thumbs : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

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Hummer  16

Bauerisches  Obetland.

Kolbermoor,  17.  1.  Tod  lich  verunalüdt.

  Der  47  Jahre  alte  verh.  Monteur
Kreit=  der  bei  der  r.  Konrady  hier  in  Arbeit
stand,  war  damit  tigt,  vom  westlichen
Lagerhause  inani  des  Gebäudes  in  die  prowisorische
  Lokomolioschupse  eine  Lichtlei  ung  herzustellen.
  Hierzu  benützte  er  eine  Leiter,  an  der
er  während  der  Arbest  auf.  und  obstieg.  Vermutlich
  an  der  unteren  Sprosse  angelangt,  muß
er  an  den  Drähten  sich  verfangen  und  das  Uebergewicht
  verloren  haben,  sodaß  er  rückings  zu
Boden  siel  und  müit  einer  schweren  Verletzung  am
Kopfe  liegen  blieb.  Greil  wurde  von  der  hief.
Sanitätslelonne  in  das  Krankenhaus  gebracht,
woselbsl  er  den  erlittenen  Verle  ebzungen  erlegen
  ist.

Bab  Mbling,  16.  1.  Großer  Bergrutsch.
  Am  Osthang  des  Feilntacher  Berges
geht  ein  grober  Bergrutsch,  woll  der  größle  bisher
  in  Bayern.  Eine  nahezu  100  Tagw.  große
Fläche  ist  in  Bewegung  und  vernichtet  viel
Paldbestond,  Durch  oie  Weilerbewequng  deu#tsches

  legt  die  Gefahr  vor,  daß  desten  Massen,
  wohl  mehrer:  30  000  Kut#  lmeter,  in  den
Flußlauf  des  verbuten  Jendach:s  Klangen.  Die
dadurch  entstrlenden  Felgen  #ind  gu  nicht  auszudenken.
  Ganz  abgesehen  von  der  gänzlichen
Stillegung  der  meisten  am  Jenbach  gelegenen
Industriebetricbe  wären  auch  m  enschie  Wohnstätlen
  sewie  fruchlbare  Aecker  und  Wiesen  mit
gänzlicher  Vernichtung  bedroht;  ohne  ganz  bedeutende
  Hilfe  durch  den  Staat  und  den  Kreis
ist  es  der  sofort  gedildeten  Genoseenschaft  der  geschädigten
  Grundbesitzer
Einhalt  zu  tun  und  die  Kalastrephe  abzuwenden.


Oberaudorf,  16.  1.  Zudem  Besichwechsel,

  der  mit  dem  hieiigen  allbelannten  Touristengasthof

  „um  Brünstein“  vorgenommen  wurde,
  erfahren  wiren  och  daß  die  Kauffumme  Mark
120  C0j  b.  agl.  De  Cheleute  Knolt,  di:  das
Anwesen  am  März  nach  15  jähriger  Wirksamkeit
  arrnn.  haben  die  Wagnersche  Villa  in
Kiesersfelden  erworben,  wo  sie  sich  zur  Ruhe  seizen
  werden-  Sie  erfrenen  sich  nicht  nur  bei  der
Die#igen  Beoölkerung,  sondern  besonders  auch  in
Tourisien-  und  Sommerfrischlerkreisen  großer
Beliel#heit.

Bas  Reichenhall,  16.  1.  Abgängig.  Ein
15  jähriger  Lehrling  von  hier  hat  seine  Eltern  u.
die  Lehrstelle  seit  Sonntag  verlassen  und  ist  aus
VBad  Re  chenha  ll  verschw  anden.

 

Lolalnachtichten.

Rosenheim,  18.  Januar.

Ein  stäbötischer  Musterbetrieb
ist  in  der  Innstraße  in  den  Räumen  des  vormaligen
  Schuhgeschäfts  zum  Riesenstiefel  erflanden.

  Die  städtische  Schuhversorgung  unter  Leitung
  des  Herrn  Magistratssekretärs  Koegler

hat  dort  einen  Schuhausbesserungsbetrieb  errictet,
  der  ob  seiner  zwedmäßigen,  rationellen
und  maschinell  modernen  Einrichlung  als  eine
emzig  baflehende  Musteranlage  angesprochen
werden  darf,  die  dem  sozialen  Berständnis  des
Magistrats  und  seiner  ausführenden  Organe
eim  ehrendes  Zeugnis  aussiel!t.  Unter  Führung
des  unermüdlichen  (ehrenamtlichen)  Organisalors
  und  Leiters  des  neugeschafsenen  Betriebes,
Herrn  Gruber,  hatten  wir  Gelegenheit,  die
Werlstätte  und  deren  Arbeitsweise  zu  besichtigen.
  Samslags  werden  die  Reparaturen  angelleserl;
  am  nachfolgenden  Samstag  kann  dann
das  ausgebesserte  Schuhwerk  abgeholt  werden.
Treten  wir  zunächst  in  den  Raum,  in  dem  die
„Kranken  und  Kriegsbeschädigten“  eciner  #orgsältigen
  „Untersuchung“  unterzogen  werden.
Dem  kundigen  Auge  entgeht  nicht  der  lleinite
Schaden.  Hier  werden  gleich  die  zur  Wiederherstellung
  notwendigen  Materialien.  Lederteile
und  Sohlen  zugetcilt.  Feiin  säuberlich  geordnet
in  fahrbaren  Regalen  treten  die  „Kranken  u.
Knegsbeschädigten“  nun  ihre  Rundfahrt  in  die
deilanstalt“,  die  groe,  lustige  Reparaturwerl.
stälte.  an.  Da  minmt  sie  zunächst  der  Mann
an  def  Steppmaschine  in  Empfang,  um  die
Schäden  des  Oberleders  zu  beheben.  In  raoer
  Folge  läuft  die  Arbeit  nun  durch  die  Hände
des  Handsteppers,  Besohlers  Anschwärzers  u.
Polierers.  Da  die  2  Werfttätte  mit  modernen
Säge-,  Fräs-,  Benagel-  und  Poliermaschinen
ausgerntet  Ist,  kann  bei  voller  Beschäftigung

des  siebenlöpsigen  Personals  eine  Wochenleistung
von  600  Paar  Reparaturen  erzielt  werden.
Freilich  gleicht  heute  ein  Besohlungsgroßbetrieb,

nicht  möglich,  dem  Russ.h)

Msoniner  Anzeigen

büude,  denn  was  da  bearbeitet  wird,  ist  nicht
mehr  das  auf  dem  Au#ssterbeetat  slehende  Leder,
sondern  sind  kriegsmäßige  Holz=  und  imprägmerte
  Ersatzsohlen.  Erst  vor  wenigen  Tagen  hat
em  bayerischer  Minister  in  der  Abgeordnetenlammer
  zum  Ausdruck  gebracht,  daß  „wir  wohl
älle  noch  auf  55  laufen  werden“.  Da
müssen  wir  uns  also  wohl  oder  übel  von  dem
Vorurleil  gegen  das  Lederersatzmaterial  sreimachen.


Die  Neueinrichtung  soll  nun  keinesfalls  eine
Konkurrenz  für  das  Schuhmacherhandwerk  sein,
im  Gegenteil:  den  infolge  des  Krieges  mit  Reparaturen
  überhäuften  Meistern  soll  dadurch  cine
Entlastung  geschassen  werden.  Es  ist  mit  der
Schuhmacherinnung  cin  Abkommen  goetroffen,
daß  die  Schul  macher  bei  Arbeitsanhäufung  zur
Befriedigung  ihrer  Kundschoft  d'e  PVnn
ebensalls  zur  Besohlungsanstalt  bringen  können.

An  dem  Publilum  liegt  es  nun,  sich  das,  *
weitblickende  städtische  Fürsorge  ins  Leben  gerusen
  und  tüchtiger  sachmännischer  Geist  organisiert
  und  ausgebaut  haben,  nutzbar  zu  machen!
  H.  M.

#

Auszeich  nungen  im  Felde.  Ludwig
Weihrauch,  Gefreiter  bei  einer  Fernsprech-Abteilung,
  murde  mit  dem  Eisernen  Kreuz  2.  Klasse
ausgczeichret  für  erfolgreiche  Tätigkeit  bei  den
Flandern.  Kämpfen,  nachdem  er  früher  schon  mit
dem  MIIitärrerdienseikrerz  m  t  der  Krene  ausgezeichnet
  worden  war.  Er  ist  ein  Sohn  des  Messungegehllen
  Weihrauch  i  in  Rosenheim.  —  Der
#  Schütze  Stephan  Festrizzi  in  einem  I.  u.  k.Schül-]
  zenregiment,  Säger  bei  der  Fa.  Steinbeis  hier,

wurde  wegen  hervorragender  Tapferkeit  auf  dem
Moonte  P.  mit  der  Silbernen  Tapferkeits--Medaille
  2.  Klasse  ausgezeichnet.  Die  brorzene  Medaille
  wurde  ihm  schon  früher  verliehen.  Mit  ihm
siehen  noch  zwei  Brüder  im  Felde.

Das  König.  Ludwig-Kreuz
dem  Amteassistenten  Hans  Szuhler  im
sahrtsamt  Rosenheim  verliehen.

Ehr  ung.  HerrnRentamtediener  Schinn
wurde  gestern  vom  Vorftand:  des  K.  Nanianmto
Rosenleim  vor  dem  gesamten  Neuiamtspersona
umter  Löchst  anerlennenden  Worten  die  vom  König
  verliehene  Si  b##r#ne  Medaille  des  Verdient

ordens  vom  Sl.  Mischael  überreicht.  In  seiner
Ansprache  hlob  der  Amtsvorstand  hervor,  daß
der  Ausgezeichnete  mit  Slelz  auf  eine  lange  eh
renvolle  Laufbahn  zurückblicken  lönne.
mit  14  Jahren  trat  er  beim  Jufanterie-Leibregimemt
  ein,  machte  unter  ehrender  Auszeichnung
den  Kanzen  Feldzug  1870.71  mit  und  diente  sitm
  Jahre  tadelfrei  beim  Mitlitär.  Mehr  als

6  Jahre  ist  er  ununterbrochen  im  *

 

wurde
Wohleiser

  und  musterhafte  Führung  die  Anerkennung
aller  seiner  Vorgesetzten  erworben,  was  durch
mehrmal'ge  Auszeichnungen  zum  Ausdruck  kam
Tro#  seines  harten  Dienstes  hat  Herr  Schinn
es  verflanden.  durch  sein  freundliches,  stets
dienstbereites  Entgegenkommen  sich  bei  der  Bevölkerung
  beliebt  zu  machen.  Auch  wir  gratulieren
  Herrn  Schinn  zu  seiner  Auszeichnung  und
wünschen,  daß  er  noch  vicle  Jahre  rüftig  seines
Amtes  walte!

Bem  ühungen  um  Industrieansiedlungen.
  Man  schre  bl.  uns:  Die  beiden  städttischen
  Kollegien  in  Freising  beschlo'sen,  behn  fs
Gewinnung  industrieller  Ansiedlungen  in.
der  „Staatszeitung“
Zeitung"  diesbezügliche  Inserate  erscheinen  zu
lassen.  Aehnliches  dürste  sich  auch  für  die  Stadt
Rosen  he  im  empfehlen.  Die  Gegend  zwischen
Rosenheim  und  Kolbermoor  ist  doch  für  große
Industricanlagen  wie  geschasffen.  Zurzeit  bemüheu
  sich  die  Städle  auch  um  Siedelungsanlagen.
  Auch  h'elür  hätte  Rosenheim-Schloßberg
günstige  Grundstücke  anzubicten.  —  Dem  duh
rigen  gebührt  der  Preis!

Die  Beheizung  v.  Wirtschafts-Nebenräume.
  Wirtschafts-Nebenräume,  die  von
Vereinen,  Gesellschaften  usw.  als  Jusammendumts--,
  Unterhaltungs=  oder  Versammlungs
räume  benutzt  werden,  dürfen  nur  dann  ge  eigt
werden,  wenn  sie  dem  betr.  Verein  usw.  ständig
und  ausschliehlich  zur  Versügung  stehen,  also  unter
  Ausschluß  jeder  anderweitigen  Benützungsmöglichkeit
  für  den  Wirt  oder  andere  Vereine
usw.  In  diesem  Falle  erscheinen  die  betr.  Räume
nicht  mehr  als  Wirtschafts  Rebenräume,  sondern
als  Vereins--  oder  Gesellschaftsräume  im  Sinne
des  1.  Halbsatzes  des  §  3  der  Bekannimachung

sen  Wirtschafts-Nebenräume,  die  in  einzelnen;
Fällen  ##2#er  abwel  flengswesst.  voschiedenen  Ver- 



Schon

*  Dienst  und  hat  sich  durch  Treue,  Tiennund

  in  der  „Frankfurter

vom  11.  11.  17  Nr.  136  516  F.  1.  Dagegen  dür-,

ten  Überlassen  sind,  nicht  geheiz#t  Ebbene  bte
bei  macht  es  keinen  Unterschied,  ob  der  RN

dem  einzelnen  Verein  von  Fall  zu  Fall  vderk  in
voraus  für  bestimmie  Tage  überlassen  wird.

Abgabe  von  Kleidungsstücke  an
Kriegsi  nvalide.  Es  wird  hiem't  ausdrücklich
  darauf  aufmerlsam  gemacht,  daß  Kriegsinvalide

  hinsichtlich  des  Bezug;  von  Kieidungs
stülen  genau  den  gleichen  Vorschtisten  unterliegen
  wie  die  übrige  Bevölkerung,  daß  eine  unent
  gel  tliche  Abgabe=  von  solchen  nur  im
zall  der  Umähigkelt,  die  Kosten  selbst  zu  brstreiten,
  erfolgen  kann  und  daß  Gesuche  hierum
ausnahmslos  bei  den  Distriktsverwaltungsbehörden
  anzubringen  sind  und  nicht  bei  der  Kal.
Regierung  oder  bei  der  Belleidungehilfe  für  Verwundete
  in  München

«  Hehle  IIMIMIMM

WTh.  obes  Hauptquartier,  den.
18.  1.  rbe  (Drahtber.)

Westlicher  Kriegsschauplosnz

Auf  dem  größten  Teil  der  Front  war  die
Gefechtstäligleit  gering,  lebbaster  in  der  Gegend
  südwestlich  von  Cambrai.

Bei  lleineren  Unternelmungen  nördlich  und
nordwestlich  von  Prosnes  wurden  Gefangene
eingebracht.

An  der  mazedonischen  und  italieni  hen  Front
ist  die  Vage  unverändert

 

 

Der  erste  Generalquattiermeister.

Ludendorsf.
Neue  U-  Bont.  Beute.

IB.  Berlin,  17.  1.  (Amtlich.)  Eines  unserer
  Unterseeboote  versen'#e  lürzlich  an  der  Westlüste
  von  England  vier  Dampfer,  ein  französisches

ewachungsfahrzeug,  einen  Segler  und  einen
Fischdampfer.  Die  Mehrzahl  der  Schiffe  wurde

nunter  erheblicher  feindlicher  Gegenwirkung  i  in  den
«  suremcstarUeUVwabw  ehr  besonders  geeignen

  Gewässern  der  Irischen  See  und  des  Briücl.
NRanals  durch  gesch-  dte  Angrifse  rernichtet;  hie  r

 

 

l

fiel  auch  das  fra:  izösische  ewechungelekr#)
lli

dem  U-Boot  zum  Opser-  che  Dampier
waren  bewafsfuct.  Unter  ihnen  lonnten  die  enalischen
  Dampfer  „Elmaloaf“  und  „Boston  Cle“
namentlich  festgestellt  werden;  von  den  beiden  anderen
  Dampsern  hatte  der  e'n:  Kohlen,  der  andere
  vom  Aussehen  und  der  Größe  des  englischen
Dampfers  „Igremont  Castle“  (15  294  Tonnen)
Palmöl  geladen.  der  Fischdampfer  führte  die  Bezeichnung

  „B.  696“
Der  Chef  des  Admiralstabs  der  Marine.

#

Die  Verhand  lungen
in  Brest-Litowek.

*  Berlin.  18.  1.  Der  „Bexliner  Lokalanzeiger“

  will  L  auf  Grund  der  Nachrichten  aus
BSnt.  Litowol  keinem  voreiligen  Optimismus
bingeben  es  sei  aber  doch  klar,  daß  bei  der  ulrainischen
  Delegation  der  Wille  vorliege,  zu  einem
praktischen  und  brauchbaren  Ergqebnis  zu  kommen.
  Der  Eindruck,  daß  die  russische  Delegation
nach  dem  gleichen  Ziele  strebe,  sei  seit  der  Unterbrechung
  der  Verhandlungen  im  Dezember  nie
sonderlich  stark  gewesen  und  immer  schwächer  geworden.
  Mit  außerordentlicher  Geduld  habe
Staatssekretär  von  Kühlmann  immer  wieder  versucht,
  e  von  Herrn  Trotzki  ins  urerlose  fortgezogenen
  Debatten  zu  konkreten  Zielen  zurüchzulenken.
  Der  Konzessionen  an  Herrn  Trotzki  wären
es  längst  genug,  übergenug.  Wie  liegen  die  Dinge?
  Brauchen  wir  oder  die  Russen  mehr  den  Frieden?
  Wir  lönnen  es  ruhigen  Sinnes  mit  ansehen,
daß  Herr  Tretzki  mit  der  Verlängerung  des
Krieges  in  der  Tasche  nach  Petersburg  zurückkehrt,
  während  womöglich  die  nicht  ins  nebe  Ahaf:  e
verstiegenen  Vertreter  der  Ukraine  einen  Frieden
mit  den  Mittelmächten  abichließen.  —  Die  „Germania“
  sagt,  man  glaube,  in  Trotzki  immer  mehr
den  Weltagitator  zu  Fben  als  den  Friedensbringer,
  dem  das  eine  Zill  über  alles  gehe,
den  Völkern  seines  Landes  schnell  und  sicher  in
ehrenvoller  Weise  die  Segnungen  geordneter  und
beruhigender  Zustände  zu  bringen.  Die  Mitglieder
  der  Vierbunddelegationen  zeigten  in  allen
Fragen  ein  weitgehendes  Enigegenkommen.  Unser
  ehrlicher  Friedenswille  ist  durch  Taten  erwiesen.
  Wir  haben  uns  zum  Handeln  bereit  gezeigt.

In  den  nächsten  Tagen  wird  es  sich  ene
müssen,  ob  wir  uns  einer  Täuschung  hingeben,  als

mir  bei  den  Petersburger  Herren  den  gleichen

 

Samstas,  70.  Janndr  1918

Ultimat  um  der  russischen  Negierung

  an  Rumänien.

*  Peters  burg.  17.  1.  (P.)  Ult'imatum
des  Rates  der  Volkskommissore  an  die  rumäni
Gche  Reg'erung.  Der  Kommandant  der  49.  Di
"  sicn  t  il  ml,  d  hr  mänsee  Behörden  feind
liche  Handlungen  gegen  russische  Soldaten  unternelmen
  und  leinen  Lebensomitteltran?pert
durchlassen.  Das  194.  Regiment  der  49.  Dirision
  wurde  von  rumänischen  Streitlträiten  umzingelt
  und  entwaffnet,  die  auch  den  Ausschuß  des
195.  Regiments  und  öflerr.  Offiz'ere,  die  zun
Besuch  der  russischen  gekommen  waren,  verhaft--ten.
  Der  Rat  der  Vollokommissare  verlong:
die  Freilassung  der  verhafteten  Solda:en  und
Offiqiere,  Bestrafung  der  milftärischen  Behörden,
  die  die  Verhaftungen  rorgenemmen  habn.
und  Sicherbeiten  dafür,  daß  sich  derartige  Fälle
nicht  wiederholen.  Falls  eine  Antwort  innerhalb
  23  Stunden  nicht  erfolgt,  wird  unsere  Nillumat
  on  als  neuer  Bruch  betrach  e“  w.  ren.
Wir  werden  die  nachdrücklichilen  militär
schen  Mahnahm  en  tressen.  gez.  Lenin.
Oberbefehlkhaber  Krylen's,  Kriegsbevollmächtigter
  Podvojeli.

Weitere  Verhaftungenin  Paris.

*  Parie,  17.  1.  (Agente  Havas.,  Der  Dep#
tierte  Loustalot  wurde  verh  aft  et.

(w„wesunkenes  Munitionsschiff.

*  Vern,  18.  1.  (Drahtb.)  Nach  einer  Londoner
  Meldung  st#eß  der  amer  lanische  Dampfer
Texas  mit  cinem  anderen  Schiff  miammen  und
sank.  Die  Befatzung  wurde  gerett#.  Teiaz
führte  eine  Sprenstoffladung.

—

Dir

Rleine  Tageschrenik.

Jn  Bilbra  ist  die  Kaserne  Reina  Victoria,  in
der  eine  Wafsen=  und  Muninion-niederle  ge  *#
tergebracht  war,  infolge  eines  Brandes  in  die
Lunt  geslogen.

Im  Jungariaktollen  des  Aninser  Bergwerka“
bai  eine  große  Explosion  statlgefunden.  Bizher
wurden  12  Tote  und  25  Schwervermundete  ge
borgen.  #

Der  Rkein  und  seine  Nchenflasse  fürren  Hochwasser.
  Der  Kölner  Pegel  ist  vom  Mittwoch  auf
den  **  um  1  Meter  gestiegen.

Stäb#-  Ardensant  utenbte

Offene  Stel  len.  Hier:  2  Fuhrknechte.  1
Elektromonteur,  1  Müller,  5  Taplöhner,  1  85
telhausmeister,  3  Privatlöchinnen.  Mädchen
für  alles.  5  Mädchen  neben  der  Frau,  1  Lerdmädchen,
  1  zweite  Köchin,  4  Hausmägde,  Pri

!:½

rathimmermädchen.2  jüngere  Kelluerinnen.  2
Zugehmädchen,  2  Taglöhnerinnen.  Aus
wärts:  5  Fuhrknechte.  18  Feldknech'e.  3  Vergeher,
  2  Stallburschen.  1  Umerschweizer,  2
Jungschmiede,  2  Eleltromomeure,  1  Satlle#r.  1
etzaer.  3  Vollgatterjäger.  2  Schreiner.
Schuhmacher.  1  Hotelhausmeifter.  1  Kursch-  t

und  Hausmeister,  10  Erdarbeiter,  70  Stall  und
Feldmägde.  6  Hausmägde,  7  Mädchen  nebe#
der  Frau,  3#  Mädchen  für  alles,  1  Kindeme#.

Roseubeim-###  Licht#plele.

Stadt-Kino.  Ein  großartiger  Lustsyiel
schlager  von  Franz  Hofer  „Der  Theaterprinz
gelangt  vom  Samstag  b's  Dieusag  zur  Vorfuh
rung.  Das  Stück  ist  mit  glänzendem  Humor  34
würzt  und  wird  gewiß  alle  Besucher  des  Star-Kinos
  vollauf  befriedigen.  Ein  fesselndes  Kü##-lerdrama
  „Vom  Ehrgem  geb.endet“  schlieit  5.
an.  Nach  dem  Prpgkenegerroe  wird  en.  Mit:

ach  und  Tonnerstag  ein  spannendes  Drah:
aus  dem  Leben  „Sie  fanden  sich  mwieder“  vorgführt.
  Ferner  wird  noch  ein  hubsches  Luliipiel.
„Madame  Flederwisch“  zu  sehen  sein.

Kriegskumor.

 

 

A.:  ,  Hat  Schmidt's  Vater  ihm  eiwas  liner#
lassen?  “  B.:  „Nur  seine  Schulden.  A.:
„Wie  kommt  Schmidt  denn  nur  durch?“  B.

.,  Nun.  hat  seine  Erbichaft  bedeuend  vermehrt.“


Wetterbericht  für  Samstag,  den  19.
Veränderlich,  zeitweise  Niederschläge.

#  benn  uain
Kotationsdruck  u.

0

 

Jannar.

 

—  die  7*  Sers  Se  se.

 

 

 

 

 

eber  einer  Schnitzelwerkstätte  als  einer  Schuster  ·  einen  usw.  zur  Abhaltung  von  Zusammenlüinf=  ehrlichen  Willen  annahmen.  Riebemanr,  ——
Wis
Landwirtel.  Verloren“  Wm—m  Wuchtbafen
R##  Aspen,  Schwarz  ·  Erlen  1  Prhuck
q  „Gelebsrse.,  n  sür  für  Siromwerrteb  best  #n  Weiden,  v  r  ———
—————  e  Leßeer  Summe  (nur  *  E  Rofenbeimt  zu  —*  ud  Kinden  —8  Monat  alle  *
o  l  '  ."i...-MWW«WissäW"«"««L..:(söis2«i'is«-M«W
.r.«».;:.:.«si««si.:-«s:s-"·.f«H—"«"W«-qu  Fnn  ,
ti  ng  m  Blihmaill.  crelli  1  8n
aus  -·  «  anwiqskk  qssswwmu  Wssmhmisio
Fccmlos  WELTka-  k.  Awut  I  SeNskers,  Abne,  n  5.  Aufl.  16  Bd.  wlrd  Fgerson  7.  #.  ——  Inserate  Jntelate  —
4  —lmm  Gause?  Näheres  Erp.  schm  für  2  Zugtüte.  M.  orp.  1571  Martenspe##t!  Elegen.  1352  e.  .  v.  W.,  Koeahenn.