Full text : Archiv für öffentliches Recht.Vierter Band. (4)

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a)  als  Verwalter  der  Gemeine-Angslegenheiten;

b)  als  Organ  der  Staatsgewalt.“

In  Uebereinstimmung  hiermit  werden  in  den  $$  104  und  105
die  Amtsverhältnisse  des  Magistrats  als  „Stadtbehörde“  einerseits
  und  als  „Staatsbehörde“  andererseits  ganz  scharf  geschieden;
in  ersterer  Beziehung  heisst  es:

„In  seiner  Eigenschaft  als  Verwalter  der  städtischen  Angelegenheiten
  führt  der  Magistrat  die  gesammte  Verwaltung  derselben
  und  es  sind  ihm  in  dieser  Hinsicht  untergeben  und  zum
Gehorsam  verpflichtet:  sowohl  alle  einzelnen  Mitglieder  der  Gemeine,
  als  auch  alle  zu  öffentlichen  Zwecken  am  Orte  bestehenden
städtischen  Behörden,  imgleichen  'städtische  Korporationen  und
Stiftungen,  mit  den  durch  ihre  Statuten  etwa  begründeten  Modifikationen.“


Dagegen  sagt  8  105:

„Als  Organ  der  Staatsgewalt  ist  der  Magistrat  so  berechtigt,
  als  verpflichtet,  nicht  nur  darauf  zu  sehen,  dass  überall  die
bestehenden  Landesgesetze  und  Vorschriften  gehörig  beobachtet
werden,  soweit  für  diesen  Zweck  nicht  besondere  Behörden  bestellt
sind,  sondern  auch  die  Aufträge,  welche  ihm  in  Landes-Angelegenheiten
  von  den  Staatsbehörden  im  Umkreise  der  Stadt  gemacht
  werden,  zu  übernehmen  und  sorgfältig  auszuführen.  Er
steht  in  dieser  Hinsicht  ganz  unabhängig  von  der  Stadtgemeine,
ist  bloss  den  betreffenden  Staatsbehörden  untergeordnet
  und  die  Stadtverordneten-  Versammlung  ist  gleich  allen  übrigen
Einwohnern  ihm  Folge  zu  leisten  schuldig.“

Aehnlich  wie  in  der  St.-O.  von  1808  hat  auch  in  der  rev.
St.-O.  diese  Doppelstellung  des  Magistrats  bezw.  Bürgermeisters
hinsichtlich  der  Polizeiverwaltung  noch  ihren  besonderen
Ausdruck  gefunden.

8  109  schreibt  nämlich  vor:

„Insofern  Wir  es  nicht  für  nöthig  erachten,  besondere

Polizeibehörden  zu  bestellen,  ist  der  Magistrat  und  insbesondere
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