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— kurz, das Gesetz — eines Krieges ändert sich, sobald es
sich um einen Krieg handelt, der um das Dasein der Nation
geführt wird. Darum stiftet es heillose Verwirrung, wenn
wir einerseits vernehmen, Deutschland befinde sich in
einem Kriege um seine Existenz — und wir hören's nicht
von Schwätzern, sondern von Kaiser und Kanzler, von
allen Männern, die Einblick in die Verhältnisse haben —,
und wenn wir nun trotzdem immer wieder und wieder
in weitverbreiteten und insofern einflußreichen Zeitungen,
in Zeitungen, die offenkundig heute die Gunst der Regierung
genießen, Stimmen durch's ganze Reich erschallen
hören, die uns von „Englands bona fides“ Wunder
zu erzählen wissen, von der Notwendigkeit, künftige
gute Beziehungen mit den Feinden von heute im Auge zu
behalten, Stimmen, die keine Gelegenheit versäumen, von
kräftigen Kampfmitteln abzureden, Angst vor möglichen
„Verwickelungen" mit Neutralen einzuflößen, Warten und
VWägen und Weilen und Wähnen zu empfehlen. Da ist
es nicht anders möglich, als daß jeder denkende brave
Mann verwirrt wird und sich an die Stirn greift: Ja, zum
Henker! Kämpfe ich um mein Leben, oder kämpfe ich nicht
um mein Leben? Geht's um Deutschlands Dasein oder
geht's nicht darum? Einem Manne, der mich Friedfertigen
zu morden trachtet, kann ich doch nicht bonafides zugestehen,
viel weniger habe ich Zeit, über die künftig mit
ihm zu pflegenden „guten Beziehungen“ nachzudenken;
das liegt doch auf der Hand. Soll ich Kaiser und Königen,
Kanzler und Generälen trauen oder mich hinkünftig von
Berliner Tageblatt und Frankfurter Zeitung beraten
lassen, trotzdem die Befolgung der von ihnen seit jeher
vertretenen politischen Richtung dahin geführt hätte, daß