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behalten. Der Vorsprung darf gch ai: mindern,
er muß noch wachsen. Diese Erkenninis gab dem
deutschen Wirtschaftsleden des vorien Jahres
sein ein##gartiges Gepräge. Sie hat das Jahr
1916 in Deutschland zum Jahr der gewalsigen
ergansatton gemacht, das bisher je ein Volk
erlebte
Zunächst ist der Ausbau der Kriegswirtschaft
vervollständigt und ve e worden.
Auter den vielen Beweisen unserer Friedensliebe
wird später die Tatsuche eine besondere
Rolle spielen, daß wir auf wirtschaftlichem webiet
fast unvorbereitet in den Krieg gegangen find.
Plötlich, nie das Bedürfnis auftauckte, mußte
die gereiste Organisationskraft unseres Volles
die vielen Lücken ohne einheillichen Plan so gut
er ging, ausfüllen. Aus dem Augenlick geberen.
reichten diese zahllosen Zufallsgründungen
für den Augenb d aus: für eine # Wirgsdaher
von Jahren mußten sie vereinheitlicht und rerbeisert
werden. Der Konzentrationsgedanke
drang siegreich durck. Er soßte 1916 die vielen
Ein: zelorgauisationen der Volksde- orgung im
Kreisen#hrungsnmie zusammen. Dodurch wurde
manche Unvyllkommenhett be ase tigt, aber n#
rurlich für den Ausfall der aroßen Eiufuhr. die
allein in Brotgetreide und Fuͤltermitteln auf
1# Millionen Tonnen im Jahre sich belief. lein
Eraatz geschassen. Die Ku- Appheit zu beseitigen,
lag troß aller Croßtaten der Wissenschaft und
Technit außerhalb des Beresches moenschlichen
Könnens, zumal unvermeidlich alßert fremden
auch heimische Nahrungsmittel ausfielen. Es
mußte nur verht nrert werden, dar die unabtrendbare
Knappheit in einzelnen Gegenden
und Personenkreisen gesährlich sich häufte. Sie
durch möglichst gleichmäßige Verteilung unshdlich,
zu machen, war die neue gewaltige
Aufgabe. Im 2#ge des sreien Verthro war sie
nadk, den unumstößlichen Gesetzen des Wirtc
aftslebens nicht zu lösen. Wenn der Vorrat
binter der Nachsrage zurückbleibt, ill jein vor-:ettiger
Verbrauch nur durch ein Zuangssosten
der Versargung mit Sicherheit zu verhindern.
Das wirkt natürlich verleuernd uno ist uie be-#ul
fedigend. Mihgrisse lonnien auch im abgelauienen
Jahre nicht vermiede., werden. Aber
die unerp##ob Ve sune der Anfandsteit sind
mehr und mehr durch ein wohldurch dadten Surem
zurudgedrängt n orden, und für den unbeaaenen
Blick bleibt es im ganzen ein Wunderwert
deutscher Selbilbeherrsctung, wie wir
durch alle Schwierigkeit en und Gefahren hindurchgelommen
sind. Daraus dürfen Uir. zumal
der Organisalionsgedanke je von der
Verteilung auch auf die Erzeugung erm#reck: wird,
jene Zuversicht sür die Zulunft“ schöpfen, auch
niun uns das Schwert nicht einige der fruchtlariten
Getreidegebiete Europ#s mit reichen Erirägen
in Rumänien wunderbar ertritten hätte.
An Entbehrungen wird es au# in Zukunft nicht
fehien, aber das Gespenst des Hungers, das
ven Deutlschland endgältig ’“ i#t, beninnt
insolge d lechter Ernle in oen uberseeischen
Erieugungsgebeten in England, dem Lande, das
den hpandplan des Aushungerungsläseges gelar.
immer ernster sein Haupt zu erheben. Die
(berechtigkeit ist strafend im Anmel##.
(Schluß folgt.)
S#reschiedeue A#nchrich#.
Berlin, 1. Dan. Die 57 #recl ungariiche
Regierung har ein Einfu- hrrerbha für denttche
Films erla'sen. Das *#ê erfolzle im QZusenhang
mit den : Verebungen, dic öllerchische
B.luta zu verbe jern. Tas Reichsan#n
der Jnern ha#t diesen jür die deutsche Induttrie
schweren Schlag in B
Verhandlungen Anit der
oiterreichischen Regierung abeuwenden 2ber zu
muldern ornsucht, doch sind bisher alle Vemühnn.
ven erfolglos geblieben. Das Verbot trilt mit
dem 2. Januar in Kraft.
Köln, 1. Jan. Einem großen Lebenemittelsckmuggel
scheint man in Greia auf die Spur gelommen
zu sein. Als ein in de: Mähe von Köln
anfässiger Gutsbesitzer in Ereiz seinen Bruder
besuchen Uollte, wurde er in Haft geuommen.
Der 28 Jahre alte Verhaft-## steht im Verdacht,
an großen Lebensmittelschmuggeleien aus Belgien
beteiligt gemesen zu sein, die in die Milli-=nen
gingen und bei denen es sich in der Hauptsache
um Speck und Weni handelte. Anscheinend
kommt noch eine ganze Anzahl Helfershelfer
mit in Betracht.
Bayerische Ehrenlasel.
Xr. A. Nicht weniger als dreimal war am
il. Otober 1915 Beizefeidu##ebel der Reserve
Martlin Huber der 1. Kompadme 1. Jufan.
terie- Regiments von Bernbichl, Landat#beiter zu
Zipfleck, B. M. Traunstein, im Trommelfeuer bei
verschüttet worden, hatie sich jedoch stets
Lieder mit der zähesten Willenekraft selbst
herausgearbeitet. Als gegen Abend der Insanterieangriff
einsetzte, trat er, aus der Dequng
tihn hervorbrechend, an die Spigz= seines Halb
zuges und riß ihn, während die erflen Franzosen
sc,on in die Soppe sprangen und die schwach
1½ - zurückzudrangen suchten, zum Ge.
Dn. daßs der Gruben int in eigenem
Besce verblev. Silberne Medaille.)
Kr. A. Schon im Beginge des am 1. Augufsl
1010 von zwei Kompagnien Reserve. Infanterie-Regiments
Nr. 15 im Bergualde südlich des
Forts N. ansgeführten Sturmes, oer die Frandesen
um ein beträchtliches Steck urückkrieb
unten von einem der beigegebenen Raschinengewehre
der Fährer verwundtt und ein Mann
der Bedienung getötet worden, doch übernah: n
Gefreiter der Reserve Johann Orlner, ein von
Prutting, B. A. Rosenheim geburtiger Schloisen
aus Manden, als Richtschütze rasch das Gewehrt
und brachie es nmährend de: B.rhzehens mindestens
zwölsmal in neue Stellungen, wobei er
es trotz der durch das wiederholie Weiterschieppen
verursachten lörperlichen leberanitcengung
steto mit gleicher Ruhe und Sche't bediente.
Unterosfizier der Reserve Johann Mahr. Bergmann
von Etfingen, Kreis Forbach i. L., folgle
als Führer des zueiten Masckinengewehrs der
andern Kompagnie, spornte schon vor dem
Sturm seine Bedienungemannschiaft wie auch die
Sturmtruppe zu sneldigem Vor-# Sehen an und
ß. ungead let der ringaum eim dlagenden
eigenen und seindlichen Grangten auf der Binstwehr
des Grabens sreisteyend, mi einem Insanteriegen
ehr eine Anzahl weißer und schwarzer
Frauz#en nieder, um sodann beim Angriffe
selb mit seinem Kleingeschüb als einer der
ersten aus der Stellung vorzubrechen. Da der
Anlaus starle Behinderung duräi das Zeuer
zueier französischer Masch nengemehre fand,
nahm sie Mohr unter wirisaine: Neuer und
ermöglickte o ihre Wegnahme derch uniere In
santerie. Darauf verteilte er sein: Bediennug
auf beide Ge euehre und ließ di esosort negen
ihre früheren Besitzer in den Kamyf treten. Als
der Feind am 2. August die lags zuvor verlerene
Stellung wieder zu geminnen versup#te,
nahm er ihn gleich beim Verlasten des Grabens
unter Feuer und erslickte den Angriff im Keime.
Bereit= Inhaber des Eisernen Kreuz= s. erhiel.
ten Ortner und Mohr, dessen Bruil auch dar
Miitär- Verdienstkreuz schon läuger schmückte,
für ihren rühmlichen Anteil an dem erjolgreichen
Sturme die Goldene Medaille.
Auch zu Bause muß Nieser Erieg mil alen
Witteln geführt werden; eine der vorurhußen
Dä#c#ten der ZuFansegebliebrnen muh hHenute
die Ablieferung alles in ihrem Desth defindischen
gemünsten und ungemünzten Goldes seln.
hayerssches oObeiland.
Uohenaschau, 1. Januar. Die Beerdigun
der Frau von Hillern trug einen ebenf? würdigen
als bergic, en Charakter. Trog des Wun.
sches der Familie, megen des Kr n•. von
Kranzspenden arzusehen, traf doch eine große
Jahl solcher ein, besonders mit Kondolenz des
gesamten großherzoglich-badischen Haus: eine
Blumenspende der GCroßherzogin Luise von
VBaden. Um halb 9 Uhr beuegte iĩich der
Trauerzug vom Sterbehaus, der Rula Grötzich
in Hohenaschau, auf der Straße nach Wieder.
aschau zu. nachdem die Zöglinge des Kinderheimes
noch ein Trauerlied gesungen hatien,
Vor dem teichbekränzien Trauer###gen ichritt
bie Geistlichleit, hinter derselben die Aunverwandten,
voran Profefor Zeno Diemer mit
Sbnen. Reicherat Cramer Klett mit F Fran Gemahlin,
die sonstigen Trauergälle, und die
sahlreicke O etseinnohnerschaft. Unter feieilichem
Trauergelähte zog man in Niederaschun mit
seiner imposanten doppeltürmigen Kilche ein.
Neben der Goltesackerkapelle war im schöngeic.
genen Crierhof die Gäabesstelle der berühmten
Dichterin und edlen Frau ausgewmähmt. Nach
der Lilurgie hielt HH. Schloßlaplun Dr. Röd
die nach Inhalt und Form vollendete Grabrede.
Er fiellte die hohe literarische Bedeutung des
Lebenswerles der Dichterin dar, betonte den
tiefen Gehalt ihrer Werie und den religiosen
Zug, der durch dieselben ging. Ihr Leben war
ein Ringen nach Wahcheit, Tasten nach
Licht, Suchen Gottes, und sie fand ilm: nach
schmeren Seelenkämpfen in einem durch den
Glauben veredelten Tod. Noch am Tage vor
der Christnacht empfing sie ohne Todesahnung
die hl. Sakramente, unter den Cebeten der
lexten hl. Oelung verschied sie. Nach der ergreifenden
Grabrede sang der Kirchenchor das
„Seiig die Entschlafenen“ von Mendelssohn.
Hierauf sprach HH. Pater O. S. B. Stephan
namens der Benediktiner von Scheyern und
Ettal; er hob den wahrhaft klindlichen Glau.
ben der Verstorbenen hervor. Herr NReichsrat v.
Cramer-Kleit jegte mit ebenfalls ergreifenden
Worlen namens der Gemeinden von Aschau, seines
eigenen Hauses und aller Freunde der Veri-4bDfrbenen,
Hauptlehrer Feldigl namen; der
danklaren Gemeinde Oberammergan einen
Kranz nieder. Oberammergau wiro ihrer als
Dichterin, Beraterin und Helferin in miancher
Familienforge niemals vergessen. Hierauf fan.
den die lt in der Pfarrkie “ stats.
wobei der Kirchenchor unter der treffli
lung des Heren Lehrers ein Ne oon a4
ner, eine Messe von Gruber, ein Offertorium von
Mendelssohn und Beimingers Vibera !14
Nach der Trauerfeier kamen immer noch i
und Beileidstelegramme an.
Komnnugles.
Oeffentliche Sitzung
des Kollegiums der Gemeinde--Bevollmächtigten
Mitlwoch, den 3. Januar 1917,
nachmittags 3 Uhr.
Tagesordnung:
1. Wahl der Vorstandschaft pro 1917.
2. Bekanntgabe magistrat scher Zuschtinten.
3. Gasmerk, ier Etatsvariant.
4. rieasunte: statzung ftädtischer Anteit r Famiien.
5. E#ledigung der noch ausständigen Etots pro
Geheime Sitzung:
Teuerungszulage an die flädtischen Beamten
und Bediensteten.
Lotalnachrichen
Rosenheim, 2. Janua.
Auf dem Felde der Ehre gesalten
Johann Mittermayer, Oelsonomssonn aus Ean
mie:-Prien, Soldat im Ins.-Leih-Na S#’b.-.
Anzinger. Kainzbauerssohn aus ##ie bei
Creimbartena, Soldat im 23. Res. Ins. 919
Matthäus Stlockhammer, Sägearbeiter eus
Mühldorf, Gefreiter im 2. us. Neg.. Inhaber
des Militärverdienstkrenzes . Klaste mit
Säwertern.
Auszeichnungen im
Lerch, Pionier in einer Miner vrrferlomr.
nurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Kla'se ausgezeichnet;
er ist ein Sohn der Sch= thmachers.
eheleute Verch, in Unterflintsbach, steht selt Apail
1916 im Felde und lämofte bei Verdun und
an der Somme mit. Der Inf. Joseph Krey,
Dampfsschifflassier in Prien. wurde zit dem
Tilltsrurrdiemkten 3. Ksasse mit Schwertern
ausee z#in net
Felde. Johann
ichelemarichten Anueisung e.hielten:
der Kradinutor in Fewiirahen bei Aibling
Pr. Angusten GCöll als 2. Kooperator in Cbers
berg; der Koadjutor in Oberberglirchen Pr.
Andr. Hartinger als No.#djutor in Feldkirchen
der vorm. Psfarrprediger ji„ Rosenheim U#.r
Joh. Bapt. Stassler als Vilar der erledigten
Pferrei selin: der Ausbilfspriester in Berchtezaden
Pr. Igu. Stangessinger als 1. Kaplan
daserb
Oberbaner. —J duldieust VBet uur.
den: der Vokllefhallehr## Karl Feinol in Got.
n M. Meshad:, nach Halfing. Bll. Nosenhbmm:
e lklehrer Rupert Schruger von
Grofihrlehausen, Bll. Rosenteim, zurzeit ver.
nendet an der Schule in Halfine, BlU. NRosenheim.
zur Aushilfe auf den elledigten Schuldienst
in Gotzing, ViU. Miesbam: Ne ernannt!
der Kandidat des Volieschuloienste: Jos. Seagsei
in München, zutzeil im Veere. ab 1. Jannar
zum Hilfslehrer auf die bis auf weileres mit
einem Hilselehrer zu besetzende Schulverwezersteile
an der Knabenschule in Nosenheim: die Kaididatin
des Volleschuldiensles Klara Op.
renrieder in Unterlaus, BA. Aibling, zuczeit zur
Aushlfe in Leobendors. B. Laufen, unter vorläufiger
Belafs. ung daselbst zur Hilfslehrerin in
Neutirchen, BüA. Laufen.
Die Jahreswende oollzog sich unter
großer Ungunst der Witterun An stürmendem
Föhn ist das alte Jahr zu Ende gegangen,
und die Glocken, die am Sirveslerabend von
den Kirchtürmen tönten, liangen machtvoll
zusammen mit dem Sturmorchester um Haus
und Haf. Das Jahr, das sich von uns wendete,
war so gesättigt voll von Ereic#nmien, Taten
und Opfern, wie sie kein Lebender vorher er
fuhr. Aber zum letzten Stundenschiag klangen
die Gläser zusammen. Die Segenswünsche kreuzten
sich. Die heißesten Wünsche brieben wohl
freilich, wie so oft, zwischen Lippe und Kel.
chesrand ungusgesprochen. Da und dort lrach#e
ein Pitolenschuh vurs die Luft. Jetzt stehen
wir schon mit veiden Füßen im neuen Jahr.
Ungebärdig hat es sich einoefährt. Aber das
Alte war nicht nur laut und Mürmisch, es war
auch reich an erbaulicher Zuversicht. Es hat
im letzten seiner Monate über allen Kamopf.
und Siegeszeichen eine Fahne enlfaltet, auf
der das Wort Frieden als Verheitung sland.
Dieses Wort wird stehen bleiben, und seine
Kraft wird wachsen mit der Sonnenrraft des
weuen Jahres. Es wird noch frieren u. schneien
und stürmen müssen — und wird doch Frühling
werden.
Eine Schwindlerin. Eine Flauensparfon
schwindelte bei Säcklermeister Gilg dahter einen
japanischen Marderpelz im Werte von 104 Mé.
heraus. Die Täterin ist ermttteit.
Die Bayer. Handelsbank, welche bereils
im Vorjahre ihren Beamtm und Vediensteten
mehrmals eine Teuerunzos###e bewilligte,
tie eine solche auch für das
1. Quartak 1917 an das im Dienst befindliche
Persohal, Die zum Heeresdleuft eingerückten
Angestellten erhielten idre vollen Bezüge ohne
Unterbeechung, soweit sie bei Kriegsbeginn
schon in Diensten der Bank standen, *
Nachtdienst in den Apotheken. Wir
machen unsere Leser aufmerksam, da Fim Monat
Jamoor die Engel-Apotheke, Ecke Bahnhof, und
Münchenerstraße, den Nachtdienst zu wenhegen
hat. Iu diesem Monat ist von abends 8 lihr
bis 7 ühr morgens nur die obengenannte Ap#.
theke zugänglich.
Uusall am Heubecg. Mehrere junge
Leute aus Rosenheim unternahmen am Somtag
am Heuberg (Badosen) eine Klekterparlie. brit
der sie sich anseilten. Das Sell rih, und ein Teil.
nehmer stürzte etwma 20 Meter in cine Latsche,
blieb aber glücklicherweise bort hängen. Leicht
verlett an Fuß. Arm und Ropf, wurde er von
seinen Kameraden geborgen u. noch Nußdorf zur
Rücklehr nach Rosenheim gebracht.
Natxr und Thealer.
Volksheater. Das Nosenheime: Vaklks.
theater hatte auch über Neujahr wieder zwei
sehr gute Tage, die zeigten, daß Back unf seine
darssellenden Kefte bei den Freunden unseres
Vollslleaters in hoher Gunil stehen. An einem
Abem gingen „Girgl und Waberl“, am anderen
„Nathias Gollinger“, üaber die Bühne,
Voll- sücke, die zu ar für uns nicht mehr neu,
cber immer noch sehr zugkräfti find. Beide
Ausführmungen erfreuten sich eines sehr guten
Vesucke; und zeichneten sich durch flotte Darstellungolunft
und abgerund ete Einzelleisingen
aus, de mit reichem Beifall bedacht wurden. Am 1
criten Spieltage folgte der Aufführung noch eine
gemülliche Silvesterseier.
Der Weltkrieg.
I# #eisge.
AUbenöbericht.
Berlin, 1. Jan. Amtlicher Abend.
WITB.
bericht.
Nur an der rumänssch-russischen Front lebhafte
Kamuftätigkeit.
Das Sriebensangebot.
die Heuchelei der Antwor
BVerlin, 2. Jan. Er znibt wohl keinen Menschen
in Deutschland, der nicht in der zezten Zeil
mit der Ablehnung des Friedensangebotes gerechnet
hätle. Es wird deshalb niemand cr.
schüttern, daß sie erfolgt it. Aber das gröfte
Erstanen muß überall die Begrundung eregen;
ihre ganze Leichtfertigkeit, Lügenhaftig.
leit und Einsalt stehl in einem schcoffen Gegensatz
u den furchtbaren Ereignissen, die sie zur
Folge haben muß. Es ist schwer erkdelich, daß
101 Männer ihren Namen unter dieses Schriftstück
habe#n setzen können, ohne zu erröten.
Jom und Atscheu muß jeden Rechtschaffenen
erfullen angesichts dieser schamlosen Heuchelei,
angesichto der verstockten Bosheit und schmählichen
Niedertracht, mit denen die Schuldigen
an dieser unheilvollen Katastrophe Recht und
Gerechligkeit zu seilen Mägden herabwürdigen,
nm um ihre Schuld zu verdecken. Es wird ihnen
nicht gelingen. Die Anturort auf oie Ablehnung
unseres Friedensangebi'tes uied ihnen das
Schuert Deutschlands und seiner Verbündeten
erteilen und diese Antwort wird furchtbar sein!
Unsere Feinde wollen den Frieden nicht und so
lommt denn das Blut, das noch fließen muh,
über sie.
Es ist nicht möglich, deut,icher zu erklären,
daß man keinen Frieden und keine Friedensverhandlungen
will, dah man gar kein Gewicht
darauf legt, unsere Bedingungen kennen zu
lernen und daß man die Kriedenzmunsche u
neutralen Staaten unberüchichtigt läßt. Eine
geschtiebene Antwort auf dieses Dolumentscheint
nicht mehr nötig. Die Antwort kann nur auf den
Shlachtfeldern erteilt weroen. Darum muß
der Armeebefehl, mit dem der Kaiser unser Friedensongebot
begleitet hat, zur Parole des neuen
Jahres werden. Es ist jegt nicht mehr daran
zuzweifeln, daß Hindendurgs Wort: „Es geht
um Sein oder Nichtsein“ zur Wahrheit wird.
der Sinn der Note bedeutet, dasß man
Deutshland dazu dbringen möckte, vor allem
in bet belgischen Frage nachzugeben.
Die Antwort der Entente on Wilsen.
Genf, 2. Jan. Wie „Pe#tit Parisken“ berichtet,
wird die Antwort der Alliierten auf die
Note Wilsons Ende der Woche überre##t u. verössenllicht
werden. Sle soil von aus#gemöhn
lichr Bedeutung sein und eine bieher umveröffènllichte
Darstellung Uber Mane der Enteitto
entholten. * #