Full text : Württembergische Geschichtsquellen. Vierter Band. (4)

“6  1285  Mai  2  —  1285  Aug.  9.

2  Morgen  am  hintern  Ameisenberg  (Amatzenberg),  welche  Albert  der
Grüber  baut,  1!Iu  Morgen  am  vordern  Ameisenberg,  welche  Volmar
der  Sohn  der  Witwe  baut  und  wovon  die  Herren  von  Frauenberg
einen  Zins  von  12  Viertel  (quartalia)  Haber  Esslinger  Mass  beziehen,
zu  Obertürkheim  1'Is  Morgen  gen.  Guggerich,  welche  Siegfried  gen.  5
Waltman  baut,  °la  Morgen  gen.  Kekke,  welche  dessen  Sohn  baut,
®/a  Morgen,  welche  Heinrich  der  Schwiegersohn  Kunos  des  Fischers
baut,  1!/a  Morgen,  welche  Kuno  der  Fischer  baut,  Is  Morgen  gen.
Hundinlengir,  weiche  sein  Schwiegersohn  baut,  1  Morgen,  welchen
Konrad  gen.  Schainbuch  baut  —  von  diesen  Weinbergen  zu  Ober-  10
türkheim  geht  ein  Zins  von  1  Pfund  Wachs  an  den  dortigen  Kirchenheiligen
  St.  Peter  (sancto  Petro  ecclesie  ibidem).  Bertold  behält  jedoch
die  Weinberge  auf  Lebenszeit  gegen  einen  Jahreszins  von  1  Pfund
Wachs.  —  Siegler  der  Dekan  [  Hartwig]  und  die  Stadt.  —  Zeugen:
Heinrich  gen.  Steinbiz,  Schultheiss,  Markward  gen.  im  Kirchhof,  15
die  Brüder  Rupert,  Konrad  und  Rüdiger  gen.  Rupreth,  Ludwig  gen.
im  Steinhaus,  Friedrich  von  Hall,  Johann  gen.  Kurze,  Bertold  gen.
Hower.  —  Esslingen,  1285  (crastino  Philippi  et  Jacobi  apostolorum)
Mai  2.

St.A.  Stuttg.:  Bebenhausen,  B.  59.  Or.,  Pg.,  an  grüntweisser  besw.  grün-  20
weiss-brauner  Wollschnur  anhangend  zwei  rote  Siegel.  —  Gedr.:  Oberrhein
3,  445.

201.  Propst  und  Kapitel  von  Denkendorf  beurkunden,  dass
ihnen  der  Presbiter  Ruicger  von  Esslingen  64  Pfund  Heller  gegeben
hat,  wofür  sie  ihm  und  seinem  Bruder  Heinrich  dem  Fischer  an  den  25
4  Fronfasten  je  2  Pfund  Heller  als  Leibgeding  reichen  wollen  (obligatorie
  pensionis  nomine,  quoad  iidem  vel  alter  eorum  vixerit);
weisen  hiezu  den  Zins  ihrer  Fischwasser  (piscariarum),  welche  der
gen.  Heinrich,  Konrad  gen.  Stulli  und  Walther  gen.  von  Mühlbronnen
(Mülbrunne)  zu  Lehen  tragen,  und,  soweit  dieser  nicht  ausreicht,  ihre  80
übrigen  (rüter  an  und  verleihen  das  Fischwasser,  welches  Heinrich  .
und  Konrad  gen.  Stulli  bisher  hatten,  dem  Heinrich  und  seinem  Sohn
Ruicger  auf  Lebenszeit.  —  Siegler  die  Aussteller,  der  Dekan  und  die
Stadt  (universitatis  burgensium)  Esslingen.  —  Zeugen:  Der  Dekan
und  die  (feschworenen  von  Esslingen.  —  Esslingen,  1285  (V  idus  35
augusti)  duy.  9.

51.4.  Stultg.:  Esslingen,  RB.  5.  Or.,  Pg.,  anhangend  Siegel  des  Propsts

an  erster,  des  Dekans  an  dritter  Stelle  an  braunrotwollenen  und  grünseidenen,
die  des  Kayitcls  und  der  Stadt  nur  an  braunrotwollenen  Fäden.