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oft, wenn er, der Raths-Pensionariue, mit dem Stattbalter
uͤber etwas einig geworden, wenige Stunden nachher, sobald
der Statthalter mit dem Herzog gesprochen, ein Billet vom
Statthalter komme, mit der Nachricht, er sey anderer Meinung
geworden.
Es war also nicht Parteisache oder vorübergehende Klatscherei,
was allgemein von den Verhältnissen des Herzogs
zum Statthalter geurtheilt wurde, und die Bürgermeister von
Amsterdam wurden nach langem und reifem Bedenken endlich
unter sich einig, bei ciner Konferenz, die der Statthalter mit
ihnen um diese Zeit, die Proposstion vom 18. Mai betreffend,
zu haben wünschte, offenherzig, aber zugleich im engsten
Verrrauen gegen ihn sich zu erklären. Sie ließen also
durch den Pensionarius Visscher schriftlich aussetzen, was sie
sagen zu müssen glaubten, und baten ihre Kollegen, die Herren
Temminck und Rendorp, die zur Konferenz reisten, dem
Herrn Erbsiatthalter erst durch den Pensionarius es mündlich
sagen zu lassen, und alödann schriftlich zu übergeben. Sowohl
im mündlichen Vortrage, als in dem, was schriftlich zu übergeben
war, sollte aller Schein wirklicher Beschuldigungen gegen
den Herzog völlig entfernt und das ganze Haupt-Argument
bloß darauf gestellt werden, daß der Herzog wegen des
gegen ihn gesaßten Mißtrauens der Rathgeber des Statthalters
nicht seyn koͤnnte, viel weniger sein einziger Ratrhgeber
seyn sollte.
Temminck und Rendorp waren äußerst vorsichtig, damit
nicht kund werde, was sie dem Statthalter vortragen wollten,
um keine Verlegenheit zu veranlassen, der Ausgang sey, welcher
er wolle. Denn wenn auch die Erfüllung des geäußerten
Wunsches vom Statthalter nicht zu erhalten seyn sollte,
so war man nicht übler daran, als vorher, sobald Alles geheim
blieb, und die Herren von Amsterdam hatten denn doch