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bei den gesocenen Kanonen aufänglich
1:13 bis 1:10. Erst als man Guß-=stahlringrohre
fertigen lernte, erreichte
man ein solches von 1:4 und damit Ansangsgeschwindigkeiten
von 500 m und
darüber. Einen ähnlichen Entwickelungsgang
hatte die L. der Handfeuerwaffen,
bei denen jetzt Rleichfauls ein Ladungsverhältnis
von 1:4 bis 1:5 gebräuchlich
ist; . Geschütze und Minen.
Ladungsraum, der zur Aufnahme von
Geschoß und Ladung bestimmte Teil der
Seele von Feuerwassen, vgl. Geschütze.
Ladungsverhältnis, 1 Ladung.
Lasfeten, Schießgerüste der Geschütze.
Je nach der Geschützart zerfallen sie in
Kanonen-, Haubitz= und Mörserlaffeten;
nach Art und Ort ihrer Verwendung
in Feld-, Gebirgs-, Belagerungs-,
Festungs-, Kasematten-,
Küsten-, Schiffs-, Turm-,
Boots= und Landungslaffeten; nach
ihrer Konstruktion in Räder-, Rahmen-,
Gestell-Depressions-,Masken-,
Minimalschartenlaffeten;
nach dem Material in hölzerne, gußeiserne,
schmiedeeiserne und t
lerne L. Im allgemeinen bestehen die
L. aus zwei auf der hohen Kante stehenden
meist parallelen Wänden, welche durch
Riegel auseinander und durch wagerechte
Bolzen zusammengehalten werden. In
der obern Kante der Wände, nahe über
der Achse, wo eine solche vorhanden, befinden
sich die Schildzapfenpfannenlager,
in denen das Rohr liegt. Unter
dem Bodenstück sitzt zwischen den Wänden
die Richtmaschine, deren Schraube bei
Rohren ohne Hintergewicht mit diesen
drehbar verbunden ist. Die Richtmaschine,
die Höhenrichtung bewirkend, besteht bei
den Schiffs= und Küstenlasseten aus je
einem zu den Seiten des Bodenstücks
drehbar an diesem befestigten Zahnbogen,
daher Zahnbogenrichtmaschine,
in welche die Vor elege der Lafsetenwände
eingreisen. Alle übrigen L.
haben Schraubenrichtmaschinen, die
ältern mit einfacher, alle neuern mit Doppelschrauke
und flachen Gewinden. Bei
diesen schraubt sich auf der mit dem Rohr
oder der Richtsohle verbundenen innern
Ladungsraum — Laffeten (Beschreibung).
Richtschraube mit Rechtsgewinde die
äußere Richtschraube, die mitihrem äußern
Linksgewinde sich in dem Muttergewinde
der Richtwelle dreht. Im Lauf der
Zeit sind in der Bewegungsart der Doppelschrauben
verschiedene Konstruktionen entstanden,
die aber alle auf dem Prinzip beruhen,
daß durch die Zusammenstellung
von Rechts= und Linksgewinde die Bewegung
sich verdoppelt, das Richten also
beschleunigt wird. Bei den meisten ist
die äußere Richtschraube in der Nabe eines
Greifrads (Kurbelrad) eingenietet, so
daß sie sich also mit diesem dreht. — Das
hintere Ende der L. (Laffetenschwanz)
endet bei den Feldlasseten in eine Protzöse,
bei den übrigen Räderlaffeten hat der
Schwanzriegel ein Protzloch zum Aufprotzen
der Laffete.
Die genügende Haltbarkeit als selbstverständlich
vorausgesetzt, müssen die L.
vor allem die leichte, rasche und sichere
Bedienung der Geschütze beim Schießen
begünstigen. Die meisten L. dienen auch
zugleich als Fahrzeuge und haben daher
auch allen an dies u stellenden Ansprüchen,
dem Gebrauchszweck der Geschütze
entsprechend, zu genügen. Am schärfsten
tritt der Charakter als Fahrzeug naturgemäß
bei den Feldlaffeten hervor.
Um den taktischen Bedingungen der Feldartillerie
ju entsprechen, müssen sie die
größtmögliche Beweglichkeit besitzen, leicht
und rasch bedient werden können. Der
Beweglichkeit wird durch hohe Räder und,
zur Verminderung der Achsenreibung,
durch dünne Achsschenkel und passende
Metalle für Achse und Nabenbuchsen
(Gußstahl und Bronze) Rechnung getragenz
doch ist der Rad öhe durch das handiche
Bedienen und die möglichst tiefe
Schwerpunktlage des Fahrzeugs, um das
baldige Umwerfen bei schiesem Räderstand
zu verhüten, eine Grenze gesteckt. Von
besondrer Wichtigkeit ist die Art der Verbindung
zwischen Vorderwagen (Protze)
und Laßzeie Beiden deutschen Feldlaffeten
hält die Deichsel mit aufgehängter Vorderbracke
der ausgeprotzten Laffete das
Gegengewicht, was dadurch erreicht ist,
daß der Protzhaken, über den die Protzöse
des Laffetenschwanzes gehängt wird, in