Dazu schrieb ich in „Unerhört“: „Das nennt sich Widerlegung und
Beweis! Eine solch einfache Verneinung ist doch wahrlich noch lange kein
Beweis dafur, daß hier ein Impfschaden nicht vorliegt. Solch ober—
flächliche Redensarten berechtigen nicht, von „ageblichen Impfschaden"
zu reden, am allerwenigsten breitspurig im Reichstag zu behaupten:
„Don denen ion den Wadubeis geldhrf Rhabe, dat es teine 7mof-
schäden geivesen sind“. Dazu gehoört doch etwas mehr Gründlichkeit!
Todes-Anzeige.
Gestern abend ½#ll Ubhr enischlief anft
nach achtwöchigem mit grosser Cedu½
ennragenen Leiden, an den 7 i# us
unser innigst geliebe 3
August
tm zarien Alter von fastl einem Jahre.
Mit der Bilte um stille Teilnahme zeigen
dies, auch im Nanen eller öbrigen Hinter-
bliebenen, lielbetrübt an (10402
August Frltzemeler und Fraco,
Auguste, geb. Strate.
Deimold, den 22. Juli 1908.
De Beerdigung hndet am Preiagnachmitag
5 U#t vom Tmuechause, Hohenliocherstrasse 1,
Baus stanm. — Trauerlcier vorher.
Da nun obendrein der Name August Fritzemeier und Frau. Auguste,
geb. Strate, angegeben ist; da ferner Detmold, den 22. 1908,
darunter steht und das Ganze die Todesanzeige einer Zeitung darstellt,
so hätte es dem mit unseren Stenern arbeitenden Regierungsvertreter
und seinem Stabe ein Leichtes sein muüssen, die ihm so wichtig er-
scheinenden Angaben in Erfahrung zu bringen! Wenn wir nur so
einfach, wie er, zu befehlen und ein Heer von Beamen in Bewegung
zu setzen hatten, auf Kosten Anderer — ja, dann ware der ganze
Impfwahn schon langst auf und davon, mit seinen Negierungs-
vertretern. Zum lleberfluß steht unter dem Bilde: „Der Impfarzt