38. mnes Buc. Die #cnzun der Zukunft.
nur noch den Gegner seines volit'schen Sustems, er selbst faßte
un:2er den uneranicklichen Verbalinissen des väterlichen Hofes
einen biiteren Groll gegen den Mann, in dem die kurfürstlichen
Damen, die deseitigten Geheimerate und die Stände
den Urheber aues Unheils saben. Geflissentlich den Staatsreschaften
fern gebalten, war er überzeugt, da geschähen unrechte
OImge, die ihm verborgen bleiben sollten. Um so abfalliger
deurteilte er in dem kleinen Kreise seiner Vertranten
des Vaiers Regierung, um so mehr lebte er sich in die Vori1
Schwarsenberg würde ihn gern verschwinden sehen. Er glanbte
cs, wenn man ihm zutrug, des Herrn Meisters Sohn solle
seiner altenen Schwener Luise Charlotte (geb. 1617) vermählt
und nach seinem Tode mit Hilfe des Kaisere zu Georg Wil
belme Nachfolger erboben werden, und drohte dem Grase:
dafür den Hals zu brechen, und sollte er darüber das größte
Unglück mit seinem Vater haben! Bald glaubte er einen Beweis
für des Minisiers Todfeindschaft in der Hand zu baben.
Am 18. Juni 1335 wohnte er, wie es heißt, auf Andringen
seines Vaiers einem von Schwartenberg ausgerichteten
Gastmable bei. Anderen Tags beñel ihn beftiges Fieber; am
22. lag er schwer krank danieder. Am 30. kamen die Masern,
die er oñfenbar lange mit sich herumgeschlerpt hatte, mit anßererdentlicher
Heftigkeit zum Ausbruch. Am 6. Juli hatte er eine
so nefe Obnmacht, daß man fur sein Leben fürchtete. Aber
die Kraft der Jugend siegte: bereito am 27. Juli konnte er
nach Syandau geben, um den Vater nach Preußen zu begleiten.
JZene Zeit argwöhnte in solchen Fallen immer zunächst eine
Vergistung. Ausgesprochen freilich ist der Verdacht damale nicht.
Ob der Prinz ihn in dem Kreise seiner Vertrauten geäußert,
muß dabingestellt bleiben. Zedenfalls hat er später jene Erkrankung
auf Gift zuruckreführt und Schwartzenberg geradezu
als den Urbeber bezeichnet. So will es Doktor Garlier von
der Mublen aus seinem Munde gehoört haben. Früher schon
bat die Schwedenkonigin Marie Eleonore die auch ihr bitter
verfeindete Vartei des Herrn Meistere beschuldigt, dem Prinzen
mi: Gift nachgestellt zu baben. Bewiesen ist nichts, und eine