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Chronica. 67
Vohenstain®'), das burgstadel bey Westen, als die Bibers
in Kochen flewst; furen drey geler legel in einem weissen feldt,
uff dem helm zwen weisz flügel, darinnen drey gelb legel.
Santzenbach?) fürt im schilt zwen rott unnd zwen weisz
strichen, die zway drittail des schilts der zwerch nach baid eckhen®,
unnd darauff das dritthail weysz, mit einem rotten kriechenden löwen,
welcher den schwantz uff dem ruckhen tregt; uff dem helm ein halben
rotten löwen mit uffgespertem maul unnd auszgeregten pflatten °).
Der letzst dis geschlechts, sagt man, hab sein schlosz Santzenbach
zu einem frawencloster verordnet ?); waran es aber nach seinem
todt gefelt, das sein will nit volnstreckht°), ist mir unwissendt.
Welcher dis schlosz, so noch in weszen, innen helt, der musz burger
zu Hall sein,
Der zeit besitzt es Eberhardt von Horneckh, der hat die
eptissen zu Gnadenthall zu der ehe genommen, ist eine von Nothafft °).
Michelfeldt’) furen ein schwartz unnd weis schach der leng
nach in der mit herab in einem rotten feldt, und uff dem helm
a) Ntl irrtändtich Hobenstain. b) eckhendt 7. c) platen 1°,
') Vohenstein hei Westheim; a. Bauer „Die Ilerren von Vohenstein“
WFr. 7, 265 f., mit sorgfältig zusammengestellten Regesten und einem Ntammbaum
von 1286-1773. Das (ieschlecht hatte Besitzungen zu Westheim, Oberbalbach,
Hausen, Adelmansfelden, Ramsenstrut, Nülzbach, Wimmenthal, Gransheim,
Ottendorf, Speck, Bihersfeld, Michelfeld. Von 14953 nahm die Familie
ihren Wohnsitz in dem vom Schenken von Limpurg erkauften Schloss Adelmannsfelden.
2) Nanzenhach, Dorf südwestlich von Hall bei Uttenhofen, OAllall 239.
Regesten der Fdeln von N. sind kaum vorhanden. (Wr. 7, 174: Anna von
S,1381—-866 Wibel IV, 58.) Conrad von S., dessen Beyrähnis in der Nchenkenkapelle
zu Comburg ist, unbek. Datums.
3, Pfoten, Pratzen.
4) Als le'zten des Geschlechts nennt Widmans Chronik (I. 67, Bl. 59)
Neyfried von Sanzenbach, als weitere Besitzer die lHleimberge 1582, Stetten 1432,
Ktinderbach, Vohenstein, Ilorneck.
s) volnstrecken, eine hei Herolt und Widman, auch in den städtischen
Akten dieser Zeit öfters vorkommende Form.
6) Anna Nothaftin, Äbtissin von Gnadenthal 1521-36 WEr. 9, 73. Sie
trat 1536 aus; die von diesem Jahr datierte Urkunde (Vertrag mit dem Kloster
ihre Pension betreffend), in welcher ste klherth Horneck von Hlornberg schon
ihren „freundlich lieben Gemahel“ nennt, steht hei Wihel II, 4.7.
?) Michelfeld, O4. Hall, s. OABeschr. 225 f. — Die in WFr. 1-9.
QAHall und KUR. enthaltenen, von 1216—1519 sich erstreckenden IR-gesten
w:isen Besitzungen auf za Untermünkheim, Leowerler, Zoltishofen, Wizmans-