Contents: Meyers Fach-Lexika; Lexikon der deutschen Geschichte.

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Erleichterungen gewannen die Bauern nur 
da, wo sie nicht entscheidende Niederlagen 
erlitten hatten, wie am obern Lech, im 
Breisgau, in Tirol und Salzburg. Vgl. 
Zimmermann, Allgemeine Geschichte 
des großen Bauernkriegs (1843, 2. Aufl. 
1856—57, 2 Bde.); Baumann, Akten 
zur Geschichte des deutschen Bauernkriegs 
aus Oberschwaben (1877). 
Bautzen, Hauptstadt des gleichnamigen 
sächs. Regierungsbezirks, auf dem rechten 
Ufer der Spree, berühmtdurchdie Schlacht 
vom 20. und 21. Mai 1813. Die Ver- 
bündeten standen 83,000 Mann stark auf 
der Hügelkette des rechten Spreeufers in 
einer teilweise verschanzten Etellung von 
fast 15 kun Länge. Auf dem linken Flügel 
standen die Russen unter Gortschakow, im 
dan auf den Kreckwitzer Höhen die 
reußen unter Blücher und York, auf dem 
rechten Flügel die Russen unter Barclay. 
Dieübergänge über die Spree waren durch 
preußische Truppen unter Kleist und die 
Nussen besetzt. Napoleon, der über wenig- 
stens 130,000 Mann verfügte, wollte zu- 
nächst den überpeng über die Spree er- 
zin en, dann den auf den Köhen des 
ausitzer Gebirges stehenden linken Flügel 
der Verbündeten beschäftigen und sich mit 
aller Kraft auf ihren rechten Flügel stür- 
en, der heilwess tnper ene ard. Auf 
em rechten französischen Flügel ging 
Oudinot vor, links von ihm 8* Korps 
Macdonald, Marmont und Bertrand. Die 
Korps Ney und Lauriston, die den linken 
Flügel bilden sollten, waren noch nicht 
eingetroffen. Am 20. Mai setzten sich nun 
die französischen Korps in den Besitz der 
Spreeübergänge, wobei sie den hartnäckig- 
sien Widerstand bei den Preußen unter 
Kleist fanden, und erstürmten B. Am 
frühen Morgen des 21. Mai begann Ou- 
dinot auf dem rechten französischen Flügel 
den Angriff. Kaiser Alerander glaubte 
irrigerweise, daß sich hier auf seinen 
linken Flügel der Hauptstoß des Feindes 
richte, und sandte dorthin Verstärkungen 
aus der Reseroe Oudinot konnte sich die- 
sen gegenüber nur mit Mühe halten. In- 
zwischen war Ney mit 30, Mann 
gegen den rechten Flügel der Verbündeten 
vorgerückt, entriß Barclay den Windmüh- 
Bautzen — Bayern. 
lenberg bei Gleina und erschien fast im 
Rücken des Blücherschen Korps. Zwar 
gelang es diesem, durch Erstürmung des 
orfs Preititz sich eine Zeitlang den 
Rücken Au sichern; aber zu gleicher Zeit 
führte Napoleon seine Garden und die 
Korps Marmont und Bertrand gegen Blü- 
chers Front und Flanke vor. Von drei Sei- 
ten angegriffen, war es ihm nur durch die 
Unterän Yorks möglich, standzu- 
halten. Als Ney nachmittags um 3 Uhr 
Preititz wiedernahm, wurde von den Ver- 
bündeten der Rückzug angetreten, der in 
der größten Ordnung ausgeführt wurde. 
Weder Geschütz noch Gefangene fielen in 
die Hände der Franzosen. Der Sieg hatte 
diesen gegen 20,000 Mann an Toten und 
Verwundeten gekostet, während die Ver- 
bündeten nur 13,000 Mann verloren. 
t Deerbei, Die Schlacht bei 
B 
ayern. Den Kern des heutigen Kö- 
nigreichs B. bildet das Land im S. der 
Donau vom Lech bis über den Inn im 
O. hinaus. Die ältestbekannte Bevöl- 
kerung waren die keltischen Bojer; Kaiser 
Angußus legte hier die römische Provinz 
Noricum an, und römische Kolonien, wie 
Augsburg, Regensburg und Passau, ent- 
standen auf ihrem Gebiet. Die Völker- 
wanderung führte Scharen germanischer 
Völkerschaften, wie Heruler, Rugier, 
Markomannen 2c., in diese Gegenden, die 
sich zum Teil hier festsetzten und später, 
mit Resten der alten Bojer vereinigt, unter 
dem Namen Bajoarier (Bojovarier, d. h. 
Bewohner des Bojerlands) zusammenze- 
faßt werden, woraus dann der Name B. 
entstanden ist. Sie wurden schon im 6. 
Jahrh. dem fränkischen Reich der Mero- 
winger unterthan, doch standen eigne 
Herzöge aus dem Geschlecht der Agilolfin- 
er d.) an ihrer Spitze. Mit dem Ende 
es 7. Jahrh. faßte das Christentum in 
B. Wurzel, indem Herzog Theodo den 
Bischof Rupert von Worms zu sich berief, 
dem zu Anfang des 8. Jahrh. Emmeran 
und Corbinian, die Stifter der Kirchen 
von Regensburg und Freising, folgten. 
Thassilo II. wurde von Karl d. Gr. 788 
wegen seiner Verbindung mit den Avaren 
in ein Kloster verwiesen, die herzogliche