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auf den feuchten und nassen Stellen von Buchenrevieren, Eichen in
kleinen besonders fruchtbaren Mulden, Fichten auf Steinköpfen, Kiefern
auf ärmeren Boden u. s. w.
2. Wenn eine langsam wachsende lichte Holzart neben einer schnell
wachsenden schattenertragenden kultivirt werden soll, z. B. Eichen in
Fichten und Buchenbeständen.
3. Beim Ueberhalten von Holzarten zum zweiten Umtrieb, um
den Boden während des Heranwachsens des jungen Bestandes unter
Schutz zu halten.
Zum Schluß sei noch bemerkt, daß man eine dauernde und eine
zeitweise Mischung unterscheidet; bei dauernder Mischung werden die ver-
mengten Hölzer mit gleichem Umtriebe, bei zeitweiser mit ungleichem
Umtriebe behandelt; in letzterem Falle dient eine Holzart entweder als
Schutz= oder als Treibholz, die weggenommen wird, nachdem der Schutz
entbehrlich oder der Boden gebessert worden ist. Ferner unterscheidet
man noch: einzelständige, gruppen= oder horstweise, gleichzeitige und un-
gleichzeitige, gleichaltrige und ungleichaltrige, platzweise, reihenweise,
streifenweise Mischung oder in Bändern (sehr breite Streifenl).
8177.
Wechsel der Holzarten.
Ein regelmäßiger Wechsel der Holzarten, wie z. B. die Früchte
beim Feldbau, ist beim Waldbau deshalb nicht nöthig, weil die Bäume
den größten Theil der Nahrung, die sie dem Boden entziehen, durch
Laub- und Nadelabfall, d. h. durch die Bildung des Humus wieder
zurückgeben und durch den Schirm ihrer Kronen den Boden vor Aus—
hagerung schützen; man erreicht eine Bodenverbesserung eher durch
Mischen verschiedener Holzarten. Man wechselt beim Waldbau nur
dann und zwar dauernd, wenn man entweder eine lohnendere Holzart
nachziehen oder wenn man andere Holzarten einsprengen und sich so
die Vorzüge der gemischten Bestände sichern will.
Charakteristisches unserer wichtigsten Waldbäume.
Die Eiche. Quercus.
8 178.
Allgemeines.
Ueber den Unterschied der beiden wichtigsten Eichenarten Quereus
robur Traubeneiche und Guercus pedunculata Stieleiche vergleiche die