(Juli.]
August 1.
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wird dabei alles dasjenige, was oben bei des kaisers person angedeutet,
hiehero in acht zu nehmen und der konig anders nit dan ordinaria
via durch wahl der churfursten, wie es im reich herkommen, zus admittiren,
fur allen dingen aber und so viel nur immer möglich es dahin
zu richten sein, dass die resignirung des kaiserthumbs cuımn reputatione,
gutem willen und vorhergehender abhelfungeder reichsgravaminum
zugebe und der neue angehende kaiser solches alles festiglich zu
halten und erfolgen verspreche.
Wie hochnötig es nun sei, dass sich chur- und fursten im reich
des kaisers und alles dessen, was eine zeit hero vorgangen, anncehmea
und Jarunder weder zeit noch gelegenheit mehr verabseumen, das ist
aus obigem allen gnugsamb abzunehmen und will damit umb so viel
weniger zu feiren sein, dieweil man die gewisse nachrichtung hat,
dass I. M.‘ aus Böheimb eilen und sich förderlichst naher Regenspurg
begeben wollen, welches dann viel gute cousilia verhindern und umlbstossen,
auch den zustand nur beschwerlicher marhen wurde. Nun
kömpt obangeregter consideration sehr wol zu statten, der itzo vorstehende
unions- wie auch negchstvolgende angestellte churfurstentag,
und gleichwie ohn das bei der unirten stende vorsamblung, dabei sich
zweene churfursten des reichs befinden, von diesem allen zweifelsfrei
notwendige deliberation gehalten werden wird, als wurde auch zu sehr
grosser und guter correspondeuz dienen und dem gemeinem wesen
nit wenig vortreglich sein, wenn I. chfl. Gn. zue Sachsen durch eine
abordnung, die ohne das in den gülichischen sachen von nöten, bei
den unirten stenden wegen I. ksl. M.‘ und des reichs itzigen zustands
gute erinnerung thuen liessen.
Der liebe Gott verleihe uberall sana et salutaria consilia, die
einzig dahin gerichtet sein, dass friede und ruhe im heiligen reich
erhalten, desselben authoritet und reputation conserviret und dessen
ansehnliche vires vielmehr gegen den erbfeind gebraucht werden
mögen ; denn dass wir uns selbst unter einander enerviren, ruinirn
und damit endlichen dem erbfeinde und andern das schwert wiedk
uns selbsten in die hende geben sollen.“
Dre., 1. 7387, I. Buch Kurfürstentags, f. 81; Kopie.
304. Melchior Kblesl an Erzherzog Maximilian,
Auf das Schreiben vom 24. Juli.! Ich freue mich, dass E. D!
sich meinen Einfall gefallen lassen und soll es seiner Zeit auch darnach
gerichtet werden, wenn wir nur Erzherzog Albrecht dazu überreden, wozu
E. D.' viel tun können. Was die Mitteilung der Avisen anlangt,
! Khlesl hatte durch ein Schreiben vom 12. Juli dem Ersherzog wegen
der gefährlichen Konfoederation der Erblande [vgl no. 284, S. 658] eine per
sönlicbe Zusammenkunft aller österreichischen Erzherzoge vorgeschlagen,
welchen Vorschlag der Erzherzog in dem Schreiben vom 24. Juli (Ib,
Maximilinnische Hofkonzepte im Juli 1611, no. 37; Kpt.) annimmt.