Full text : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

 

   

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MNiederlage,
die

DObersten  russischen

UAummer  112

Kolenseimer  Anzein#en

Samstag,  16.  Mal  1913

 

nutgung  des  ersten  Erfolges  haben  die  liegreichen
Truppen  in  zehntägigen  Kämpfen  die  russische
J.  und  8.  Armee  bis  zur  Vernichtung  geschlagen
und  den  Raum  vom  Dunajesr  und  den  Besliden
  bis  an  den  San  durcheilt,  dadurch

130  K#  heimaklichen  Boden  erkämpfl.

Neiche  Bente  fiel  in  die  Hände  der  Sieger.
VBom  2.  bis  12.  Mai  nochmittags  beträgt
die  Gesamtsumme  der  von  allen  Armeen
eingebracht-#n

Gefangenen  143  500  Manun,  ferner
ekwa  100  Geschütze  und  350
Maschinengewehre.

Hierzu  lommen  noch  alle  jene,  die,  durch  die
Ereignisse  überrascht,  den  Auschluß  an  die  zurückgehenden
  Truppen  versaumten  und  in  den
Waäldern  der  Sarrathen  vereinzelt  umherirren.
So  hat  sich  der  Stab  der  russischen  18.  JInfanterietruppendivifion
  mit  General  der  Infanterie
  Korniloss  gestern  im  Rücen  unserer
Armee  bei  Odrzechowa  unseren
geben.

2

 

 

 

 

das  Maß  der  zerrültlung  beim

Rückfluken  d  6  Feindes
kenn;  (ennzeicknet“  ich  ich  dadurch,  daß  unser  9.  Korps
*d

in  tiääo  den  131  letzten  drei  Tagen  eine  besonders.
würfelte  Mannsichaft  von  51  russischen  Regimentern
  gesangen  nahm.

    

 

 

Feinde  aufgestapelten  Ausrüstungen.
aller  Art,  Munilion  und  sonftiges  Kriegsmaterial
  blieben  bei  dem  raschen  Vordringen  der

 

Gegen  russische  Ableugnungen.
WIITB,Berlin,  13.  Mai.  Aus  dem  Großen
Hauptquartier  wird  une  geschrieben:  Zwei  amtliche
  russische  Berichte  vom  12.  Mai  wagen,
angeblich  zur  Austlärung  der  öffentlicken  Meinung
  in  den  neutralen  Staalen,  die  Erfolge  der
verbündeten  den.scken  und  österreichisch-ungarischen
  Hecie  abmleugnen.  Wir  möchten  nicht
unterlassen,  diese  Versuche  niedriger  zu  hängen.
Sie  sind  um  so  lomischer  und  unverfrorener,  als
beute  —  am  17.  Tage,  nachdem  die  verbünssij
  Stellungen  bei
Gorlice-Tornou  angriffen  ihre  Bataillone
150  Kilometer  writer  ö'llich  am  unteren  San
vor  Jarolau,  Przemysl  und  Dobromil  stehen
und  die  gan:  russische  Karpathenarmee  südlich
davon  auf  einer  Front  von  über  120  Kilometer
  Breile  eiligst  nach  Norvosien  lüchle.  Alo
Kuriosum  sei  noch  erwähnt,  daß  der  Komman- 



deur  der  in  dem  Bericht  besonders  erwähnten

tapferen  48.  Infanterie-Dioision  seit  gestern

l
(

Truppen  er-  I

ceinen  Sieg  zu  verkünden,  als

Die  seit  Monaten  vom,
Vorräte

lich  auf  dem  Transport  nach  dem  Innern  Oeslerreichs
  befindet;  er  wurde  von  Begleilleuten  ciner
Munitionskolone  aufgegriffen.
·  ·  ·  .
Eine  englische  Stimme.

London,  13.  Mai.  Die  „Morningpost“
meldet  aus  Petersburg:  Allem  Anschein  nach
hatten  die  Deutschen  nie  einen  besseren  Grund,
gegenwärtig.  Ein
eine  Woche  dauernder  Kampf  zwang  die  Nussen,
  zurückzugehen.  Russischerseits  nird  leine  Erllärung
  für  diese  Tatsache  gegeben,  außer  daß
der  Feind  eine  überwältigende  Kraft  sähmerer
Vatterien  für  sihh  hatte.  Der  Zusammenbruch
ist  so  völlig  unverständlich,  daß  man,  wenn
nicht  amtliche  Berichte  erstmalig  die  schweren

Verluste  zugäben,  berechtigt  wäre,  zu  glauben,

:  daß  etwas,  was  der  Laie  nicht  versteht,
Versolger  in  den  ruffischen  Etappenstationen  zu-,

rück  und  werden  erst  jetzt  gesammelt  werden

 

können.

Nördlich  der  Weichsel  dringen  österxeichischungarische
  Truppen  über  Stobnica  vor.

Deulsche  Truppenhabendie  Gouvernemonksh
  #uplsladt  Kleice  eroberk.

Oestlich  des  uUssoler  Passes  erstürmten  deutsche
und  mehrere  Höhen- 



 

Honved#trurpen  gestern

stellungen  der  Russen,  drangen  bis  Turla  vor

 

 

 

und  madten

4000  Marn  zu  Gefangenen.
Der  Angriff  wird  hier  und  in  der  Nichtung  auf
SKole  fortgesetzt.

In  Süddostgalizien  griffen
Truppen  über  Horodenla  an.

Schlietiich  sei  erwähnt,  daß  die  kufsischen
Communiaues  der  letzten  Tage  sich  sichtlich  bemühen,
  unsere  und  die  deutschen  Erfolge  abzuschwächen,
  alles  verneinen  und  als  absichtlich
falsch  wiedergegeben  bezeichnen.  Dies  ist  cin
schlagender  Berweis  fur  die  Große  der  tusfischen
denn  sie  verwirri  nun  nient  allein
Aitionen  der  Truppen  am  Schlachifelde,
EEIIIIIEIIIIIX

Heeresleitung.

 

starke  feindliche

den
Meldungen  von  dem  augenscheinlichen  Unglück
ingrunde  liegen  müsse.  (Z.)

·  #  4

Die  Kämpfe  in  der  Bukowina.

Czernowiß,  13.  Maoi.  Die  Kämpfe  am
Pruthuser  nordöstlich  von  Czernowin  haben
eine  nie  dagewesene  Stoßkraft  erreicht.  Die.
Russen  scheinen  mit  allen  Mitteln  einen  Durchbruch
  versuchen  zu  wollen,  um  den  Oesterreichern
in  der  Nordbusowina  und  der  in  Westgalizien
lämpfenden  Front  in  den  Rücken  zu  fallen.  ee
Russen  haben  zahlreiches  Artilleriemateriat  herbeigeschafft.
  Im  Verlaufe  des  Sonntags  haben
die  Russen  viermal  auf  die  österreichischen  Stellungen
  einen  Sturm  unternommen.  Sie  murden
  unter  furchtbaren  Verlusten  zurückgeworfen.
Die  österreichische  Artillerie  und  das  Maschinengewehrseuer
  rissen  starle  Lücken  in  die  russischen
Reihen,  die  besonders  in  ein  starles  Flanlen-=feuer
  geraten  sind.  Alle  russischen  Versuche,  die
im  bessarabischen  Gebiete  befindlichen  österreichisch-ungarischen
  Truppen  zurückzuschlagen,  sind
kläglich  mißlungen.  (JZ.)

Klärung  in  der  llalienischen  Krifis.

Eine  bedeutsame  Nachricht  brachte  der  Telelegraph
  am  Freitag  früh  aus  der  italienischen
Hauplstadt.  Die  Kriegshetzer  hoben  eine  schwere
  Niederlage  erlitten  und  das  Gesomtkabinett
hat  die  Konsequenzen  daraus  gezogen.  Es
mußte  die  Erfahrung  machen,  daß  es  mit  seiner
Kriegspolitik  von  beiden  Häusern  des  Parla- 



ments  im  Stiche  gelassen  wird;  die  Mehrheit
der  Abgeordnetenkammer  und  des  Senats  steht
hinter  Giolltti  und  will  von  der  Aufrollung  der
Kriegsfahne  nichts  wissen.  Die  Regierung  muß
selbst  zugestehen,  daß  sie  der  Zustimmung  der
lonstitutionellen  Parteien  entbehrt,  es  gab  also
für  si:e  nur  noch  einen  Weg:  die  Demission.

Der  Ministerrat  hat  seine  Abdankung  dem
König  unterbreitet,  der  König  hat  sich  die
Entschließung  noch  vorbehalten.  Es  besteht  kein

Zweisel,  daß  die  Demission  angenommen  wird,
und  dann  wird  eine  Regierung  ans  Ruder  kommen,
  die  im  Sinne  der  jetzt  von  Giolitti  geführten
  Verhandlungen  die  italienische  auswärtige
  Politik  weiter  leiten  wird.  Die  Kriegshetzer
  sind  also  unterlegen,  der  gesunde  Sinn  und
die  Vernunft  behielten  die  Vorhand  über  die
Leivenschafl.  Die  groß:  Masse  des  Volles  will
von  einem  Krieg  nichts  wissen,  nur  der  Hausen
  der  Kriegshetzer  hat  ein  überlautes  Geschrei
  erhoben.  Sehr  bedeutungsvoll  ist  die  weitere
  Meldung,  daß  300  Deputierte  und  100
Senatoren  dem  greisen  Staatsmann  Giolitti
bereits  eine  Vertrauenskundgebung  geboten  haben.
  Die  Mehrheit  der  Kammer  für  die  Fortführung
  der  Friedenspolitik  ist  somit  gesichert.

Ilalien  sieht  sich  in  der  Lage,  seine  notionalen
  Wünsche  durch  Oesterreich-Ungarn  erfüllt
  zu  sehen.  Wenn  die  Meldungen,  welche
heute  neuerdings  darüber  vorliegen,  den  Tatsachen
  entsprechen,  ist  das  österreichische  Angebot
  keineswegs  gering.  Wir  verweisen  nur  auf
den  Vericht,  den  wir  an  anderer  Stelle  darüber
veröffentiichen.  Der  Druck,  der  uns  alle  belastete,
  ist  also  wieder  gewichen  und  eine  zuverichtlichere
  Stimmung  kann  wieder  Platz  greifen.
Dazu  kommen  die  günstigen  Nachrichten,  welche
von  den  verschiedensten  Kriegsschauplätzen  vorliegen,
  die  bei  der  Beurteilung  der  internationalen
  Lage  mit  berücksichtigt  werden  müssen.
Im  übrigen  verzeichnen  wir  noch  die  Meldungen,
  welche  über  die  letzten  Vorgänge  in  Rom
vorliegen.

Rücktei#  des  ##alienischen  Kabiuells.

(Ertrablatt  vom  14.  Mei,  morgens  8  Uhr.)

Rom,  14.  mai.  dle  Agenzia  Siefant  oibt

bekannt:  der  mininerrat  hatin  Anbeiracht,/

dass  er  in  Bezug  auf  dic  Richtung  der
BRegierung  in  der  Internationalen  Polluln,
der  eimracht  und  der  Zunimmung  der

Kkonflitutionellen  Parteien  embeprt,  die  An
gelichts  des  ernnes  der  lage  erlorderlich;

wäre,  deschloflen,  dem  König  seinc  demllnon

  zu  überreichen.  der  Konig  hat  seinen

beschluß  vorbehalten.
Eine  vertrauenskunadgebung  für  Gloliu

Berlin,  14.  mai.  die  „Lägliche  Kund,
schau“  eninimmt  Hopenbagener  Släuern
solgende  meldung:  bie  lage  in  weiter  geklärt.
  300  beputierte  und  100  Senatoren
haben  an  ötolitti  eine  vertrauensadrelle
gelandt.

Berlin,  13.  Mai.  In  den  italienisch-öster-)
reichisckhen  Verhandlungen  ist  auch  weiterhin.
leiee  Verschlechterung  eingetreten,  die  Lage  ist:
vi.)  nehr  stabil  geblieben.  Von  einer  Ueberschät- 



zung  etwaiger  günstiger  Momente  muß  man
sich  natürlich  ebenso  fern  halten  wie  von  einer
Auffassung  der  Gesamtlage  in  ungünstigem

Sinne.

Wien,  13.  Mai.  Die  Haltung  Italiens  wird
hier  mit  vollster  Ruhe  beurteilt.  Man  hofft,  daß
es  den  vereinten  Bemühungen  der  deutschen  und,
österreichischen  Diplomatie  gelingen  wird,  in
allernächster  Zeit  eine  befriedigede  Lösung  zu
finden.  Wie  die  Wiener  „Allg.  Ztg.“  schreibt,
darf  auch  weiterhin  erwartet  werden,  daß  dieitalienische
  Regierung  die  demagogische  Bewegung
  meistern  werde.

Lugano,  13.  Mei.-  Der  Abg.  Cirmeni
nennt  die  Besorgnis,  daß  das  Parlament  einer
vollendeten  Tatsache  gegenüberstehen  könnte,

unbegründet.  Angesichts  der  parlamentarischen
Stimmung,  zumal  der  Haltung  des  hervorragendsten
  Mannes.  der  Kammer,  Giolitti,  gedenle

  das  Kabinett,  sich  dem  Urteil  der  Kammer
  zu  unterwerfen.  Auch  Sonnino  sei  jetzt
hierzu  bereit.

ien,  13.  Mai.  „Corriera  della  Sers“
hebt  hervor:  Um  einen  Krieg  führen  zu  können,
müsse  das  ganze  Volk  begeistert  sein.  Von  einer
  solchen  Begeisterung  könne  indessen  heute
nicht  gesprochen  werden.  Der  „Avanti“  erklärt,
  die  Kammer  werde  dem  Treiben  der
Regierung,  die  das  Land  in  einen  unheilvollen
  Krieg  stürzen  wolle,  ein  Ende  machen.
Auch  der  „Sekcolo“  läßt  die  Frage  ungelöst,
ob  das  italienische  Volk  in  einen  solchen  Krieg
zu  stürzen  wäre.

Rom,  13.  Mai.  Die  sozialistische  Kemmerfraktion
  nahm  folgende  Tagesordnung  an:  Als
Interpret  des  Proletariats  und  der  Mehrheit
des  Landes  und  in  Erwägung,  daß  selbst  im
Parlament  die  Unzufriedenheit  mit  der  diltatorischen
  Regierungsmethode  wächst,  erllärt  die
Fraktion,  daß  keine  Regierung  das  Land  wider
dessen  Willen  in  den  Krieg  stürzen  kann,  und
beschließt,  in  Rom  in  Permanenz  zu  tragen
und  eine  entschieden  gegen  den  Krieg  gerichtete
Posiii  zu  unterstützen.

om,  13.  Mai.  Die  Kriegspartei  setzte  die
letzten  Hebel  an,  um  ihr  Ziel  zu  gewinnen.
Das  —  dItalia“  griff  Giolitti  heftig
an.  Das  Organ  Giolittis,  die  „Stampa“,  dementiert
  energisch  die  vielfach  verbreiteten  Meldungen,
  wonach  Italien  sich  bereite  gegenüber
dem  Dreiverband  gebunden  habe.

·  ·  n

Das  Angebot  Oesterreich-Ungarns.

Lugano,  13.  Mai.  Der  Abg.  Cirmeni  teilt
in  der  „Stampa“  mit:  Dieser  Tage  wurde  die
sog.  ofsizielle  Phase  der  Verhandlungen  überwunden,
  die  nunmehr  in  die  letzte  ossizielle
Periode  eingetreten  sind.  Oesterreich-Ungarn
i  und  Deutschland  unterbreiteten  der  Consulta
amtlich  das  von  Boron  Macchio  namens  Oesterreich-Ungarns
  und  von  Fürst  Bülow  namens
Deutschlands  gezeichnete  Dokument,  in  dem  die
Gebietsangebote  Oesterreich-Ungarns  genau  bezeichnet
  werden.  Oesterreich-Ungarn  bietet:  1.
Den  gesamten  Trentino  und  den  von  den  Jtalienern
  bewohnten  Teil  Tirols.  2.  Das  Isonzogebiet
  einschl.  Gradisca.  3.  Die  umfassende
Autonomie  der  Stadt  Triest  samt  Universität
und  Freihafen.  &.  Das  Desinteressement  Oeslerreich-Ungarns
  zu  Gunsten  Italiens  in  Südalbanien.
  5.  Oesterreich-Ungarn  und  Deutsch-1!
  laud  ertlären  sich  bereit,  mit  freundschaftlicher
Absicht  die  italienischen  Forderungen  über  die
Abtretung  der  Stadt  Görz  und  einiger  dalmati-D
  nischer  Inseln  zu  prüsen.  Die  Durchführung  dieseer
  Zugeständnisse  wird  vurch  das  Deutsche  Reich
garantiert.

 

 

Erkämpft-#  Glück.

6  Roman  von  A.  Below.
(Nachdruck  rerdeten

lor  *  Frau
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ta-:—-L-s«s.k-ri«....  ks’  ber
licite  es  der  uen  E  uge  iein.  Slliiime

——  war  wnisth  eine  Frau  von  *-Nach
  weniven  Munenlicken  hatte  sie  den  ernen
Schrecken  uterwunden  und  sah  dem  dreiften
5  .  mil  bimenden  Ang.n  in  das  sviububische

joll  das,  geuner,  laß  auf  der  Stelle

mein  dd  los,  oder  ich  reite  Dich  zu  Voden!“
„Veriucht's  licher  mien,  0  hune  Lamc,"  lautete

die  freche  GCrmiertung,  „das  Pserd  wirft  mich

 

nicht  um.  viel  riuer  er  reckle  den  Arm  boch.

so  daß  der  wei
waliiden  Mu
es  iun  A#bden.

will.

e  Aermel  zuri  Gul  und  die  gesichlbar
  wurden  „reiße  ich
eebt  lieber  quwing,  was  ich  hlaben
Paßt  einmal  auf“
Er  ließ  einen  geltenden  Pfisf  ertönen,  und
r  wurde  es  in  den  Büschen  am  Wege
Jnn#s,  sechs  unbeimlich  au##ebende  Ges#.
  in  la  2½  zen9  aus,.  sperrten  den  Weg  und  umringten

 

im

  
     

rief  diese
Gelicht-  er,

Herei  und  Raub!-·
  Ikuusteuubatmu
dar  sich  hier

insan  -  den  hal  —  und  Zhr
wagl  &##  ,  mich  anzufalen?
i  ür  wagen  noch  ganz  auderen“  lantete  die

Erwidering,  des
fuhrerrolle
dau!l  ihrer
siry  dem

Zigennerr,  der  offenbar  die  Ane,

  und  alr  Leonore  Sorbie,  die
it  und  Ciewandiheit  im  Reiten
cich  der  dia:  roner  sellen  enlingen
halte,  lante  Hilferuse  amasiseß,  lachte  er  holmisch
ani.  indem  seime  Kumpane  tiniuimmien:

EEI  beiser,  mein
Turleitun  Wen.  *  leummt  memand,  der  Dir  hel'sen
lann.  „ihr  nun  llein  belgenen  oder
nicht“  wandte  er  sich  darauf  drehenden  Tones
an  die  Graän.

„Was  soll  ich  Tir  geben?“  anlworlete  Oucline,
„Du  sielnst  doch,  daß  ich  leinen  Schmucl  an  mir
habe,  und  von  Geld  habe  ich  auih  nichts  weiter
bei  mir  als  dire  hier.“

Sie  grif  in  die  Tasche  und  brachie  eine
Handvoll  loser  Münzen  zum  Vorschein,  die  sie
ihrem  Bedrenger  dorreichen  wollic.  Rcb  fedoch
stioß  dieser  ihrr  Hand  zuruck,  sodaß  die  Gerdstucie
zu  Bee  rollten.

 

  
  

 
    

9

„  m  brannen  Hanlo  leine  Faren  vor,
schöne  #a#  in  rückt  nur  Euer  indisches  Halsband
  raus,  das  Ihr  ja  Niemals  von  Cuch  last!“

 

Jeht  erichral  die  nieich##r-  bi  doch  in  lieiser
Seele,  so  daß  sie  die  .  ils-il
Hlutucllnuldadtusl  nu  Haag  ein  vornehmer
  OIndier,  cin  Keund  ihres  Gatten,  gescheult
  halle,  besaf  einen  ganz  bedeutenden  Wert
und  war  ihr  auferrem  aus  anderen  Gründen
überaus  teuer.  Woher  wußte  der  Schurke  nur
von  dem  Halshand“  Sie  sandie  verzweiflungsvoll
  ihre  Vlickr  in  die  Kunde  —  war  denn  gar
leine  Oilse  in  der  Näl#?  —  Das  Buschwerk  zog
sich  ein  ganzes  Cau  de  lungs  des  Weges  hin  und
verschleierte  e#:  A#gung  desselben.  Torthin  war
Leonore  **-  geipren:  gt.  Und  was  war  das?!
Der  Gräsin  zurtie  es  wie  ein  eleltrischer  Funke
durch  die  Glieder.  Vernahm  ihr  scharses  Chr
nicht  Ruse  mannlicher  Stimmen?  Bri  Golt  —
sie  hallc  sich  nicht  actliuscht.  Gireltet!“  brach  #3
moelno  aus  ihrem  Munde.  Tenn-  um  die  We
ecke  sprengten  im  wildesten  hause  zwei  Reiter,
von  Leonore  Sophie  gefolgt.  der  Zigeuner
hatte  sich  umgedreht.  Ein  risiid  luch  kam  über
Haine  Lippen.  „Das  Halsband!“  zischte  er.  „Schnell,
—  Er  riß  ein  Messer  hervor  und  ückte  es
heern  Ottoline.  Seine  Gefährten  aber  schrien
wild  durcheinander,  die  rohesten  Flüche  in  den
verschiedensten  Sprachen  wurden  laut;  sie  wußten
ossenbar  nicht,  was  sie  zun  siolleen,  da.  es  ihnen
fast  Hplich  an  Wassen
ausprengenden  Ne  ließen  dem  Geweld
  *  nicht  viel  Zeit,  ihre  Entschlüsse  zu
sassen,  wie  die  Windsbraut  brausten  sie  heran.
Ludwig  Günther,  jubelte  Gräfin  Ottoline
denn  sie  hatte  ihren  #unten  Vetter  von
Schloß  Varül  erlante.  Aupwig  Günther!=letzten
  rst  her,  was  H

 

###

an  *  habt,  Ir  ha  oder  h
Echittdettxetlyuochhthlt
liab1««dwlilcdaabec  noch  —  vo  t  lr  Aut

heisere  Suimme  des  Räubers.

Außer  sich  vor  Zorn  und  Abschen  drehle
Ottoline  die  Reitpeitsche  um  und  schlug  mit  dem
schmeren  Kuauf  derselben  den  Patron  mit  voller
Kraft  auf  die  erhobene  Hand.  Ein  anderer  als
dieser  Hünc  hätte  unter  der  Wucht  des  Schlages
wohl  das  Messer  sallen  lassen,  dieser  aber  brüllte
nur  auf  wie  ein  angeschosfenes  wildes  Tier  und
holte  mit  Butstnkeinven  Augen  zum  vernichtenden
Stoße  aus  sie  Grafin  sah  in  diesem  Moment
dem  Tode  ins  Augesicht  und  schloß  erbleichend
die  Augen.  Da  aber  knallte  ein  Pistolenschuß,
dem  ein  Ausschrei  aus  dem  Munde  des  MWegelagerers
  solgte.  Zugleich  ließ  derselbe  die  Zügel
des  Pserdes  sahren  und  griff  sich  nach  der  Schulter,
die  offenbar  gelrossen  worden  war.  e  Gejährten
des  Verwundeten  sahen  sich  unwillszrlich  bei  dem
Ausschrei  nach  ihrem  Häuptling  um,  da  aber  war
Luswig  Günther  auch  schon  heran.  Dem  vordersten
der  Marodeure  schleuderle.  er  die  noch  rauchende
Piftole  ins  Gesicht,  einen  Zweiten  traf  ein  gewaltiger
  Hieb  seines  Oirschsangers,  während  ihm
zur  Scite  sein  Diener  Philipp  einen  Dritten  in
ahnlicher  Weise  lampfunsähig  machte,  indem  er
dabei  laut  in  seiner  heimischen  Mundart  welterte:
„Ji  ketue  de  Tunner  schall  Ji  schlau!“

Der  Rest  des  seigen  Banditengesindels  wartete
erst  gar  nicht  ab,  bis  der  stämmige  Bursche  auch
ihnen  eins  auswischte,  sondern.  gab  schleunigst
Fersengeld  und  relirierte  in  das  Buschwerl  hinein;
die  Blessierten,  ihren  vor  Wut  schäumonden  Obersten
mit  sich  Febten.  solgten  ohne  Säumen.  Am  Nande
des  Gebusches  drehte  sich  der  Zigeuner  aber  no
mals  um:  „Soo  1  denn  heute  schon  zum  Teufel
und  grüß  seine  Großmulier  von  mir!=  rief  er
und  (Wlenwerte  sein  Messer  gegen  Ludwig  Günther
trotz  seiner  Verwundung  mit  tötlicher  Sicherbeit.

LEÆMMIE

 

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