werbsfähigkeit im Kampfe für das Vaterland verloren haben,
nicht zugemutet werden soll auf dem für die Armenpflege geltenden
Wege Hilfe zu suchen. Die Stadt arbeitet in enger
Fühlung mit den für die Invaliden getroffenen Einrichtungen
(Heimatdank, Frauendank 1914 usw.). Etwa notwendige Untersuchungen
der Kriegsinvaliden übernimmt der leitende Arzt am
Diakonissenhaus, Herr Prof. Dr. Lange. Die eventuellen städtischen
Unterstügungen sollen aus einer besonders beantragten Verfügungssumme
gewährt werden und gelten nicht als Armenunterstützung.
Es steht außerdem den wegen einer Dienstbeschädigung entlassenen
Militärpersonen frei, wenn die Rente unzulänglich ist,
zunächst beim zuständigen Bezirkskommando eine Erhöhung zu
beantragen. Gegen dessen Entscheidung steht ihnen die Beschwerde
an das Generalkommando und weiter an das Kriegsministerium
zu.
b) Verein Heimatdank für die Stadt Leipzig.
Der WVerein Heimatdank für die Stadt Ceipzig (e V.) verfolgt
als Glied der das ganze Königreich Sachsen umfassenden
Stiftung Heimatdank den Zweck, in seinen Grenzen den
Kriegsinvaliden und Kriegshinterbliebenen die neben der militärischen
Heilbehandlung und der reichsgesetzlichen Rentenversorgung
noch notwendige soziale Fürsorge angedeihen zu lassen
und ihnen dadurch die künftige Gestaltung ihrer wirtschaftlichen
Lage nach Kräften zu erleichtern.
Die Fürsorge wird geübt durch Berufsberatung, Arbeitsvermittlung,
Auskunft über Versorgungsansprüche, sonstige
Unterstützung.
Für die Berufsberatung und Arbeitsvermittlung
besteht im Grundstück Münzgasse 24/26 eine besondere Vereinsfürsorgestelle
(Geschäftszeit vormittags 8—½1 Uhr und nachmittags
3— ½7 Uhr). Dort erhalten alle die Invaliden, deren
Fähigkeit, ihren bisherigen Beruf auszuüben, durch ihre Verwundung
nicht eine so wesentliche Beeinträchtigung erfahren
hat, daß ein Berufswechsel notwendig ist, die erforderliche berufliche
Beratung — nach Befinden durch besondere Berufssachverständige.
Dort werden ferner Arbeitstellen vermittelt
und Auskünfte über Versorgungsansprüche erteilt.
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