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Carl V. 1519— 1550 und *
— die Reformation.—
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Der Beginn einer neuen Zelt. Martin Luiher.
en Kurfürsten schuf die Wahl eines neuen Herrschers große Sorgen. Neben
Karl I., dem König von Spanien, dem aber seine habsburgische Abstammung
und vor allem seine deutsche Hausmacht als Empfehlung diente, bewarb sich
auch König Franz l. von Frankreich um die Krone. Unter den Kurfürsten strebte einer,
der stolze Joachim von Brandenburg selbst nach
der Kaiserwürde, ein anderer, Friedrich der
Weise von Sachsen schlug sie aus, weil er sich
nicht mächtig genug fühlte, und so entschieden
sich die Kurfürsten nach langem Schwanken in
Uebereinstimmung mit den Wünschen des deutschen
Volkes, das von einem französischen Herrscher
nichts wissen wollte, im Juni 1519 für Karl,
der dann im Oktober 1520 als Karl V. zu
Aachen gekrönt wurde.
Die Kurfürsten waren gewillt, die ganze
auswärtige Politik ganz von ihrer Zustimmung
abhängig zu machen, aber ebenso war Karl gewillt,
gerade hier seine eigenen Wege zu gehen,
und er genehmigte zwar endlich das „Reichsregiment“,
allein doch ganz anders, als es sich
die deutschen Städte gedacht hatten. Besser
wurde dadurch die Lage des Reiches nicht, sondern
» nur noch verwickelter, da es ja nicht einmal
Aelteste Abbildung einer Buchdruckerpresse. möglich war, den allgemeinen Landfrieden auf—
recht zu erhalten. Das bewies die Hildes—
heimer Stiftsfehde (1519—1523), das bewiesen auch die Zustände in Württemberg
und das bewiesen neben den politischen auch die kirchlichen Zustände, die prehr und mehr