— 208 —
dem Jungen auf dem Erm überfallen und mit allen Künsten,
die uns ums Paradies brachten, natürlich erreicht, daß
alles beim alten blieb.“ Weniger zusagend werden manchen
die folgenden biblischen Witze sein): „Dabei schreibt mir
niemand und es sticht mich in meinen Uieren, daß ich muß
ein Narr sein und nichts wissen sund muß] wie ein Tier
[sein vor dir!“, wie der wißbegierige Psalmist sagt
Sogar Deetz ist fort und kommt hoffentlich nicht wieder,
wenigstens bete ich morgens und abends Domine, libera
nos à maiorel!“ — Ein ganz herrliches eugnis der Belesenheit
in der Schrift bietet aber der Weihnachtsgruß,
den der Minister seinem König anno 1864 widmete 10.:
„Ich habe das gläubige Dertrauen zu Gott, daß Ew. Maje—
stät Stab im deutschen Lande blühen werde, wie der Stecken
Harons laut dem 4. Buch Mosis im 17. Kapitel, und daß
er zur Uot sich auch in die Schlange verwandeln werde,
welche die übrigen Stäbe verschlingt, wie es im 7. Kapitel
des 2. Buches erzählt ist. Derzeihe Ew. Majestät meinem
dankbaren Gefühle diese Bezugnahme!“
Wie uns berichtet wird u), lag in Darzin auf einem
Uebentischchen nahe dem Schreibtische eine vielbenutzte
Bibel; aber auch aus dem Selde schreibt Bismarck an seinen
Sohn herbert 12): „Don deiner Mutter habe ich heute zwei
liebe Briefe gleichzeitig erhalten und danke ihr herzlich
für Psalmen und Liebe.“
Ueben der Bibel lagen die täglichen Cosungen
der Brüdergemeinden). Er fand das erste
Exemplar in dem Dalais des Kuswärtigen Ministeriums,
als er in Gegenwart seines Onkels, des Oberpräsidenten