a. Erhebungsresultate für die einzelnen Städte. 35
hat in seinem auf der Konferenz der Deutschen Zentrale für dugend
fürsorge gehaltenen Referate die städtischen Einrichtungen nach der Art
er Speisung in drei Gruppen geteilt und für jede Beispiele angeführt,
und erst vor kurzem hat Stadtschulrat Fischer in Berlin einen Bericht
über die Einrichtungen für die Speisung armer Volksschulkinder in den
Städten Dresden, Prag, Wien, Nürnberg, Frankfurt a. M., Stuttgart,
Straßburg, Augsburg und München erstattet. Einzeldarstellungen hätten
daher nur eine Wiederholung sein können. Um jedoch einen Gesamtüberblick
über die städtischen Einrichtungen für Schülerspeisungen in den einzelnen
Bundesstaaten getrennt nach fünf Größenklassen der Städte zu geben,
wurde noch für einige Hauptpunkte eine Summartabelle angefertigt.
Aus dieser Tabelle (Tabelle II, S. 36—39) kann nun entnommen werden,
daß die Zahl der Städte mit Speisungseinrichtungen nach der letzten Erhebung
189 betrug, zu denen eigentlich noch 12 Städte hinzugerechnet werden
müssen, die ohne genauere Angaben nur das Vorhandensein von Speisungseinrichtungen
bestätigen. Die Gegenüberstellung des Erhebungsresultats
vor 1896 mit Einrichtungen in 72 und von 1907/08 in 189 Städten
ließe jedoch die Entwickelung zu günstig erscheinen, da sich die Umfrage
1896 nur auf Städte mit mehr als 20 000 Einwohnern erstreckte. In
welchem Umfange neue Einrichtungen in den letzten 12 Jahren zustande
kamen, bringt die nun folgende kleine Tabelle III besser zum Ausdrucke.
Tabelle III.
Zahl und Prozentsatz der Orte mit Schülerspeisung nach den
Ergebnissen der Erhebungen von 1896 und 1908.
Zahl der Orte
Orte mit Einwohnern im ganzen mit Schülerspeisung
18966 1908 1896 1908
mehr als 100 000 28 4% 32 %
50 000—100 000 29 48 30 62,5,
20 000— 50000 . 122 160 40 328, 62 388
zus. 179 249 79 441 %% 12444%
Aus den Prozentzahlen der Tabelle für die drei Größenklassen ist
für die Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern ein Ansteigen von 71
auf 78% zu konstatieren, auch für die dritte Größenklasse ist ein Zuwachs
von 33 auf 39 ersichtlich; hingegen ist für die Städte mit 50—100000 Einwohnern
ein Rückgang von 65,5 auf 62,5 zu verzeichnen. Im allgemeinen
ist jedoch eine Vermehrung der Einrichtungen vorhanden, wenn diese
auch mit einem Ansteigen von 44 auf 5000 nicht als besonders groß
bezeichnet werden kann.
Die Ausdehnung der Erhebungen auch auf Städte mit 10—20000 Einwohnern
war dringend notwendig; denn es sind nicht weniger als 73 Städte
(Fortsetzung des Textes S. 40.)
3*