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4. Chr. Girtanner, hbisiorische Nachrichten und
politische Betrachtungen über die französische
Nevolution. Bd. 4 u. 2. Berl. 1794. 8. )
Recensent hat diese beiden Bände des vollsiändigsien und
bis jetzt besien deutschen bisierischen Werls über dic franzoͤ-sische
Revolution mit großem Vergnügen gelesen, und da
zuverläßig unter Allem, was nicht nur in Deutschland, sondern
selbst auch in Frankreich als politisches Raisonnement
über die neue frenzsische Konstirution erschienen, die Betrachtungen
von Herrn Geh. Kanzl.-Sekr. Brandes weit
das Vorzöglichsie sind, so findet sich auch in diesem Werke
des Herrn Dr. Girtanner so viel gesammelt und zum Theil
auch geläutert#, als wir bieher noch in keinem Buche ähulichen
Inhalts beisammen fanden. Herr Campe hat zu einer
Zeit geschrieben, wo es fast unmöglich war, Wahrheit zu
schreiben, und in einem Enthusicémus geschricben, der selten
ohne nachtheiligen Einfluß guf hisiorische Richtigkeir, worauf
doch zuletzt Alles ankommt, so mächtig belebt. Herrn Schulzens
Almanach ist ein schlechtes Stück Arbei, und des Mannes
ganz unwürdig, der in seiner ersten Schrift über die französische
Revolurion so Manches recht gut erzählt hatte. Neuestens
las auch Recensent, was Herr G. A. v. Halem gelegenheitlich
sogte, da er seine Blicke auf Frankreich warf;
allein — nur ein neues Beispiel, daß zum Richtigseben und
Hören und Urtheilen noch manches Andere gehört, als auf der
Stelle gewesen zu seyn. Eine geübte Beurtheilungskraft, und
dabei doch auch eine gewisse vorläufige Summe historischpolifischer
Kenmtnisse, nebst genauer Kunde alles dessen, was
svon in mehreren Schriften über diese wichtigste Begebenheir
unseres Jahrbunderks geschrieben worden, sind so unentbebr-*)
Aus den Gött. Gel. Anz. 1792. Sctück 114.