Full text : Die Schlacht bei Forbach und die Wehrkraft des deutschen Volkes.

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große  Zuwachs  an  den  beiden  Gegensätzen  „Freiheit
  und  Gleichheit‘  hat  Kongestionen  erzeugt,  von
denen  aber  mehr  die  niederen  Volksschichten  heimgesucht
  werden.  Kein  Volk  neigt  in  ailen  Schichten
mehr  zur  unbegründeten  Überhebung,  zum  Dünkel,
als  das  deutsche.  Kein  Volk  will  aber  auch  höher
hinaus  als  das  deutsche,  und  das  ist  eine  seiner  guten
Seiten.  Durch  den  Aufeinanderstoß  dieser  beiden
Eigenschaften  unter  der  Herrschaft  des  schwachen
Gemeinsinns  und  der  großen  Genußsucht  ist  auch  der
Kampf  des  sog.  vierten  Standes  um  Anerkennung  der
Menschenrechte  ein  so  erbitterter  geworden.  Nicht
nur  gegen  die  Fürsten  wird  gekämpft,  sondern  gegen
alle  höheren  Volksklassen,  die  beide  mit  ungenügenden
  oder  ganz  verkehrten  Abwehrmitteln  ausgerüstet
waren  und  sind.  Namentlich  einige  Fürsten  und
Private  haben  die  Arbeiterschaft  in  eine  Stimmung
hineingeärgert,  die  bedenklich  geworden  ist.  Der
Erfolg  wurde  dafür  auch  ein  überraschender.  Der
größere  Teil  der  Sozialdemokraten  und  ihrer  bürgerlichen
  Mitgänger  ist  direkt  feindlich  und  der  Rest
gleichgültig  gegen  das  Fürstentum  geworden.  Die
Gleichgültigkeit  erstreckt  sich  sogar  noch  auf  einen
sehr  ansehnlichen  Teil  des  übrigen  Volkes.  Wer  nun
aus  der  Abkehr  von  den  Fürsten  auf  eine  Abkehr  vom
Vaterlande  schlösse,  würde  irren,  und  ein  Landesfeind
  könnte  mit  dem  Incasso  dieser  Berechnung
sehr  trübe  Erfahrungen  machen.  Der  bei  weitem
größere  und  bessere  Teil  der  Sozialdemokraten  hat
dieselbe  Liebe  zum  Vaterlande  wie  der  übrige  Teil
des  Volkes,  d.h.  sie  vertragen  beide  eine  gleich
starke  Aufmischung  ohne  Albdrücken.  Der  Boden
des  gemeinschaftlichen  Vaterlandes  ist  auch  der  Ort,
wo  wir  uns  wieder  verständigen  können  und  werden,