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Anstellungszeit dadurch gewinnen würden, sich im Ganzen auf 19/10 Jahre belaufen.
Ja, meine Herren, 19/10 Jahre sind im Leben eines jeden Menschen eine sehr
schätzenswerthe Spanne Zeit; wer aber jetzt nach bestandenem Assessorexamen 15 Jahre
auf Anstellung warten muß — der Herr Oberforstmeister, der das geschrieben hat,
hat das gewiß nicht durchgemacht —, zählt jeden Tag, bis er zur Anstellung kommt,
und dann sind 19/10 Jahre eine Ewigkeit für ihn. Ich bin fest überzeugt, daß es
dem Herrn Oberforstmeister, der das geschrieben hat, vollkommen fern gelegen hat,
irgend einen Hohn oder Ironie auf die Verhältnisse aussprechen zu wollen; wenn die
Herren aber, die das angeht, sagen: das klingt wie Hohn, — dann kann man es
ihnen wahrhaftig nicht verdenken.
Meine Herren, ich glaube, es handelt sich hier um einen Stand, von dem wir
Alle sagen können, er ist wie wenige im preußischen Vaterlande zur Unzufriedenheit
nicht geneigt, und Jeder von uns, der Gelegenheit gehabt hat, mit den Herren vom
grünen Tuch etwas öfter zusammen zu kommen, wird gewiß mit mir darin einverstanden
sein, daß jeder von uns eine Freude empfindet im Verkehr mit den Herren,
vor allen Dingen deshalb, weil ihnen ihr Beruf, der tägliche Verkehr im Walde fern
von allen Sorgen der Welt, die Zufriedenheit mehr erhält als den meisten anderen
Ständen. Wenn nun durch eine große Anzahl der Angehörigen dieses Berufsstandes
heute tiefe Unzufriedenheit geht, dann, glaube ich, kann die Königliche Staatsregierung
wohl überzeugt sein, daß es sich hier in der That um einen schweren Nothstand
handelt. Ich hoffe, daß der Herr Landwirthschaftsminister, der auf jedem anderen
Gebiete sein Wohlwollen und eine gerechte Prüfung gern zugesagt hat, diese auch
den Herren Forstassessoren gern wird zu Theil werden lassen. (Bravol)
Präsident: Was der Herr Redner verhandelt hat, gehört aber zu diesem Titel
in keiner Weise. Hier handelt es sich um Nebennutzungen der Einnahme. (Heiterkeit.)
Das wäre anzubringen gewesen bei den Beamten, Oberförstern, oder bei den Forstakademien.
Ich benutze diese Gelegenheit, die Herren zu bitten, daß sie ihre Meldungen bei
dem Herrn Schriftführer doch recht genau anschließend an die Titel des Etats vornehmen.
Zur Geschäftsordnung hat das Wort der Abgeordnete Krause (Waldenburg).
Abgeordneter Krause (Waldenburg): Es kann das nur auf einem Versehen bei
der Notirung beruhen, denn ich weiß mich bestimmt zu erinnern, daß ich mich für
Kapitel 2 Titel 2 zum Wort gemeldet habe.
Präsident: Ja, verehrter Herr, das ist eben nicht richtig. Kapitel 2 hat einen
Titel 2 bei den Einnahmen und auch bei den Ausgaben; der Schriftführer kann das
nicht wissen, wovon Sie sprechen wollen.
Ich habe Sie nicht unterbrochen, weil ich voraussah, daß Sie dann dasselbe
Alles bei Kapitel 2 Titel 2 der Ausgaben noch einmal gesagt haben würden. (Heiterkeit.)
Aber ich bitte, daß die Herren über diesen Gegenstand jetzt nicht weiter
sprechen, sondern sich lediglich halten an den Einnahmetitel 2 Nebennutzungen.
Das Wort hat der Abgeordnete v. Schöning.
Abgeordneter v. Schöning: Ich wollte mir eine Frage an den Herrn Minister
erlauben, die ich bereits in verschiedenen Jahren an dieselbe Stelle gerichtet habe.
Es handelt sich um die unentgeltliche Hergabe von Pflanzen aus Königlichen Forstrevieren
an bäuerliche respektive Kleingrundbesitzer. Ich weiß sehr wohl, daß mir
von dem Herrn Minister in freundlicher Weise stets gesagt worden ist, daß die