mahon hatte jedoch seinen Plan geändert. In einem
kühnen Flankenmarsche nach dem Norden sollte er sich nach einem
Befehle der Regierung in Paris mit der aus Metz vorbrechenden
Armee Bazaines vereinigen. Unsern Armeen war aber, auf 10 bis
15 Meilen aufklärend, Kavallerie voraus, und so erkannte man
bald den Man der Franzosen. Moltke ordnete, den Vormarsch auf
Paris aufgebend, einen Rechtsabmarsch der beiden Armeen an. Nachdem
bei Beaumont ein französisches Korps vollkommen überrascht
und geschlagen war, wurde der Weg nach Metz den Franzosen versperrt.
Mac Mahon sah sich nunmehr veranlaßt, eine Stellung
bei Sedan zu nehmen. Diese Stellung griffen am 1. September
die Maas-Armee und die Armee des Kronprinzen an. Gegen 3 Uhr
war das französische Heer umschlossen, ein Duschbruchsversach fran-Küscher
Kavallerie abgewiesen und Sedan in Brand geschossen.
apoleon übersandte dem Könige einen Brief folgenden Inhalts:
Da ich nicht an der Spitze meiner Truppen habe sterben können,
o bleibt mir nichts weiter übrig, als Eurer Majestät meinen
Degen zu überreichen.“ Die Verhandlungen wegen der Kapitulation
fanden am Morgen des 2. September ihren Abschluß. Durch diese
Kapitulation kamen außer den während der Schlacht gefangenen
35000 Mann noch 83000 in deutsche Gefangenschaft. Kaiser
Napoleon wurde als Kriegsgefangener nach Schloß Wilhelmshöhe
bei Cassel gebracht.
Auf die Nachricht von der Niederlage bei Sedan erklärte man
in Paris Napoleon für abgesetzt und verkündete die Republik, an
deren Spitze die „Regierung der nationalen Verteidigung“ trat, die
den Krieg fortsetzte.
Die Armeen der Kronprinzen von Preußen und Sachsen
marschierten auf Paris los, und schon am 19. September war diese
Riesenfestung vollständig eingeschlossen. Im Norden und Osten
Frankreichs fiel eine Festung nach der andern den Deutschen in die
Hände. Nachdem Laon und Toul genommen waren, mußte sich
am 28. September Straßburg ergeben, das von preußischen und
badischen Truppen unter General Werder sieben Wochen lang
belagert worden war. Am 27. Oktober fiel auch Metz, das Höbte
Bollwerk Frankreichs. Die ganze Armee Bazaines, 173 000 Mann
stark, wurde kriegsgefangen. 1
MWBWährend Paris von den Deutschen eingeschlossen war, erließ
die französische Regierung ein allgemeines Aufgebot zur Bewaffnung.
In kurzer Zeit wurden 2 Armeen gebildet, die Loirearmee und