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sens anzunebmen. Eines Nachmittags, als ich von Tische
kam, gieng ich desbalb im Vorbeigehen zum erstenmal in
die Stube des Invaliden, um bei seiner Frau zu bestellen,
was sie mir einkaufen sollte. Beim Eintritt in die
Stube war die Frau im Nebenzimmer, und ibr Sohn,
ein Schuster, der mich vielleicht zuvor nur einigemal gesehen
hatte, und mich eben nicht weiter gekannt, saß
oben auf seinem Arbeitstisch und börte mein Verlangen,
das ich balb in italienischer und halb in französscher
Sprache vorbrachte. Da er mich wahrscheinlich nicht recht
verstanden, und von mir auf seine Fragen zur Antwort
erbielt, daß ich zu Hause bleiben und nicht mehr ausgeben
wolle, nahm er sein Schustermesser und sprang auf
mich zu mit den Worten: verstuchter Franzose, du sollst
bier in diesem Hause, wo ich bin, keinen Zustuchtsort
finden, und nicht in demselben lebendig bleiben! Dieser
unsinnige Mensch würde mich gewiß erstochen haben, wenn
seine Mutter nicht alsbald herbeigeeilt wäre und ihm gesagt
bätte, daß ich in’'s Haus gehöre, und einer von den
beiden deutschen Künstlern sey, die sie schon lange Zeit
bediente.
Nicht lange hernach bat sch dieser Schuster bei einem
in der Nüäbe des spanischen Platzes gebaltenen Madonnen
= Feste, das einem außen auf einem Hause angemalten
Marienbilde zu Ehren von den in jener Gegend
wohnenden Leuten nach römischer Sitte mit vieler Pracht
und selbst mit Beleuchtung der Häuser am Abend gefeiert
wurde, mit Menschenblut befteckt, indem er einen Chirurgen,
der mit seinen beiden Schwestern am Arme vorübergieng,
mit einem Dolch erstach. Ein böser Däémon