Rom richtete, und deren Geheimnis Giolitti während
des Krieges im italienischen Parlament enthüllt hat. Es
war im wesentlichen das Verdienst Deutschlands, daß
Osterreich. Ungarn damals daran verhindert wurde, mit
Waffengewalt gegen Serbien vorzugehen. Die Anklageschrift
der Herren Bourgeois und Pags,s schreibk dieses
Verdienst aueschließlich Italien zu, weil durch Anerkennung
des Verdienstes der deulschen Regierung an der Erhalkung
des Friedens der Schuldlügenfeldzug empfindlich
gestört worden wäre. Sie führk es auf die ablehnende
Antwork, die San Giuliano, von Gieolikti beraken, damals
nach Wien sandke, zurück, wenn Osterreich auf die
Aueführung des hinter seinen Anfragen schlummernden
Planes verzichkeke. Ja, sie erblickt darin, daß das deutsche
Weißbuch von #911g keines von den Akkenstücken enthält,
die vom Mai bis zum September 19rZ zwischen Wien
und Berlin gewechselk worden sind, so ekwas wie ein Eingeständnis
des deutschen Kriegswillens und legk den in
Gioliklis Telegramm an San Ginliano ausgesprochenen
Wunsch, daß auch Deutschland Österreich von jeder
abenkeuerlichen Polikik abraken möge, so aus, als ob auch
der italienische Skaaksmann Zweifel an der Friedensliebe
Deutschlands habe aussprechen wollen.1! Das Verlangen
der Anklageschrift nach der Bekanntgabe der
zwischen Wien und Berlin in jener kritischen Zeit ausgekauschken
Briefe und Telegramme wird durch die Veröffenklichung
der großen deutschen Akkensammlung bald
erfüllt sein. Sie ist im Jahre 1919 nicht deshalb unkerblieben,
weil sie Deutschlands Kriegswillen offenbart
1) Siehe hierzu Giovanni Glolltei, Denkwürdigkeiten meines Lebens,
deutsche Übersetzung S. 218 und alg.
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