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unserem deutschen demokratischen Sozialismus bis jetzt ein französischer
Hauch. Was dort das absolute Hönigtum geschaffen, Revolution und
Wapoleonismus gefördert haben, das soll auch nach Deutschland kommen:
Sentralisation! Im Drogramm aber steht mit Recht: Selbstverwaltung
des Volkes im Beich, Staat, Provinz und Gemeinde.
Eine zentralisierte Demokratie ist, um es offen zu sagen, eine große
Täuschung. Da der demokratische Apparat der Moajoritätsbildung nur
langsam und schwer dazu kommt, große regierungsfähige Harlamentsparteien
herzustellen, und da er, wenn sie einmal geschaffen sind, zähe an
diesen mühsam erworbenen Uörpern festhält, so hat der einzelne Mann
im Dolke von einer durchgeführten demokratischen Staatsverwaltung ungeheuer
wenig, so lange alles von oben her gemacht wird. Er kann
dann mit seinem Stimmzettel helfen, daß das bisherige Ministerium durch
das Gegenministerium abgelöst wird. Er entscheidet zwischen zwei Cliquen.
Das ist seine ganze Demokratie. Dahin führt der große Gedanke von
souverämem Dolke, wenn er nicht dezentralisiert gedacht wird. Nur bei
lebendigem Eigenleben der politischen Unterteile des Staates wächst, lebt
und bleibt demokratischer Sinn. Dier ist der Mann etwas wert, der nicht
Agitator und Berufspolitiker sein kann. Don hier aus gewinnt er die
Sachkenntnis und Selbständigkeit, die ihn auch seinen eigenen Harteigrößen
gegenüber frei macht. In zentralisierter Demokratie kann nach Katur der
Dinge die Masse nichts anderes sein als Stimmvieh. Was ist in dem
Augenblick, wo es sich um Zehntausend von Stimmen handelt, die Jdee
eines einzelnen noch nicht politisch namhaft gewordenen Kopfes ? Die
großen Harteiformeln rasseln wie Trommelwirbel über die Kôpfe und
geschlossen wie bei der Darade marschiert man nach einer Darole. In
einem beliebigen Namen sammelt sich alles, was man wünscht und hofft.
Diesem einen Namen Tausende von GSetteln zu verschaffen, ist Siel großer
Anstrengungen und GOpfer, und sind diese Opfer nicht vergeblich gewesen,
so besteht die demokratische Souveränität von 200 000 Wählern darin,
daß Derr Müller auf fünf Jahre nach Berlin geht. So ist die Wirklichkeit
zentralisierter Demokratie und kann nicht anders sein, denn daß in sehr
vielen wichtigen Dingen Sentralisation sein muß, ist klar. Auch Volksreferendum
ändert wenig an diesem Sustande. Die Staatsleitung ist