Quellen und Studien
Zur
Verfassungsgeschichte des Deutschen Kesches
in Misttelalter und Heuzeit.
Herausgegeben
von
Karl Zeumer.
Uerlag von Hermann Böhlaus Nachfolgern, Weimar.
sich man auf alle Teile derselben —
erstreckt. Das Interesse der Forscher wendete sich
& Abwechselnd hat man auch wohl die Entwicklung
des einen oder des anderen Institutes mit besonderer Vorliebe
zum Gegenstande der Forschung gemacht. Nachdem eine Seitlang
die Staatseinrichtungen der germanischen Seit im Mittelpunkte
des Interesses gestanden hatten, wendete man sich den Guständen
im Merowinger= und NKarolingerreiche zu, und beide Herioden
blieben noch lange bevorzugt gegenüber der Ottonischen und
Salischen Kaiserzeit, welche nur Georg Waitz in den vier letzten
Bänden seiner deutschen Derfassungsgeschichte einer zusammenfassenden
und vielfach grundlegenden Darstellung unterzog;
während Einzeluntersuchungen für diese Seit nur in verhältnismäßig
geringer Sahl hervortraten. Don der Staufischen Seit
an fehlt dann gänzlich eine zusammenfassende Darstellung, die
auch bisher kaum möglich war, da es für sie an der Grundlage
hinreichender Einzeluntersuchungen, auf welchen sie hätte aufgebaut
werden können, mangelte. Wohl haben gewisse Einrichtungen
des deutschen Staatswesens dieser Zeit, wie die
HKôönigswahl, das Kurfürstenkollegium, der Reichsfürstenstand,
das Reichsgut, die Landfriedensverfassung die Forscher vielfach
zu eingehenden und wertvollen Untersuchungen angeregt. Mit
dem Ende der Stauferzeit aber nahm das Interesse an den