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leichter zum feineren politischen Verstande, als die großen,
mächtigen Reiche, weil nie ihre Gewalt allein — den Verstand
ersetzen kann. Freilich ist oft ihr letzter Schutz-Genius
nur noch die einzige Eifersucht der großen Mächte gegen einander;
aber sie haben auch Erfahrungen genug vor sich, welchen
Preis dieser Genius auf seinen Schutz setzt. Sie brauchen
also seine Hülfe nur als letztes heroisches Mittel.
Staaten dieser Art sind demnach, sobald sie ihr eigenes
Interesse verstehen, die natürlichen Freunde der Schriftsteller.
Kultur und Aufklärung bleiben ihr einziger Schutz, und bloß
eine ununterbrochene, gleichfrmige Pflege derselben ist die
sichere Garantie ihrer Unabhängigkeit. Schriftsteller und Gelehrte
sind zwar in den Augen vieler Großen, und in den
Augen vieler Andern, die sich groß dünken, namentlich seit
den Jeiten der französischen Revolution, sehr verhaßt geworden.
Die Rolle, die mehrere derselben in Frankreich spielten,
konnte leicht ein ungünstiges Vorurtheil erregen, und die feile
Schreibesucht, die in Deutschland mit jedem Jahr zunahm,
oder auch die kindische Eitelkeit, mit der oft Schriftsteller und
Gelehrte den Großen sich zudrängten und überall geltend zu
werden suchren, mußte den Stand der Gelehrten und Schriftsteller
verächtlich machen. Allein dem ungeachtet sind sie und
bleiben sie die Leiter des Publikums. Ihr Wort wird endlich
allgemeiner Glaube, und die groͤßten Weltersahrungen haben
unwidersprechlich bewiesen, daß so sehr sich oft noch die gegenwärtige
Generation sträubt, in den harten Glauben einzugehen,
den Schriftsteller und Gelehrte ihr vorpredigen, so
rasch entscheidet sich das folgende Menschenalter dafür.
Nie also dürfen sich Staaten der Lage und des Ranges,
wie Wirtemberg ist, von der Sache der Gelehrten und der
Schriftsteller trennen. Nie darf Publicität und Literatur für sie