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verkehr in großerem Umfange bedienen können. Wo die
Beförderung auf derartigen schmalspurigen Straßenbahnen,
Kleinbahnen oder Nebenbahnen möglich ist, sollen diese zur
Entlastung der Hauptbahnen tunlichst für den Transport
herongezogen werden.
* Gleisonlagen in den fabriken.
Die „Abteilung für kriegswirtschaftliche Transporte“ des
Chefs des Feldeisenbahnwesens weist auf solgendes hin:
Ein großer Teil der Verstopfung der Bahnhöfe und der
damit zusammenhängenden schwierigen Transportlage
im allgemeinen ist damuf zurückzuführen, daß die Gleisanlagen
in den Fabriken nicht so entwickelt sind, daß sie
einen gesteigerten Verkehr bewältigen können.
Folgende Punkte werden daher dringend der Beachtung
empfohlen: .
1. Genau berechnen, was die Gleisanlage der Fabrik
im Tage verarbeiten kann, dementsprechend die Bestellungen
bei anderen Firmen einrichten.
2. Ist durch eine Betriebsstörung die Aufnahmefähigkeit
der Fabrik eingeschränkt, schnell den Zulauf der
Wagen bei den Absendern abstoppen und mit allen
Mitteln das Entladegeschäft fördern. — Unter Umständen
kann die Kriegsamtstelle die Gestellung von
Mannschaften und Beförderungsmitteln bewirken.
3. Bei Neubauten von Fabriken von vornherein Rüccksichtnehmen
auf eine genügende Gleisentwicklung und
Entlademöglichkeit. Dasselbe gilt bei Erweiterungsbauten.
Die Gleisanlagen sind nur scheinbar unrentabel.
Ausreichende Anlagen allein können volle
Leistungsfähigkeit der Fabrik bringen.
4. Sachverständige für die Beurteilung der Gleisanlagen
können durch die zuständige Linienkommandantur
oder die „Abteilung für kriegswirtschaftliche
Transporte“ des Feldeisenbahnchefs, Berlin NW 40,
Moltkestraße 8, vermittelt werden.
* Der außerordentliche Bedarf an Eisenbahnwagen
macht Selbstbeschränkung und Wirtschaftlichkeit bei der
Naumverwendung zur vaterländischen Pflicht. Diese
gebietet:
1. Begrenzung der Wagenanforderungen auf die wirklich
bringenden Transporte.
2. Volle Ausnutzung des Laderaumes oder Lade-Kwichtes,
soweit angängig bis zur vollen Tragfähigkeit der
3. Sofortige beschleunigte
bereitgestellten Wagens.
4. Bezug der Güter möglichst ans der Nähe zur Vermeidung
weiter Tranusportwege.
R
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Be. oder Entladung jedes
Beschleunigung der entladung von Glenbahnwagen.
Die Kriegsamtstelle Münster weist darauf hin, daß besondere
Schwierigkeiten bei der Entladung entstehen, wenn
die Eisenbahnwagen an Sonntagen entladen werden
müssen. Da die meisten Betriebe Sonntags ruhen, stehen
ihnen keine Arbeiter zur Verfügung, auch fehlt die zum
Betriebe von Kranen, Anfzügen, Seilbahnen usw. erforderliche
Kraft.
Zur Abhilfe regt die Kriegsamtstelle an, daß die
Güterabfertigungen von den Linienkommandanturen angewiejen
werden, nach Möglichkeit den Empfänger schon Tags
önvor sofort nach Einlaufen des belr. Güterzuges von der
Krlegsamt., Rmtliche Mittellungen und Mackurschfen
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Ankunft und der Anzahl der für ihn bestimmten Wagenladungen
unter Angabe des Zeitpunktes, an dem mit dem
Entladen begonnen werden kann, zu benachrichtigen.
Die Linienkommandanturen werden ersucht, hiernach
zu verfahren. -
* Verkehrsverteilung durch Staffelung der
Arbeifszeit.
Krlegsmialsterium.
riegsamt.
Krlegs-Ersatz- und Hrbelts-Departement.
Rr. 198 1. 17. KNZ S. 1
— Aus Anlaß der Betriebseinschränkung der Berliner
Straßenbahnen sind Schwierigkeiten bei der Hin- und Rickbeförderung
der Arbeiter zu und von den industriellen
Werken entstanden. Die Siemens-Schuckert--Werke und die
Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft haben, um diesen
Schwierigkeiten zu begegnen, durch eine Staffelung des
Verkehrs vorbildliche Maßnahmen getroffen. Diese bestehen
darin, daß die Arbeitszeit nicht gleichzeitig beginnt,
sondern werkweise, mit einem Abstand von etwa 10 Minuten.
Dementsprechend staffelt sich auch der Arbeitsschluß
durch die Verteilung der Arbeitermassen auf verschiedene
Zeiten und der Verkehr wickelt sich dann naturgemäß
glatter ab. Dort, wo ähnliche Schwierigkeiten durch Betriebseinschränkungen
der öffentlichen Verkehrsmittel entstehen,
wird ein gleiches Verfahren allen größeren Werken
zu empfehlen sein. Wo viele kleinere Werke vorhanden
sind, empfiehlt es sich, eine Einigung zwischen diesen dahin
anzustreben, daß sie die Arbeitszeit in Abständen beginnen
lassen.
J. M.
Frodien,
Dringlichkeitstransporte nach dem neutralen und
verbündeten Husland,
(Unmittelbare Zuheitung der Rnträge an die Kbteikung kür
us- und Einfuhr des Kriegsamtes (As), Berlin W 35,
Pofsdomer Str. 121 b.)
KNrlegsminifterlium.
Krlegsamt.
RNr. 321/1I. 17.RS
vom 25. I. 1917.
Kuszug.
Folgende Verfügung wird bekanntgegeben:
Für die Beurteilung der Dringlichkeit der Versendung
von Waren in das neutrale und befreundete Ausland, die
als mittelbare Heereslieferung anzusprechen sind, ist die
Abteilung für Aus- und Einfuhr des Kriegsamtes zuständig.
Sämtliche Anträge auf Zulassung solcher Transporte sind
der Abteilung für Ans- und Einfuhr auf dem schnellsten
Wege unmittelbar zuzustellen. — Die Abteilung leiket die
Anträge mit Neußerung an die Kriegsamistelle, in deren
Bezirk die Ware zum Versand gelangt. ·
Die Kriegsamtstelle hat auf Grund des Vermerks der
Abteilung für Aus= und Einfuhr bei der zuständigen
Linienkommandantur das Weitere zu veranlassen.
Auch Beschwerden und Klagen, die sich auf die Durchführung
der Auslandstransporte beziehen, sind der Abteilung
für Aus- und Einfuhr zuzuleiten.
Die Linienkommandanturen werden durch den Feldeisenbahnchef
(Kr. W.) entsprechend angewiesen.