Metadata : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1914 (91)

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Beginn  des  Monats  ein,  der  auf  das  eine  solche  Veränderung  nach  sich  ziehende  Ereignis
folgt.  In  den  Fällen  des  Art.  15  Nr.  4  hört  das  Recht  auf  den  Bezug  des  Ruhegehalts
mit  der  Verkündung  des  Urteils  des  Disziplinarhofs  für  Körperschaftsbeamte  oder  mit  der
Rechtskraft  der  Entscheidung  der  Kreisregierung  auf.

(2)  Findet  im  Falle  des  Art.  16  Nr.  1  die  Wiederbeschäftigung  nur  vorübergehend
gegen  Taggelder  oder  gegen  eine  anderweite  Entschädigung  statt,  so  bleibt  dem  Ruhegehaltsberechtigten
  für  die  ersten  sechs  Monate  dieser  Beschäftigung  der  Ruhegehalt  unverkürzt
  und  tritt  erst  mit  dem  Beginn  des  siebenten  Monats  die  Bestimmung  des  Art.  16
Nr.  1  in  Wirkung.

Dritter  Abschnitt.
Bewilligungen  für  die  Hinterbliebenen.
Art.  19.

(1)  Stirbt  ein  im  aktiven  Dienst  stehendes  Mitglied  der  Pensionskasse  mit  Hinterlassung
einer  Witwe  oder  ehelicher  Kinder,  die  mit  ihm  in  häuslicher  Gemeinschaft  gelebt  oder  das
achtzehnte  Lebensjahr  noch  nicht  zurückgelegt  haben,  so  ist  diesen  Hinterbliebenen  das  in
festen  Bezügen  bestehende  Diensteinkommen  des  Verstorbenen  bis  zum  Schlusse  des
Sterbemonats  von  der  Körperschaft  zu  belassen.  Außerdem  haben  diese  Hinterbliebenen
und  ebenso  die  Hinterbliebenen  eines  im  Genusse  eines  Ruhegehalts  stehenden  Kassenmitglieds
  als  Sterbenachgehalt  für  die  auf  den  Sterbemonat  folgenden  zwei  Monate  den
Betrag  der  pensionsberechtigten  Bezüge  oder  des  Ruhegehalts  des  Verstorbenen  von  der
Pensionskasse  zu  beanspruchen.

(2)  In  Ermangelung  solcher  Hinterbliebenen  kann  die  Gewährung  des  Sterbenachgehalts
  auch  dann  stattfinden,  wenn  der  Verstorbene  erwachsene  Kinder,  Enkel,  Eltern,
Geschwister,  Geschwisterkinder  oder  Pflegekinder,  deren  Ernährer  er  ganz  oder  überwiegend
  war,  in  Bedürftigkeit  hinterläßt,  oder  wenn  der  Nachlaß  nicht  ausreicht,  um  die
Kosten  der  letzten  Krankheit  und  der  Beerdigung  zu  decken.

(3)  Die  Bestimmungen  des  Abs.  1  kommen  bei  dem  Tode  weiblicher  Kassenmitglieder
mit  der  Beschränkung  zur  Anwendung,  daß  nur  die  hinterlassenen  ehelichen  Kinder  und  auch