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Er saugt nun wie ein Schwamm den Talg ein, der unter ihm in
der Hitze der Flamme flüssig geworden ist. Sobald dieser frische
Talg in den Bereich der Flamme kommt, wird er sogleich in
Leuchtgas verwandelt und verbrennt. In dieser Weise geht's fort:
Das Licht erzeugt das nötige Leuchtgas immer von neuem selbst
und kann dater ruhig weiter brennen. Nun ist's auch erklärlich
weshalb der von einer eben ausgeblasenen Kerze aufsteigende Rau
so leicht brennt, sobald man ihm ein brennendes Streichhölzchen
nähert. (Nach Karassck.)
Das Thermometer.
Plan:
I. Versuche, die beweisen, daß Wärme die Körper ausdehnt
und zwar: die festen, die luftförmigen, die flüssigen.
II. Beschreibung des Thermometers: a) Röhre. b) Füllung.
9 Skala.
III. Nutzen.
Ausführung:
Die steigende Wärme dehnt alle Körper, feste, flüssige und
luftförmige, aus, so daß sie einen größeren Raum als vorher einnehmen.
Eine kupferne Kugel, die in kaltem Zustande genau durch
einen Ring geht, ist, wennsee erhitzt wird, mit der größten Gewalt
nicht hindurchzubringen. Eine Blase, die nur schlaff, etwa halb,
mit Luft gefüllt ist und dann fest zugebunden wird, nimmt in der
Nähe des Ofens schnell alle Eigen ckasten einer vollständig gefüllten
Blase an, weil die darin enthaltene Luft nach der Erwärmung
einen größeren Raum einnimmt. Ein Gefäß mit Wasser, das
einen sehr engen Hals hat und ganz gefüllt wird, läuft über, sobald
es erwärmt wird.
Hierauf hat man eine Vorrichtung gegründet, die steigende
oder abnehmende Wärme deutlich zu beobachten und zu messen,
das ist das Thermometer oder der Wärmemesser. An jedem Thermometer
sind drei Teile zu unterscheiden: die Röhre, die Flüssigkeit,
womit diese gefüllt ist, und die Skala oder Gradeinteilung. Die
Röhre des Thermometers ist aus weißem oder rotem Glas gefertigt;
sie ist sehr dünn, überall gleich weit und erweitert sich am unteren
Ende zu einer hohlen Glaskugel. Die Röhre ist samt der Kugel
luftdicht verschlossen. Zu ihrer Füllung verwendet man Quecksilber,
seltener gefüärbten Spiritus. Das Ouecksilber füllt die Kugel ganz
und die Röhre teilweise. Der Raum über dem Ouecksilber ist
durch Erhitzen des letzteren luftleer gemacht worden, und darauf
hat man die obere Offnung zugeschmolzen. Die Thermometerröhre