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Auf je 1000 Blinde jeder Gruppe kamen im Deutschen Reich:
Blinde
Später blind Blinde
eit Summen
Et er Gewordeneohne Angabe
m. w. m. w. m. w. m. w. szusammen
1. Haushaltungsvorstände 2128 721 548,162,428,,12144465,149½=2.
Ehegatten 0, 89, 3,„ 195,4 4 2% 163, 1 80,
3. Großeltern und Eltern des Haushaltungs-Borstande
5“: 1% 384,% 51
4. Kinder und Enkel des Haushaltungs-Vorstandees
437 45%% %%%1% 162,
5. Sonstige Verwandte des Haushaltungs-Borstandde..
13 187, 1
6. Dienstbbtn 2, 7,0 2, 5,h 5“% 11 2,8 6, 4,0
7. Gewerbs= und Arbeitsgehilfen . 13, 2,8 5, 1,/ 5,n5„ 6,8 7,5 1½ 4,6
8. Aftermieter, Schlafgänger, fremde «
Psikgllnsc,PcllsivUätc....... 184,4214,1149,o174,2240,1230,0160,sls4,4172,2
9.0htlcUngabe..........».» 3,5 4,s 4,0 5,8 5,ü5 1, 3,5 5½ 4T
Die Blinden nach Bernfsarten und Stellung im Beruf.
Bgl. hierzu die Tabelle F auf S. 374" bis 416" der Anlagen.
In wie hohem Grade das Gebrechen der Blindheit den von ihm Betroffenen die
Möglichkeit eines Erwerbs oder einer produktiven Tätigkeit abschneidet, geht daraus hervor,
daß nach dem vorliegenden Material von allen bei der Volkszählung ermittelten über 15 Jahre
alten !1) und nicht in Anstaltspflege befindlichen Blinden (29 642) nicht weniger als 23240
ohne Beruf — oder Berufsangabe — waren; nur 6 402 oder 21,6 % von ihnen übten
einen Beruf aus, während bei den Taubstummen fast 67 % der betreffenden Personen
einem Erwerb, wenn auch vermutlich nicht mit dem gleichen Geschick oder Erfolg wie die
Vollsinnigen, nachzugehen imstande waren.
Die Ziffer der Berufsfähigen, welche wie oben erwähnt im Durchschnitt 21/6 % betrug,
sich bei den männlichen Blinden auf 34) erhöhte und bei den weiblichen Blinden nur auf
7, stellte, war in den einzelnen Reichsgebieten von verschiedener Höhe, doch sind die Unterschiede
lange nicht so bedeutend, als es bei den Taubstummen der Fall war. Vergleichsweise
viele erwerbsfähige Blinde zählten u. a. das Königreich Sachsen (26,6 %) und die
acht thüringischen Staaten mit ihrer stark entwickelten Hausindustrie (durchschnittlich 25,, %),
aber auch einzelne Bundesstaaten und Landesteile mit vorzugsweise ackerbautreibender Bevölkerung,
wie Württemberg (23,1 %), Oldenburg (34/6 %) und die preußischen Provinzen
Schleswig-Holstein (25,1) und Posen (24, ⅝%). In Preußen waren durchschnittlich 21,7%
der erwachsenen Blinden berufstätig, in Bayern dagegen nur 18,2 , also nicht unbeträchtlich
weniger als der Reichsdurchschnitt betrug.
Angaben über die zeitliche Entstehung des Gebrechens lagen für 28522 der
hier in Betracht kommenden 29 642 über 15 Jahre alten Blinden vor. Von den 5 178
an angeborener oder frühzeitig entstandener Blindheit leidenden Personen waren 1 734 oder
33, Prozent, von den 23 344 später blind Gewordenen 4 429 oder nur 19 Prozent mit
Berufsangabe versehen. Diese letztere Ziffer würde jedenfalls bedeutend höher ausfallen und
1) Nach dem Wortlaute der Zählkarten (S. 156) waren nur bei den im Jahre 1884 oder früher
geborenen Blinden Angaben über den Beruf und die Stellung in demselben zu machen.