ummer 1
Samstag, 1. Januar 1910
- .!·x·-———
14. Srohes DSaupty nartien, ben
t, vormittags. Amtlich.
E TKriegsschauplass.
Nach erfolgreicher Sprengung wurde den Engl#dern
wordpestsich don Hulluch ein vorgeschobener
Graben entrissen. Zwei Maschinengewehre
und einige Gefangene fielen in unsere
Ein feindlicher Fliegerangriff auf Ostende richtete
in der Stadt erheblichen Gebäudeschaden
an, besonders hat das Kloster vom Heiligen
Herzen gelitten. 19 belgische Einwohner sind
verletzt, einer getötet. Militärischer Schaden ist
nicht entstanden.
OHDPestlicher Kriegsschauplas.
½„ und
Balkan-Kriegsschauplat.
Keine Ereignisse von besonderer Bedeutung.
Oberste Heeresleitung.
## amtiche ssterreichische Vericht.
MIB.Wien, 30. Dez. Amtlich wird gemelbet:
Nuflis#####Kriegs###pns.
Die Kämpfe in Ostgalizien nehmen an Umlang
und an Heftigkeit zu.
Der Feind richtete gestern seine Angriffe nicht
mu gegen die bessarabische Front, sondern auch
gegen unsere Stellung östlich der unteren und
mittleren Strypa. Sein Vordringen scheiterte
meist schon unter dem Feuer unserer Batterien.
Wo dbies nicht geschah, brachen die russischen
Sturmkolonnen in unserem Infanterie- und
Maschinengewehrfeuer zusammen. Im nördlichsten
Teil seines gestrigen Angriffsfeldes, vor
dem Brückenkopf von Burkanow, ließ der Gegner
900 Tote und Schwerverwundete zurück.
Es ergaben sich hier 3 Fähnriche und 870 Mann.
Die Gesamtzahl der gestern in Ostgalizien ein-Lebrachten
Gefangenen übersteigt 1200.
An der Ikwa und an der Putilowka kam
es stellenweise zu Geschützkämpfen. Am Korminbach
und am Stur wiesen österreichisch-ungarische
und deutsche Truppen mehrere russische
he ab.
It#lenischer Kriegsschauplo#.
An der Tiroler Front wurden feindliche Angriffsversuche
auf Torbole und gegen den Monte
Carbonile durch unser Feuer zum Stehen gebracht.
Auf den Hängen nördlich des Tonalepasses
versuchten die Italiener unter Mißbrauch
nfer Flagge ihre Drahtverhaue auszubauen,
sie wurden beschossen. Auf der Hochfläche
von Doberdo fanden lebhafte Minen-Werferkämpfe
statt, die bis in die Nacht hinein
anhielten.
. WGEUTIMGMHE
Reine besonderen Ereignisse.
Dur Stellvertreter des Chefs des Generalstabes:
P. Hfer, Feldmarschalleutnant.
Ereignisse zur See.
Am 29. Dezember früh hat eine Flotille von
#änf Zerstörern und Kreuzer „Helgoland“ das
der Soat der Sahler.
#####d# C. Teaeh.
Nachdruck vorhem.
„NMeme ang war voruver, als oie S#-norina
von Sylvaonder den en wiedergegeben
war,“ sagte sie. „Die Verschleppung meiner
eundin war allerdings schrecklich — ich geehe,
daß mich kaum je in meinem Leben ein
Seschehnis so erregt hat wie diele verbrecherische
Entführung. Wer weiß, was geschehen wäre,
wenn ein Sese nicht * viel Mut und
Tatkraft gedesat ee. Ich vermag die Folgen
nicht auszu
Sle zuden! - alles, als spräche sie zu
völlig unbeteiligten Personen. Und Signor
Marchetti gerlet in einige Verlegenheit, wie er
ihr antworten sollte. Er hatte sich auf direkte
klagen und Vorwürfe 7m gemacht, und
er hätte wahrscheinlich leichter eine Antwort
darauf gefunden, als auf diese unpersönlichen
—l
aben Sie die Signorina im Hotel ge-Frochen
7“ fragte er, um seine Unsicherheit zu
bemräntetg.
„Nein — ich hielt es zür- besser, direkt
von der Hocht pierherzukommen
„So versich ch Ihnen, Meeine Gnädigste,
daß * die — snse dargestellt wonher
ach meinen zuverlassigen wfermasfonen
banden es sich tatsächl 4 nur um eine Bagatelle
irklich eine Bagatelle. Von einer ver-Prrhriche
Enifühlabeage wie Gnädigste es zu
2— uebten, kann wohl nicht die Nete
besteht, wenn ich so sagen darf,
1. eke Mißstimmung zwilchen Ihnen.
französische Unterseeboot „Monge“ vernichtet,
den Zweiten Osfizier und 15 Mann gefangen
genommen, darauf im Hafen von Durazzo einen
Dampfer uund einen Segler durch Geschützfeuer
versenkt und das Feuer mehrerer Landbatterien
zum Schweigen gebracht. Dabei stießen
zwei Zerstörer auf Minen. „Lika“ ist gesunken,
„Triglav“ ist schwer beschädigt. Der
größte Teil der Mannschaft wurde gerettet.
„Triglav“ wurde ins Schlepp genommen, mußte
jedoch nach einigen Stunden versenkt werden,
da mehrere überlegene feindliche Kreuzer und
Zerstörer den Rückzug der ganzen Flotille bedrohten.
Unsere Flotille ist in den Basishafen
zurückgekehrt. Unter den feindlichen Schiffen
wurden nur englische Kreuzer, Typ „Bristol“
und „Falmouth“, sowie französische Jerstörer,
Typ „Bouelier“, deutlich erkannt.
Rottenkommand#-Die
neue Offensive in Mazedonien.
Saloniki, 31. Dez. Der französische Generalstab
gab folgende Mitteilung heraus: Die
Verbündeten beginnen neuerlich die Offensioe
in Mazedonien, die nicht nur Verteidigungszwecken
dient, sondern die Durchführung einer
großen Aktion, die der Generalstab der Verbündeten
in London ausgearbeitet hat, bedeutet.
Die hiesigen Militärkreise behaupten, daß Joffre
die Operationen in Mazedonien selbst führen
wird, wenn der Rest des serbischen Heeres hier
eingetroffen ist. Große Schwierigkeiten bereitet
die Tatsache, daß nicht genügend Eisenbahnwagen
zur Verfügung stehen. Von heute an bringen
die Transportschiffe auch Lokomotiven und
Waggons mit. (3.)
Ver einer neuen Entscheidung.
Wir leben in einer Zeit gespannter Erwarbngen.
Irgend etwas Grohes bereitet sich vor.
Das fühlen wir Ve, das mnacht grbg Gegner
täglich snerober, e sich in höchst possierlicher.
Weise den Kopf un erer milttärischen Leitung
darüber zerbrechen, was diese wohl beabsichtigt.
Dab dabei auch die Angst eine gewisse Nolle
seiat, erkennt man aus der Art, wie ausländische
Preßorgane orakeln. „Formidable“
„terrible“, das sind so Ausdrücke des „Man-
hester Guardian'“. Dieses Tory-Blatt sucht unserer
Heeresleitung vorzureden, daß es gar keinen
Sinn hätte, jetzt nach Aegypten zu gehen,
daß es viel richtiger sei, #nächst einmal — Indien
in Angriff zu nehmen.
Der „Matin“ beunruhigt sich wegen einer
drohenden großen deutschen Offensive im Westen,
die in der Stille vorbereitet werde und die
den Gürtel der feindlichen Truppen im Westen
geschwächt finden würde, da diese zum Teil nach
— Saloniki und dem Süd-Osten abtransportiert
werden müßten, wo sie nötig gebraucht werden.
Am angenehmsten würde es wohl unseren Feinden
sein, wenn wir den griechischen Knoten durchhauen
und unsere Kräfte auf Saloniki ansetzen
würden, um die Ententetruppen von dort wegzujagen.
Allein wir werden ihnen diesen Gefallen
wohl nicht tun, schon aus dem einfachen
Erunde, da dies eine unnütze Kraftverschwendung
bedeuten würde. Denn es wird die Zeit
kommen, da die Entente-Truppen ganz von selbst
in ihrer Mehrzahl aus Salonili verschwinden
werden, weil sie — anderswo wahrhaftig nöti-Aaosgue
Signora, und Verrn unnert. Lab die
Signorina di Solvander in Mitleidenschaft geoh#n
worden ist, beruhte lediglich auf einem
rrtum, der auch obne die Hilfe jenes Offiziers,
dessen Verdienst ich durchaus nicht verkleinern
will, durch mich aufgeklärt worden wäre.
„Ich weiß nicht, wie man derartige Geschehmssse
hierzüland, aufsaßt,“ entgegnete Frau
von Leven, und sie lächelte noch immer. „Vei
uns in utschl and Kichette n pilegt man die
Emführung" eines jungen Mädchens, bei der
die brutalste Gewalt zur Anwendung gelangt
ist, nich als eine Bagatelle anzusehen.“
r Gouverneur räusperte sich.
Vie „wissen. wie lehr Cerüchte und unerden,“
*7 er. „Es ist niemals Verlaß auf #e Bericht
vierter und ünkter Personen. Und in
diesem Fall kann ich mich dafür verbürgen,
daß die Tatsachen eine so schlinime Auffassung
der Angelegenheit- nich rechtfertigen.
„Nun — Auffassung, Exzellenz, erscheint
auch mir 9 dle durchaus richtige und
vernunstgemäße.“ Lydia von Peoden nickte
ihm freundlich zu. „Und es wird das beste für
#uls e Parteien sein, sich dleser Auffassang anzugaschet#r
atmete erleichtert auf. So bequem
und leicht hatte er den Sieg allerdings
nicht zu erringen gehofft, und auf ganz anden
hatte er sich von dieser Vrau esoßt
Er warf einen krlunnoperenden
der aber läche mitleldig zurück.
denn der Glchelie d mahrhasst ein berarliger
Tölpel sein, die Worte der gefährlichen Frau
für bare Münze zu nehmen 7 dachte er. Run,
er wenigstens wollte auf seiner Hut sein.
„Das wäre allo in Ordnung — vollkommen
ger gebraucht werden. Mit dem Festsetzen in
Salonili, mit den Verschanzungen und sonstigen
Vorbereitungen auf eine längere Verteidigung
arbeiten unsere Feinde uns nur in die Hände.
Die Franzosen beginnen das schon einzusehen,
Trotzdem folgen sie dem englischen Willen.
Dieser will zunächst die bulgarischen Kräfte
felleig, und es ist klar, daß die Bulgaren auf
Hut sein müssen, um nicht abermals um die
dndt ihrer frischen Siege betrogen zu werden.
Die Engländer aber verlassen sich den Eingeborenen
in Aegypten gegenüber auf deren Nazel
an modernen Machtmitteln und auf ihre bewährten
Bestechungskünste. Wir werden sehen, ob
die deutsche Eisenfaust nicht auch durch diese
Berechnungen einen kernigen Strich machen
werde
Die österreichisch ungaeische
Ankwortuole.
Wien, 30. Dez. Der k. u. k. Minister des
Aeußeem hat an des Botschafter der Vereinigten
Staaten von Amerika Frederik C. Penfield
unter dem 29. Dezember 1915 nachstehende
Note gerichtet:
Die k. u. k. Regierung stimmt mit dem Woshingtoner
Kabinett durchaus darin überein,
daß den geheiligten Geboten der Menschlichkeit
auch im Krieg Rechnung getragen werden muß.
Wie sie schon bisher niemals und niemandem
Anlaß gegeben hat, an ihrer Achtung vor die
sen Geboten zu zweifeln, hat sie auch im ga
Laufe dieses Krieges, der so erschütternde 24
der sittlicher Begriffsverwirrung darbietet, den
Feinden sowohl als den Neutralen zahlreiche
Beweise menschenfreundlicher Gesinnung gegeben,
und es lag nicht an ihr, wenn sie mit dem
Washingtoner Kabinett vor nicht langer Zeit
gerade in einer Fräge nicht einig wurde. die
sie im Einklang mit der ganzen öffentlichen
Meinung in Oesterreich-Ungarn hauptsächlich
als eine Frage der Menschlichkeit betrachtet.
Auch dem in der sehr geschätzten Note zum Ausdruck
gelangten Grundsatz, daß feindliche Privatschiffe,
soweit sie nicht fliehen oder Widerstand
leisten, nicht vernichtet werden dürfen,
ohne daß die an Bord befindlichen Personen
in Sicherheit gebracht werden, kann die k. u. k.
Regierung im wesentlichen beipflichten.
Für die Versicherung, daß die Bundesregierung
Wert darauf legt, die guten Beziehunen,
die glücklicherweise zwischen Oesterreichugarn
und den Vereinigten Staaten von
Amerika bestehen, aufrecht erhalten zu sehen,
ist die k. u. k. Regierung sehr empfänglich. Sie
erwidert diese Versicherung auf das wärmste
und ist nach wie vor bestrebt, diese Beziehungen,
soweit es an ihr liegt, noch herzlicher zu
gestalten. Von dem gleichen Geiste der Offenheit
geleitet wie die Regierung der Union, ist
die k. u. k. Regierung, wiewohl sie in der mehrerwähnten
Note nicht die Antwort auf alle
von ihr aufgeworfenen berechtigten Fragen findet,
bereit, der Bundesregierung das Resultat
der Untersuchung mitzuteilen, welche auf Grund
der bestehenden internen Vorschriften sofort nach
Einlangen des Flottenberichtes über die Versenkung
der „Ancona“ eingeleitet wurde und
undi der allerjüngsten Zeit zum Abschluß gedieen
ist.
Das Ergebnis dieser Untersuchung läßt sich
in folgendem zusammenfassen:
Am 7. November 1915, 11 Uhr 40 Min.
vormittags, bemerkte der Kommandant des
Unterseebootes auf 38 Grad 40“ Nord und
10 Grad 08“ Ost bei unsichtigem Wetter, wie
piohich in Entfernung von rund 3000 Metern
aus dem Nebel ein Strich Steuerbord die Umrisse
eines großen italienischen Dampfers aufim
Drdnung,“
lagte der Gouvermeente und rieb
ch vergnügt die Händ „Vei 1 Herrn
Geheimrat habe ich mic- bereils 7 entchuldigt.
Und wenn wirklich noch eine Miß—
timmung zurückgeblieben sein sollte, so hoffe
ich sie doch morgen durch eine persönliche Erklärung
des Vorfalles zu beseitigen. Außerdem
werde ich dem Herrn Geheimrat noch einmal
mein Bedauern aussprechen.“
„ Sie das. d ich glaube,
daß es nicht schwerfallen wird, un freundschaftliches
Einvernehmen zu erzielen. Unter
Vorausseung allerdings, daß Sie auf den
Vorschlag eingehen, der mich hergeführt hat.“
Alfierl machte eine ungestüme Bewegung,
und auch der Gourerneur soh beunruhigt auf.
Aber er war seiner Sache jetzt zu sicher, als
daß ihn die Ankündigung irgendeines unbequemen
Verlangens noch hätte sonderlich erchrecken
sollen. Mit dieser Frau ist leicht sertia
zu werden, dachte er; und es wird im Notsah.
enügen, wenn ich sie dureh einen amtlichen
on Michüchters
„ nädigste Signora —2“ sagte er
welt ube: und zurückhaltender, als er sich
beer Gegelgt hatte. „Darf man wissen, welchen
orschlag Sie mir zu machen Hedalbten
„Da err Baron de erte noch
beutef freigelassen waird.
—
Alfieri aber verlor jetzt seine Selbsft
Shprenh Wohl hatte er sich sagen müssen,
etwas Derartiges kommen würde; aber die
Dreistigkelt im Auftreten ken Frau und ihre
cheinbare Gelassenhelt brachten ihn zum Rasen.
Er bebte am ganzen Körper, und seine Augen
alübten wie im Lieber. .
tauchten. Er hielt ihn anfangs für einen Transportdampfer,
drehte ab und schoß dann aus
dem achtehen Geschütz einen weitliegenden Warst
Gleichett segte, er das Sienal
„Verlassen Sie iff!“ Der Dampfer
stoppte nicht, senden wendete vielmehr und ?„
versuchte zu entkommen. Der Kommandant
blieb zunächst einige Minuten gestoppt liegen,
um die Entfernung zu vergrößern, da er befürchtete,
daß der La###er. ein Hedeschütz habe
und mit demselben gegen das Unterseeboot feuern
werde. Als die Distanz 4500 Meter betrug,
ließ er mit ganzer Kraft die Verfolgung
aufnehmen und feuerte mit dem vorderen Geschütz
bei abnehmender Entfernung 16 Granaten,
unter denen er drei Treffer beobachtete.
Während der Verfolgung lief der Dampfer
im Zickzack und stoppte erst nach dem dritten
Treffer. Darauf stellte der Kommandant das
Feuer ein. un während der Flucht hatte
der Dampfer in voller Fahrt einige Boote mit
Menschen von oben fallen gelassen, die sogleich
kenterten. Nach dem Stoppen begann er Boote
auszusetsen. In einer Entfernung von etwa
2000 Metern sah der Kommandant, daß sechs
Boote voll besetzt und schnell vom Damofer
wegruderten. Ein weiteres Boot war gekentert
und schwamm kieloben. Die Leute hielten sich
an herunterhängenden Tauen und dem gekenterten
Boot fest. Während der weiteren Annäherung
des Unterseebootes sah der Kommandant,
daß an Bord große Panik herrschte
und daß er es mit einem Passagierdampser,
nämlich der „Ancona“ aus Genua, zu tun hatte.
Er ließ deshalb den Insassen des Dampfers
mehr als die erforderliche Zeit, um das Schiff
auf den Rettungsbooten zu verlassen. An Bord
waren noch mindestens zehn Rettungsboote, die
zur Rettung der noch an Bord befindlichen Personen
mehr als genügt hätten. Eines von diesen
Booten hing voll besetzt und hinausgedreht
an den Bootskranen.
Da aber im übrigen keine weiteren Anftalten
getroffen wurden, die Voote auszusetzen, beschloß
der Kommandant nach Ablauf von 45
Minuten, das Schiff derart zu torpedieren, daß
es noch längere Zeit über Wasser bleiben mußte,
damit einerseits die Ausbootung beschleunigt
wurde und anderseits hinreichend Gelegenheit
blieb, um die noch an Bord befindlichen Menschen
zu retten. Kurz darauf wurde ein Dampker
sichtbar, der mit großer Nauchentwicklung
auf die „Ancona“ zuhielt und anscheinend durch
Funkspruch der „Ancona“ herbeigerufen worden
war. Da der Unterseebootskommandant mit
einem Angriff des Dampfers, den er für einen
feindlichen Kreuzer hielt, chnn mußte, tauchto
er, nachdem er um 12 Uhr 35 Min. nachmittags
aus 800 Meter Entfernung einen Torpedoschuß
in den vorderen Laderaum der „Ancona“
hatte abfeuern lassen.
Schusse eine Krängung von etwa 10 Grad nach
Steuerbord. Dabei wurde versucht, das halb
ausgedrehte Rettungsboot vollends auszusetzen;
es riß jedoch ab und fiel ins Wasser. Das Boot
schwamm kielunten weiter und die Leute Hielten
sich am Bordrand fest.
Von den übrigen Booten wurde keines mehr
ins Wasser gelassen, obwohl noch Personen an
Bord bemerkbar waren. Der Dampfer richtete
sich allmählich auf geraden Kiel auf und ging
so langsam tiefer, daß der Kommandant des
Unterseebootes anfänglich bezweiselte, ob der
Dampfer versinken würde. Erst um 1 Uhr 20
Min. sank er nach längerem parallelen Tiefertauchen
mit dem Bug zuerst. Während dieser
weiteren 45 Minuten hätten alle noch an Bord
besindlichen Personen ohne Mühe mit den vorhandenen
Booten gerettet werden können. Aus
dem Umstande, daß dies wider Erwarten nicht
geschah, schloß der Kommandant, daß die Mannschaft
wider allen Seemannsbrauch auf den
Mir emem befirgen Wort * ie er sich an
Frau von Heyden wenden, er noch einmal
gebot ihm Marchetti. der sebs ein wenig blaß
geworden war, zu schweigen. Und kühl, aber
noch immer burchaus liebenswürdig, wandte
er sich gn Lydla
f lift, meine Gnädigste, werden am
besten Veukeilen können, wie unmöglich nr
Ansinnen ist. Es steht nicht einmal in mein
Macht, Ihrem Berlangen nachzukommen.“
ie halten meinen Vorschlag also nicht
einmal einer Diskussion w
Marchetti zuckte die * i
„Ich muß bedauern — nein
Er erschrak 5 5 dem funesue Blick, mit
dem ihm die mne Frau in die Augen sah.
Noch inimer ehr- bewahrte sie ihre Fassung,
und noch immer klang es liebenswürdig und
verbindlich, was sie sag
„Das ist — he Entgegnete sie. „Meine
llerdinge geringe Erfahrung hat mich gelehrt.
da immer am vogtellhestesten“ ist, einen
Wenoeih, zu schließen. Das Leben zwingt leider
dazu, Kompromisse zu schließen. Und wen
zwei oder deen, Leuue verschiedener Ansicht sind —
vernünftige L hat am Ende jeder
etwas für seine Meinurg borgubringes, das
der * wert ist.
„Gew grnin — des würde durthaus
— es sich wirklich nur um eine
uoesiseeschlewenhel! bendeie dle durch eine
Aussprache beltze legt werden könnte.“ Sie
täuschte ihn vollkommen; er melnt nun wirk.
lich, sie durch einige Pbrasen und bestimme
Erklärungen einschüchten zu können.,
aber hobe ich es mit amtlichen Imstruntso#e
* Tatlachen zu tun, die keine Deutelelen zu-—
Diese nahm nach dem t
— — — —