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Der Fraß ist leicht daran kenntlich, daß die Nadeln selten ganz
abgefressen werden, sondern kleine Stümpfchen überbleiben, meist werden
auch nur die vorjährigen Nadeln gefressen, von denen die Mittel—
rippe stehen bleibt, erst in der Noth kümmernde Maitriebe. Bei der
Berührung der Zweige verrathen sich die immer in Haufen sitzenden
Räupchen durch Emporschnellen des Kopfes.
Der unter den Bäumen liegende Koth hat eine rhombische Form.
Mit Vorliebe werden unterdrückte, schlechtwüchsige, freiliegende
oder Randbestände befallen, erst bei größerer Ausdehnung greifen die
Raupen auch das Innere großer Bestände an und werden dann, da sie
kahl fressen, sehr schädlich; in kräftige Schonungen kommen sie fast nie.
Das einzige sichere Mittel ist das Sammeln der Raupen im Mai
und Juni oder September und Oktober, wenn die Räupchen noch in
Klumpen fressen, indem man die befallenen erreichbaren Zweige in
untergehaltene Gefäße oder Tücher abschüttelt oder die Raupen zerquetscht
oder älteres Holz bei kaltem Wetter anprällt, öfter haben sich auch mit
Raupenleim bestrichene Stangen bewährt, die während der Schwärm—
zeit aufgestellt werden.
Die nackte Raupe hat ebenso zahlreiche und dieselben Feinde als
die Eulen- und Spannerraupe. Die natürlichen Feinde in der Thier—
welt bilden auch hier das Hauptgegengewicht. Mit ihr fressen meist
noch andere ähnliche, meist schwer zu bestimmende Blattwespengattungen
zusammen.
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Die große Kiefernblattwespe. Thenthredo (Lyda) pratensis.
Die Wespe ist größer als die vorige, oben schwarz mit vielen
gelben Flecken auf Kopf und Bruststück und rother Einfassung des
Hinterleibes. Die grüne nackte Raupe hat nur 6 deutliche Füße vorn
und 2 auswärts gerichtete Spitzen am letzten Ring; die kahnförmigen
grünlichen Eier sitzen einzeln an den Nadeln, die Puppen ohne Cocon
in kleiner Höhle in der Erde. Koth in einem Gespinnst in den
Zweigen. Die Raupe frißt aus ihrem Gespinnst heraus die Nadeln,
die sie vorher abbeißt, und wandert allmählich von unten nach oben,
das Gespinnst immer vergrößernd. Der Hauptfraß findet vom Juni
bis August statt; die Wespen schwärmen lebhaft im Mai bis Juni.
Kenntlich ist der Fraß daran, daß die Bäume unten ganz kahl gefressen