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noch nicht dem Nuntius übergeben. So ist es schliesslich
dahin gekommen, dass derselbe eher fort war, als noch die
Übergabe erfolgen konnte; sie sind später nachgeschickt
worden.
Schnell nahte jetzt der Reichstag seinem Ende; am
8. Febr. war der eigentliche Schlusstag!), von diesem Tage
datiren die an den Kaiser gesandten Schriftstücke. Aber
noch war der Reichstagsabschied nicht versiegelt; noch am
9. Februar, nachdenı der Abschied verlesen worden war,
unterhandelte man mit den Städten durch den magdeburgischen
Kanzler Dr. Zoch, doch vergeblich: sie blieben bei
ihren Beschwerden.?) So ist der Abschied nie vollständig
versiegelt worden. Merkwürdig ist es übrigens, dass sämmtliche
Fürsten und Räte, auch die vom Regiment mit unterschrieben
worden sind; persönlich waren es zwei Kurfürsten
und 17 Fürsten.
Während einzelne Fürsten, wie Herzog Ludwig, Markgraf
Casimir und der Erzbischof von Salzburg schon am
8. oder 9. Februar die Stadt verliessen?), blieb der Erzherzog
mit seinem ganzen Gefolge noch bis zum 16. Februar?),
weil er noch den Versuch machen wollte, die Städter
zur Einwilligung zu bringen; aber auch ihm ist es nicht
gelungen. Von kursächsischer Seite war noch einmal gegen
die Bestimmung des Reichstags über das Verbot des Bücherdrucks
Einspruch erhoben worden; Feilitzsch, der bei den
Verhandlungen über den Abschied nicht zugegen gewesen
war, weil er an (Gelbsucht litt, protestirte am 11. Februar
noch ganz offiziell gegen jenen Artikel.)
Chieregati verliess ebenfalls am 16. Februar die Stadt,
in der er wenig Freude hatte erleben müssen; mit dem
Erzherzog zusammen ritt er zunächst nach Onolsbach, wo
die Herren alle zusammen vergnügte Fastnacht hielten.
1) Holzh. am 9. Febr.
2) Frankf. A. R. T. A. 38. fol. 375—87.
3) Planitz d. 9. Febr.
4) Ders. d. 16. Febr.
6) Gedr. b. Lünig, R. A. Part. Gen. Const. II, S. 318.
Redlich, Reichstag von Nürnberg. 10