Radik Senegae. — Senegawurzel.
Die getrockneten Wurzelstöcke und Wurzeln von Polgaln
senega Lmnc.
Der kurze MWurzelstock tragt zahlreiche Reste oberirdischer
Stengel und mit rötlichen Niederblättern versehene
Knospchen. Die bis 20 em lange, selten über 8 mm dicke,
graugelbe Hauptwurzel ist unverzweigt oder bildet wenige
kraftige Wurzeläste. Sowohl die Wurzeln, als auch ihre
Aste sind gewöhnlich stark und unregelmäßig ged dreht und
gekrümmt. Auf der Innenseite der Krümmungen zeigen sie oft
einen mehr oder weniger scharf ausgeprägten Kiel, auf der
Außenseite Querwülste und hier nach dem Entfernen der Rinde
eine Abflachung oder einen Einschnitt in dem gelblichweißen
Holze. Der Querbruch des Holzes ist uneben, der der Rinde
bornartig, etwas durchscheinend. Senegawurzel riecht schwach,
eigenartig und sehmeckt scharf kratzend. Die wasserige Abkochung
schäumt beim Schütteln stark.
Mikroskopische Untersuchung. Der Kiel der Wurzeln
wird durch den einseitig stark entwickelten Siebteil der Rinde
gebildet. Vor den Abflachungen oder Einschnitten des Holzkörpers,
in denen sich strahlenförmige Reihen von dünnwandigen
Parenchumzellen finden, hat das Kambium keinen Siebteil
entwickelt, sondern nur spärlich Parenchym. In den Zellen der
keine Sklerenchymfasern enthaltenden Rinde sind Oltropfen
vorhanden. Stärke und Calciumoxalatkristalle sehlen. Die
Hauptmasse des Holzes wird neben Tracheiden von kurzgliederigen,
mit spaltenförmigen, behöften Tüpfeln versehenen
Gefäßen gebildet.