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bilde Turnfeste herstelle, bei welchen als Siegespreise Eichenkränze
zur Vertheilung gelangten. Seitens der Central-Turnanstalt könne
leicht festgestellt werden, welche gymnastische Uebungen sich am
besten zu diesen Festen eigneten. — Auf die im Gesang= und im
Turnunterricht für den in Rede stehenden Zweck verwendbaren
Mittel wurde auch von anderen Seiten nachdrücklich hingewiesen.
Hinsichtlich der Aufnahme der deutschen Kunstgeschichte in den
Lehrplan der höheren Schulen nahm Hr. Wiese auf das früher
über den Gegenstand von ihm Bemerkte Bezug (s. S. 83). Jetzt
fehle es noch oft an Lehrern, welche die erforderlichen Kenntnisse
besäßen; an einigen Anstalten habe man aber Kunstanschauungen in
verschiedenem Unterricht schon sehr fruchtbar zu machen gewußt.
Um das Interesse der Schüler in dieser Richtung anzuregen,
empfahl man (Reisacker), auf die Anschaffung von passenden
Abbildungen sowie von geeigneten Werken für die Schülerbibliotheken
hinzuwirken.
Fra “% Nr. 8 der Vorlage:
on mehreren Seiten ist gebeten worden, die
Stenographie als obligatorischen Lehrgegenstand
bei den höheren Schulen einzuführen.
Ist es rathsam darauf einzugehen?
Diese Frage wurde von dem Referenten, Dr. Kern, in verneinendem
Sinne beantwortet. Er ging von der Bemerkung aus,
daß die Stenographie zwar in einigen Staaten, z. B. in
Bayern und Oesterreich, wenn nicht als obligatorischer, so doch als
facultativer Lehrgegenstand der Schulen eingeführt worden sei und
daß Sachsen sogar eine Bildungsanstalt für Lehrer der Stenographie
besitze. Die mannichfache Anwendbarkeit der Stenozraphie sei
nicht in Abrede zu stellen; aber was aus Utilitätsrücksichten gelernt
werde, gehöre darum noch nicht in die Schule. Ein hervorragender
Schulmann, der für die Einführung des in Rede stehenden
Faches sei, habe sich doch dahin geäußert, daß seine Aufnahme
in den Lehrplan der humanistischen und gymnasialen Anstalten bedenklicher
sei als in den der technischen und realistischen Anstalten,
welche auf praktische Berufsarbeiten vorbereiteten.
In der Widerlegung der gegen einen Schulunterricht in der
Stenographie geltend gemachten Gründe sei man oft nicht glücklicher
gewesen als in der Aufstellung der Gründe für denselben,
namentlich derer, welche sich auf den angeblichen Beitrag bezogen,
den die Stenographie zur formalen Bildung liefere. Der Unterricht
in der Stenographie sei zunächst mit dem im Schreiben zu
vergleichen. Schreiben lehre man in erster Linie als Mittel zum
Zwecke; es sei ein ebenso unentbehrliches Mittel zum Zwecke der