Stärke der französischen Armee. 25
1 Garde= und 7 Linienarmeekorps in der Stärke von 25000 bis
40000 Mann ergeben an
Infanterie 235600 Mann
Kavallerie 28400 „
Artillerie 23300 „ mit 810 Geschützen
Genie und Train 10000 „
Gesammtstärke 297300 Mann, 810 Geschütze.
Reserve-Armee, Ersatzbataillone
und Polizeitruppen 170750 Mann
Mobilgarde 150000 „
Total 618050 Mann.
Von dem zweifelhaften Werthe der Mobilgarde ist bereits gesprochen
worden. Die Mobilgardisten durften jährlich nur funfzehnmal,
jedesmal nur für einen Tag eingezogen werden, doch selbst diese
spärlichen Uebungen haben nur in den östlichen Theilen des Landes
stattgefunden, in den meisten Provinzen waren nur die Namen der
Mobilgarde in die Listen eingetragen. Die Bewaffnung waren alte,
nach dem Sistem des fusil de tabatière umgewandelte Gewehre, zu
denen die besondere Munizion, welche sie erforderten, nur in ungenügendem
Maße vorhanden war.
Es leuchtet ein, daß diese Mobilgarde auch nicht im entferntesten
mit der kriegstüchtigen, vortrefflich ausgerüsteten, so oft schon sieggekrönten
preußischen Landwehr zu vergleichen ist.
Da französische Blätter vor dem Kriege so oft eine Zusammenstellung
der französischen Truppen in enormen Zahlen brachten, so
könnte es scheinen, als wäre die Zahl von 618050 Mann zu niedrig
gegriffen. Eine genauere Einsicht in die französischen Rüstungsverhältnisse
wird aber sofort die großartigen Uebertreibungen der französischen
Quellen darlegen. Fachleute behaupteten stets, daß zu allen
Zeiten in Algerien mindestens 60000 Mann verbleiben müßten, um
diese wichtige Provinz zu sichern. Nun standen aber schon Ende
Juli in Afrika nicht mehr als 18200 Mann, wohl der stärkste Beweis,
daß für die Feldarmee alles nur irgend verwendbare Material
herangezogen war. Auch der so prahlerisch angekündigte Einfall von
40000 Mann unter dem Chinesen-Mordbrenner Palikao, welche eine