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Deutschen gebraucht habe *). Nur war's wohl in den letzten
zwoͤlf Jahren desselben zum Theil anders geworden.
Die Munkischen Tochtermaͤnner, so wenig sie unter einander
einig waren, bildeten einen Klub, der sich der Regierung
immer mehr bemeisterte, und den Einfluß deutscher
Raͤthe oder Diener immer mehr ausschloß.
Auch hoͤrt man laut genug aus Skeels Klagen, das,
was sie jetzt am tiefsten kraͤnkte, war nicht einmal allein,
daß Deutsche Gehoͤr fanden, sondern daß es sogar nicht
vornehme deutsche Herren seyen, die der Koͤnig als
Rathgeber und selbst zu Verrichtung der wichtigsten Geschäfte
brauche. Skeel spricht im Unwillen von Menschen,
dle nicht werth seyen, daß man sie in dem Vorzimmer
finde; gemeine Knechte neunt er sie endlich.
Man erräth leicht, wer hier gemeint sey; es galt
eigentlich dem Kammerschreiber Christoph Gabel.
Kein Rathstitel zierte diesen jetzt so beneideten und
verwünschten Mann; er war nicht einmal Sekretair, sondern
blos Kammerschreiber. Bei keinem Collegium war
er angewiesen, für keine Kanzlei oder besonderes Departement
bestimmt. Ein bloßer Privatschreiber des Koͤnigs,
der, so lange er auch schon in königlichen Diensten sich
befand, und ob er gleich schon ehedem im Bremischen bei'm
*) In Durells Relatien S. 62. heißt es: „die deutsche Kanzlei
„ahängt nicht ab von der dänischen; sie hat ihren eigenen Kanz-„ler
und sechs Sekretäre. Da aber Christian IV. viel auch
„hier im Reiche (in Dänmark) sie brauchte, so ist's nun
„(unter dem gegenwärtigen König Friedrich III.) so gemacht
„worden, daß diese Kanzlei stets in Holstein bleiben soll.
„Doch steht's dem Könige frei, einen der Sekrerarien als
„Kammer-Sekretair bei. sich zu behalten; nur mag dieser sich
„wohl vorsehen, daß er nicht weiter (als sein Holsteinisches
„Departemeut geht) um sich greise.“