Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

Aummer  2

Donnerstag,  a.  Januat  1912

 

Der  Weltkrieg.

Das  Itledeusangebol.

Die  Antuort  auf  die  nordische  Note.

Berlin,  3.  Jan.  Auf  die  Note,  die  hier
am  29.  Dezembe  r  von  den  Gesandten  Dänemarks,
  Schwedens  und  Norwegens  übergeben
morden  war,  wurden  am  1.  Januar  den  Gesandten
  die  Antwortnoten  zugestellt.  In  denselben
  spricht  die  Kaiserliche  Regierung  vollsles
Verständnis  für  die  Beweggründe  aus,  die  die
drei  Regierungen  bei  ihren  Kundzebungen  leileten
  r*  verweist  sodann  auf  die  deulsche  Nole
vom  12.  Dezember  und  auf  die  Beantwortung
der  *  des  Präsidenten  der  Vereinic#en
Staaten  Amerikas.  Die  Antwortneten  schließen
mit  der  Bemerkung,  daß  es  von  der  Antwort
unserer  Gegner  abhänge,  ob  der  Versuch,  der
Welt  die  Segnungen  be  Friedens  wieder  zu
geben,  von  Erfolg  gelrönt  sein  würde.

die  Antwort  der  Entente  an  Wilson.

Basel,  3.  Jan.  Nach  einem  Lonooner  Telegramm
  des  e  de  Paris““  wurde  die  Antz
  ortnote  de  uente  heute  der  amerikanischen
Negierung  überreicht.  Stauteseltetä  Lansing
VLerweigerte  jeden  Kommentar  da:###.  Nach  dem
„Matin“  werde  in  der  Antworknote  der  seste
Entschlut  der  Alliferten  hero#rgehoben,  den
Krieg  fortzusetzen,  bis  die  in  Aussicht  genommenen
  Ziele  erreicht  jind.  Man  ist  allgemein
der  Ansicht,  daß  Präsident  Wison  nunmehr

 

teine  weiteren  Schritte  unternehmen  werde.

*•t  Sblianb  utt:

Haag,  3.  Jan.  A  der  Erklärung

des  ga  4  Ministerpräsidenten  daß  auch

die  Niederlande  den  Schritt  Wilsons  zu  unterstützen

  beabsichtige,  erfährt  das  Korrespondenzbureau

  aus  guter  Quelle,  daß  dies  nicht  beapsichtigt
  sei.

.

Wieder  ein  französius  40015

Ichilt  torpediert.

ürich,  3.  Jan.  Die  „Züricher  Post“  le-F

  aus  Mailand,  daß  das  französische  Linienschiff

  „Verite“  (16  080  Tonnen)  von  einem

deutschen  U-Boot  in  der  Nähe  von  Malta  torpediert

  worden  ist.  Das  Schiff  liegt  schwer  beschädigt

  vor  dem  Hafen.  —  Das  totpedierte

Linienschiff  ist  1907  von  Stapel  gelaufen  und

hatte  eine  Friedensbesatzung  vor  735  Mann.

Die  französische  RKohlennot.
Bern,  3.  Januar.  Die  Besitzer  der  acht
größten  Glasfabriken  in  Bordeaur,  die  uber
1000  Arbeiter  beschäftigen,  lelegraphierten  dem
Transportminister,  daß  sie  infolge  Ecschörsung
  der  Kohlenvorräte  demnä##tt  gezwrungen
scien,  die  Glasöfen  ausgehen  eu  lassen.  Die
Fabrilanten  nlachen  darauf  aufmer  liam,  daß
die  Wiederaufnahme  des  Betrieic:  nur  durch
Neuerrichtung  von  Oefen  möglich  sein  nerde.

Dazu  fehlien  jedoch  die  Rohmaterialien.

Ein  Druck  auf  Spanien?
Berlin,  3.  Jannar.  Man  hat  sich  allgemein
gemwundert,  daß  Spamten  von  dem  man  bi:  heglaubte,
  es  werde  Vermittrung  des  Friedens
  eine  drrerrn  Nolie  zu  pielen  hapen.
sich  von  dem  Vorgehen  Wilione  un?  der  anderen
  neutralen  Staaten  ferngehalten  hat.  Den

n
Linieni

  hat  man  oiellelcht  in  3  -gangen

8  5  die  folgendes  gemeidet  wird

ngland  und  Frankreich  erwägen  den  Plan,
auf  Spanien  einen  derartigen  politischen  uno
noch  mehr  wirtschaftlichen  Drud  aue  #urben,
daß  es  mürbe  genug  werde,  um  die  Diuuchfuhr
portugiesischer  Soldaten  durch  spanisches  (o
biet  zu  gestatten.  Es  heißt  sogar,  daf  die  Futentebotschafter
  in  Madrid  bereits  dar  Terrain
auskundschafteten  und  sich  eine  derre  Antu  #

geholt  haben.  Nichtsdesloweniger  muß  man  ii.5,
auf  weitere  Versuche  einer  Behandlung  Z##
niens  nach  griechischem  Muster  durch  die  M/„
te  der  Entente  gefaßt  machen.  Sntsoticht  k#
Meldung  den  Tatsachen,  dann  jaht  sich  da
Verhalten  Spaniens  ohne  weiteres  verilehen.
Das  Schicksal  Griechenlands  ist  indessen  dursd
aus  nicht  verlockend.

Anarchie  in  Atben?

Verlin,  3.  Januar.  Aus  Griechenland  kommen
  Alarmmeldungen  über  Zusammenstöße
griechiscker  Reseroisten  und  framösischer  Ableiiungen.
  In  Athen  herrsche  völlige  Anarchie.
Jusolge  des  durch  die  Blodade  veru'  achten
Kihienmangele  liege  die  Stadt  von  halb  7  Uhr
abeinds  an  in  Dunkelheit.  Infoige  des  Mehlmangels
  enthalte  das  Brot  bis  zu  10  Prozent
Kleie.  Verfolgung  von  Venizelisten  und  Plünderungen
  renizelistischer  Häuler  seir  an  der
Jageslordnung.  Der  ehem.  griech.  Minister
##unaris  habe  in  Larissa  eine  hegeislerte  Auf.
nahme  gefunden.  Die  Bevölkeung  jubelte  ihm
als  er  ausrief,  Pflicht  aller  Criechen  sei
er,  sich  um  den  Vater  des  Vaterlandes,  den

 

König  Konftantin,  zu  scharen,  dessen  Leben  insolge

  der  seindseligen  Ränke  ständiger  Gefahr
ausgesetzt  sei.

Mlitischer  (SGesanotenuechsel
m  Haag
Notterdam.  2.  Januar.  Ter  englische  Ge-#ndte
  im  Haag.  Sir  Allon  Johaftone,  tritt
derirächm  zuruck.  Betanntlio##  wuurde  wiederhelt
vorgeu  ersen.  daß  er  zu.  janftmütg  gewesen
und  u  Rlockade  Dem###iande  deshalb
diicht  sc  arf  gen  3  gewelen  sel.  Er  hälte  verhin
ben  massen.  dan  von  Holland  Lebensmirtel
nad  Deutschland  aureführt  werden.  Der  Lon
doner  Korreiponden!  Ir  „Livberdvoler  Post“
neldet,  daßz  demnächi:  zir  Wulter  Totnlen
Jrint  britischen  (be#oten  a#  niederlandischen
Hoje  ernannt  werden  wird.  war  zuletzt  in
Teheran,  nachdem  er  vordem  in  Paris,  Bularest,
  Berlin  (hier  2  Jahret),  alsdann  in
Rom,  Peking,  Konitantinop  1.  Washington  u.
Buenos  Aires  im  diplomasn  d#  Dienst  gestanden
  hatte.

HEusil  and  Thealet.

Standmusik  im  Salingarten.

ĩei

15.
—8

—

 

Donnerstag,  den  1.  Januar,  3—4  Uhr.
1.  Hindenburg  Femarsch  v.  Bolchard.
2.  Ouverture  z.  „  Indra“  n.  Flatow.
3.  Wassentuf  des  Kaisers  v.  Clarens.
4.  Fadeltanz  Nr.  1  v.  Menperbeer.

„Göben“,  Marsch

 

G  ..

Bitte!

Ein  10  Monate  alter  892
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,uv«k«.)n
E.  W.  ——  r  en.  30  p.  115  Sroztolhenen,  5  Naubling

Sufolge  der  am  16.  Dezember
1916  vorgenommenen  berlosung
ron  Antellscheinen  des  kath.
Geselleuhenfses  kommen  nachsolgende
  Uummern  zur  Ein.
losung:

32.  187,  200,  221.  275,  289,
34,  384,  158,  470,  533,  563,
567,  570.  657,  700,  747.  796,
30,  8390,  853,  857.  962,  1012,

10,  1054,  1085,  1134,  1198.  fnig  gepaine

an  die  Exdedition.

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