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rathsam, die Bitte geradezu zu verweigern, und eben so wenig
schien es den Herren vorträglich zu seyn, sie zu erfüllen.
Man that also dem Bürgerstande sehr schon, vielleicht auch
weil man schon die Idce hatte, ihn zur Ausführung der vorbandenen
Projekte zu brauchen. Man verwilligte ihm von
Allem, was er gesucht harte, ein wenig, fand aber das herrliche
Mittel, weil Alles recht freundlich und schmeichelnd verwilligt
wurde, ihn traulich glauben zu machen, daß mehr
noch, als was er gebeten, verwilligt worden sey. Man erkannte
alle königlichen Städte für frei. Dieß schien sehr viel.
Allein alle fremden Kaufleute, die ungeführ zwei Drittheile
des polnischen Bürgerstandes ausmachen, waren ohnedich
schon vorher frei. Die polnischen Juden, die Bürger von
Warschau, von Krakau und andern Städren waren ohnedieß
schen frei; die neue, hochgerühmte Frcihcit kam also nur
einigen hie und da in königlichen Städren zersireuten Individuen
zu statten; bingegen alle Bürger in den Städten, die
den polnischen Herren gehörten, blieben in ihrem alten, unfreien,
sklavischen Zustande. Man setzte es hoch an, daß
einigen der Vornehmsten vom Bürgerstande der Adel ertheilt,
und zugleich auch den übrigen Hoffnung gegeben worden sey;
aber war dieß nicht ein wahres Unglück für den Bürgersiand?
Wurden ihm nicht auf diese Weise gerade die Mitglieder entzogen,
die durch Reichthum und nakürliches Anseben sein
Hauptschutz gegen den Adel waren? Wurde nicht am Ende
die ganze, dem Bürgerstande erwiesene ncue Gnade cinc bloße
Finanzoperation, denn der Bürger, dem die neue Gnade
widerfuhr, mußte statilich genug bezahlen! Was vollends davon
zu halten, daß die vornehmsien vom Adel als Bürger
sich aufnehmen ließen, ergibt sich ohnedieß von selbst auch
auf den ersten Blick. Doch der Bürgerstand in Polen erhielt
ja auch kraft des neuen Gesetzes das Recht, Repräsentanten