AUAummer 278
##er Siegeszus gegen die Mastener. 1
Abbruch der Offensive in Italien?
Zürich, 1. Dez. Die „Ihricher Post“
schteibt zur militärischen Lage: Die Möglichtrit
eines Abbruch es der Offensivein Italien
ist immer mehr in Rechnung zu stellen.
Hindenburg erreichte eine neue starle Verkürzung
der Fronten und zwang die Italiener in
eine Stellung, die defensiv ungünstig und ofsen-#
beinahe hoffnungslos ist. Wir unierschätzen
ert der Ebene zwischen Piave und der
Pi fnewege. Ob ihr Besitz aber heute die
ser wert ist, die ein Durchbruch gerade jetzt
llr rdern würde, ist immerhin zweifeihaft. Die
Piavestellung ist für die Italiener auf alle
Fälle ungünstiger als die Brentastellung. An
der Brenta stehen sie ziemlich sicher. An der
Piave muß Dun stets mit neuen Ueberraschungen
rechnen. Die Piavelinie bindet also stärkere
Truppenbestände als die Etsch. Damit ist
selbsioerständlich nicht ausgeschlossen, daß sich
mente ergeben können, die zur Ausnutzung
einer taktischen Möglichkeit geradezm herausfordern.
Eine strategische Notwendigkeit zur Weiterführung
des Feldzuges über die Piave hinaus
liegt aber nicht vor. vor.
vie rtel In im vVellttlege.
Die Kämpfe in Palästina.
Die Turken- meldeten am 30. 11. von der Sinaifront:
Die Kämpfe werden fortgeseht. Südlich
Audschn Abu Ledsche von der Küste bis
El Tire stiehen unsere Truppen erneut auf heftigen
Widerstand. Sie wiesen alle feindlichen
Angriffe ab. Weiter südöstlich bei Maalin stiehen
die Engländer mehrfach mit einer Infan--terie-
und einer Kavallerie. Dioision gegen unlere
bis dorthin vorgedrungenen Truppen vor.
Sie wurten iedeemal mit schweren Verlusten
zurückgeschlagen. Kräflig setzten unsere Truppen
auf dem rechten Flügel der Mittelgruppe ihre
Angrifse sort. Schon vorgestern wurde von ih
nen Beiur-el Foka genommen. 30 Mann und
41 Maschi inengewehre wurden eingebracht. Bei unseren
Tiunppen westlich und südiich Jerusalem
herrschte nur geringe Gefechts: äligkeit. Ein englischer
Fesseiballon wurde durch einen unserer
Flieger angesd-alen. Die seindlicken Verpflegunge-
und Munitsonsdepot## wurden erfolgreich
mit Bomben beworfen.
Am 1. 10. meldeten die Türken: An der -e
naifront wurden auch am 29. 11. die Kämpfe
fortgesetzt. Während es an der Küfte bie El
Tire zu keinen größeren Kämpfen lam und
tagsüber bei unseren Truppen südöstlich von
Maalin allgemeine Ruhe herrschte, wurde der
rechte Flugel unserer Mitteigruppe in der Gehend
ron Beinr-c Fola siurt angegrissen.
Nachdem das Dorf und einige Teile unserer
Stel ung vorüherg.B#nd verlorin wurd u. w###dn
das Dorf sofort und alle anderen Stellungen
später nieder gewonnen. Wesiüch Jerusalem
nur Areiillerietäligleit und lein Infanteriegefecht;
nördli herrscht Ruhe. Vor Mersina wurden
durch unsere Flieger wieder zwei Wachtschisse
zur Umkehr gezwungen.
— — —
Algemeines vom Fries.
*: Millionen („efangene.
Kürzlich wurde von deulscher amtlicher Seile
bekanntgegeb: eien. das. die Zaill der listenmäßig
is deutschen Lagern geführten Kriegsgesangenen
die Ziffer von 2000000 überschritten habe. Die
Zusammenftellung unserer österreichisch-ungarischen
—.3 vom 1. November rrgit,
wauuca.
Ands ein berhummen. tin cuisatden;
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laub ihm abruschmichen.
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Aufs setzt.
S#e bayrische Vauerngeschichte von Herman Schuid.
25)
In bemselben Augenblicke halle die Flamme
die dürren Bollen des Dackgerustes erreicht;
es wich dem Luftdrucke, und wie ein furchtbates
Notzeichen stieg eine Feuersaule funlensprühend
in den Nachthimmel empor.
Verwirrte Stimmen, Hilserufe und Kindergeschrei
erschollen aus dem anstoßenden Bauernhonse
herüber. Die Bewohner waren erwacht u.
—— wie sie dem Bette entsprungen, aus dem
urchtbare Ahnung ir surchtbarger-
Sro
Eiän- t zu sehen. ledie die
demsecch den hauses hin-—A
n einige Funken auf den
Reichsfinanzen und
F Schinde
Kesenseimer:. Anzei##n
wie wir zuderssi erfahren, für die österrelchisch
rische Monarchie eine S an
ch angenen von über 1000 en.
ohne Hinzurechnung der in den e
184 ngen nicht mitgezähllen, in der "—
befindlichen Kieg fangenen sowie der von
den Bulgaren und Türken eingebrachten Kriegsgefangenen
ergibt das allein für Deutschland
und Oesterreich-Ungarn eine Zahl von weit
über 3000 000 Mann. Erinnert man sich
bei dieser Gelegenheit, daß vor wenigen Ta
Lord Turzon im englischen Oberhause voller
Stolz verkündete, die Engländer hätten auf allen
Kriegsschauplätzen im Ganzen bisher 159
Gefangene gemacht, so sieht auch der Blinde, wo
in diesem Kriege die Sieger zu suchen und zu
schlicken haben, scheint es gut zu sein, auf diese
Summe von acht Milliarden linzuweisen, die in
der Kriegszeit bisher an besonderen direkten
sinden sind.
Der große Kriegsrat der Alliierten.
*Paris, 1. Dez. (Agence Havas.) Die vorbereitende
Versammlung zu den Konfere en des
interalliterten Generalstabes fand heute Vormittag
statt. Llond George, General Wilson. Lord
Milner und Gener atville begaben sich Pae
Hen nach Versailles. Auch Cadorna ist in Verailles.
Japan sendet keine Truppen.
LHaag, 30. Nov. Die jabanische Zeitung
„Mahi“ erklärt halbamtlich, daß die Pariser
Entenkekonferen) auch die Frage der Entsendung
japanischer Truppen nach Europa endgült'g regeln
werde. Der japanische Premierminister habe
im Rate der Alten erkliärt, daß eine Entsendung
japanischer Truppen nach Europa unmöglich
sei. Japan würde aber mehr
soeicheih iffe in die europäischen Gewessern entende
Ausland.
Schwedische Spionage zu Gunstender
Entente.
* Berlin, 1. Dez. Zur schwedischen Spionage
im Dienste des franz. Mi litärattaches verlautet
aus zuverlässiger Quelle, daß die Hauptbeschuldigten
zwei Brüder Löving, die man gesucht
hatte, am 22. 11. verhaftet wurden. Diese
gesianden, seit drei Monaten mit Hilfe eines
Boten des Stockholmer Haupttelegraphenamles,
namens Ardakl. sämtl. Staatstelegramme
der deutschen, österreihischen, türkischen u. bulgarischen
Gesondtsckaften dem frangz. Militärattache
verschafir zu haben. «
Leutfezeeselsiilsg
* Berlin, 1. Dezbr.
Der Reichstag b. faßte sich heute mit der driten
Lesung der Kreditvorlage.
Zu Beginn der Sitzung gab Abg- Prinz
Schönaich -Caro lath (natlb.) als Berichterstarter
des Hauptausschusses eine Erlklärung
ab, in der betont wird, daß der Auoschuß den
Ausführungen des Reichskan) lers beir. seine
Be reitwilligleit, in Unterhandiungen mit Rußland
einzutreten, sobald hierzu bevollmächtigke
Vertreter Rußlands benannt sein werden, cinmütig
beigetreten sei. (Beifall.)
Hierauf ergreift
Reichsschatzselretär Graf Roedern
das Wort zu längeren Ausführungen über die
speziell die Kriegskredite
und Ariegseuery#n3 Was die Schätzung der
bisherigen Ergel -##. der Kriegssteuern betrifft,
sagte der Pibeszelr är. so kann sie nur sumerisch
ertoigen Ith gaube, daß diese Kriegs-
- un entsesseiten Elements Einhalt zu tun,
nichts blieb übrig, als das Beste au Fahrnis
und Habe aus dem gefährdeten Hause zu schaffen,
das Gebäude aber selblt der Zcrorung
zu überlassen. Ve etten, Kleider, Hausrat aller
Art wurden in die Büsche und zwischen die
Trümmer der Ruine geschleppt; die Frau des
Baumannes mit ihren schreienden Kindern sank
mie ohnmächtig darauf nieder, während die
Magd noch mit dem Austragen von Gegenständen
bescheftigt war, der Mann sokbst aber
mit dem Knechte den ohnmächtigen Versuch
machte, Wasser aus dem Bache in einen Kübel
zu schöpfen und in die Flammen zu schatten.
Es währte nicht lange, so hatte die aufsteigende
Feuerseule die Bewohner der Niederungen
geweät; von den Kirchtürmen der benachbarten
Orte begannen die ängstlichen Feuerlocken
klingen; bald waren auch die Bewohner
der nächsten Häuser zu Hilfe da, aber die
Hilfe kam zun spãt. Das Feuer hatte schon
den größten. Teil seiner Jerstörung vollendet;
das Dach des Hauses stand schon in voller Glut;
aus den Fenstern loderten Feuer#ungen empor:
die Scheune drohte jeren Augenbiick in 8
selbst zusammenzustürzen.
Auch die Bewohner von Flintebach “'“
herbei, mit ihnen der Wirt und der alte Förster;
selbst die Grenzaufscher sehlten nicht. Sie
waren eben auf ihrem nächtlichen Rundgang
begriffen, als sie den Feuerschein erblickten und
hilfsbereit herbeieilten. Von den Elinwohnern
der Häuser am Abhange des Fallkenstein sehlte
war teine Moslichrett, der 1
steuer mit den Zuß lägen dem Reich einen
Ertrag von rund 5 iarden Matk brin
wird. Das Resultat ist also erheblich uen
als wir es alle bei der porjä 66%
bung veranschlagt haben. Sn Kiie O"
auch veranlagte Sen mit 2 etwas
über 100 Mistionen und Kriesssteuer stessen also
zufammen die vom Neich während des Krieges
erl obe nen direkten Steuern dar, die usammen
über 6 Milliarden ergeben werden. Da- auch die
Bundesstaaten und die Kommunen ihre direkten
Steuern haben erhöhen müssen, so darf mian
annehmen, daß noch ein Plus von etwa zwei
Milliarden gegen die Friedenszeit ethoben worden
ist und gegenüber manchen Intümern, die
auf diesem Gebiete sich in letzter Zeit einge-Kriegssteuern
erhoben worden ist. Ich bin mir
durchaus bewußt, daß dies nur ein bescheidener
Teil der tatfachlichen Kriegsausgaben ist, und
doß unsere bisherigen Kriegssteuern in erster
Linie dazu dienten, das bisherige Zinssoll sowie
die Aussälle an anderen Steuern zu delken
und daß nur ein Teil der Kriegssteuern
eine tatsächliche Herabminderung des #ar leihesolls
unserer Kriegssteuern dienen wird und dahaben
sie auch rollkommen ausgereicht. Der
Staatsselretär stellt sodann verschiedene Irrtülmer
seines englischen Kollegen Bonar Lawm beüglich
unserer Kriegsfinanzierung rihtig. Uebergehe
nd auf den Erfolg der letzten Kriegsanleihe
dankt der Staatsselretär allen denen,
die sich für ihr Zustandekommen einsetzten, den
Tausenden von freiwilligen Helfern, der Presse,
den Banlen, Sparkassen und dem Heer. Ich
in mir durchaus bewußt, daß auf dem finanziellen
Gebiete die gröhten Musgoben noch vor
uns liegen. Ich denke aber, daß wir den während
des Krieges durch drei Jahre verfolgten
Weg weitergehen, d. h. nach Möglickeit Konsolidierung
der Kriegsausgaben durch langfristige,
regelmäßig wiederkehrende Anleihen, Aufdringung
des Zinsendienstes durch neue, eventuell
auch den besonderen Verhällissen des
Krieges angepaßte Steuern, organische Finanzreform
und der Durchführung eines größeren
Programms, aber erst dann, wenn wir über
wirtschaftlicke und sonstige Kriegsjolgen elwas
llarer sehen. Der gegenseitige feste Wille, durch
eine große, die Bedürfuisse unseres reich gegliederten
öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens
voll berücksichtigende Gesamtreform wird
bei Ihnen und der Ninanzverwaltung vorhauden
Tein. Wenn ein solcher Wille vorhanden ist,
“** sich auch ein gemeinsamer Weg finden
a
Abg. Ebert (Soz.) kommt auf das russische
ngebot zu sprechken und erllärt, daß seine
Partei diesem zustimme unter dem Prinzip
„Ohne Annexrionen und Kontributionen auf
Grund des Selbstbestimmungsrechtes der Völker".
Llond George und Clemenceau wollen
leinen Frieden, sondern die Fortschung des
Krieges. Deshalb stimmen wir den Kriegekrediien
zu, müssen aber gleichzeitig sordern, daß
die Regierung ihrerseits alles tul, um die
Vollsernährung zu sichern. Die kärglichen Bezüge
der Soldaten müssen baldigit aufgebessert
und für die Witwen und Weisen unserer Soldaten
gründlich gesorgt werden. Wr hoffen,
daß die Schrecken des Krieges baldigst aufhören
werden und das Volk den Frieden erhält!
Abg. Ledebour (U. Soz.) verbreitet sich
über ie Invalidenfürsorge und über die Erhöhung
der Soldatenlöhnung. Er begrüßt die
Bereitwilligkeit der Regierung zu Friedensverhandlungen.
Abg. Graf Westaro“ (kons.) erhebt Einnaturiich
niemond unter ihnen krr gleich
einer Verzweifelien, Gertl's Mutter
„Wo ist mein Kind?“ Hrteg sie, fon e
re raufend. „Wo ist meine Gertl?
Gertl, wo bist Du? Gib Anwort — um's SSe
Chrifti willen, gib Antwort
Es dauerte einige Augenblide, b is man aus
ihren verworrenen Reden begriff, daß das
Mädchen wegen der Morgenarbeit schon den
Berg heraufgekommen sei und die Absicht get.
habe, bis zum Beginne derselben sich in
die Spheue, ins Heu zu legen. Wie versteinert,
lautlos vor Entsetzen, standen alle einen Augenblic;
das Blut wollte in den Adem gerinnen.
Wenn die Unglückliche ihren Vorsa#z wirklich
ausgeführt hatte, war sie verloren. Unfellbar
inußie sie entweder erstickt oder gar
verbrannt sein oder sie mubte, wenn sie noch
lebte, von dem sih, bereits zum Einsturz neigenden
flammenden Giebelbalken erschlage werden.
Die Mutter, als sie die furchtbare Wirklichleit
begrifsen, slürzte bewußilos zusammen. Niemand
wagle den Versuch, sich dem Scheunentor
zu nähern; er wäre in den sicheren Tod gegangen.
„Es geht nicht,“ schrie alles durcheinander:
„das Dach stürzt jeden Augenblick ein; es hilft
auch nickts mehr die ist schon verloren; beten
wir lieber ein „Vater unser', daß ihr unser
Herreet beisteht in ihrer schrecklichen Sterbestun
“m7 war rings, nur“ Funterbrochen von
dem Murmeln der betenden Stimmen, von dem
Knistern und Knattern der Flammen oder dem
Dienstag, a. Dezember 1917
spruch gegen de Angrijfe des Wbg. Ebert gegen
Herrn v. Wal
. Da ##n meint. wenn wir im
Augu 191 # 4
dem Nezept der Unabhängigen
die Kriegsfredite abgelehnt und das S'ignal
zur Zuletracht gegeben en, so wären jetzt
in Petersburg nicht die ilchewiti am Regimenk,
sondern der siegreicht Jar. (Der Reichlanzler
betritt don Saal.) Wie richtig unsere
Politik ist, beweist die Haltung der Engländer
und Franzosen
Zininierinaiin (ni-tlb) sagt, die
suerenen mit Rußland müßten
eführt werden, dah Deutschland all# dort
b. orene Geld und Gut wieder bekomme.
Abg. Ledebour (. Soz.): Die Bewilligung
Cer Kreditvorlage ist nichts als eine Verkrauenstundgedung
für die Regierung. (Lebhafter
W -ehph und Unruh: im ganzen Hause.)
g. vid (Soz.) hält dagegen, daß gerade
die ul##ch: Nevolution die Richtigkeil der
olitik der Partei bewiesen habe. Sie wäre
nicht gekommen, wenn die Entente uns beliegt
lärte. Die Zerschmetlerung der zarischen Truppen
sei mit unser Verdienst, nicht des der unabhängigen
Sozialdemokraten.
Darauf wird die Kreditvorlage einmütig
gegen die Stimmen der unabhängigen
Sozialdemokraten angenommen.
Bei der nun solgewden ersten Lesung des Antrages
Liesching (Fr. Vp.) #a##
Abänderung des Kohlensteuer-Gesetze
spricht
Staatssekretär Graf Roedern die Hoffnung
aus, daß die verbündeten Regierungen
dem Anitag wohl zustimmen werden.
Darauf wird der Anttag in allen drei Lesungen
angenommen.
Sodann tritt Vertagung ein.
Präsident Dr. Kämpf bittet um die Ermächtigung,
Tag und Tagesordnung der nächsten
Sitzung selbständig fesizuseren und sagt dabei,
58 eine längere Pause nicht beabsichtigt
sei.
Abg. Scheidemann (Soz.) sagt, dah der
Reichstag jeht versammelt bleiben missee; die
Situation erlaube es nicht, daß der Reichstag
jetzt nach Hause geschickt werde und wünscht für
die nächste Woch: Fortsetzung der Verhandlungen.
Abg. Ledebour (. * schließt sich der
Anregung Scheidemann an
Adg. Dr. Stresemann (natlb.) ist ebenfalls
ber Meinung, daß der Reichstag nicht ausgeschaktet
werde.
Nach einer weiteren Debatte, an der sich die
Abgg. Fischkeck (Fr. Bp.), Ledebour (U. Soz.).
Fehrenbach (Zentr.) und Graf Westarp (konf.)
beteiligen, bleibt es bei dem Vorschlag des
Präsidenten, worauf der Reichstag um 411 Uhr
auseinandergeht.
* »»
Vom Hauptausschuß de? Reichstags.
*Verlin, 1. Dez. Der Hauptausschuß des
Reichstages trat nach der Vollversammlung
wieder zusammen, umn vertraulsche Erklärungen
des Staatssekretärs des Auswärtigen v. Kühlmann
entgegenzunehmen. Nach kurzer Dauer
wurde die Sihzung geschlossen. Der Termin
für die nächste Sitzung wurde offen gehalten.
Je nachdem die pollüsche Lage sich gestalict,
wird der Ausschuß früher oder Wäter= wieder
zusammentreten. .
Giolter hier und da esar Ballen und
Steine.
„Laßt mich durch!“ schrie plötzlich mit schallender
Stimme ein Mann, der mit staridm Arm
sich durch die Menge drängte und auf die Scheune
zustürzte. Bei seinem Erscheinen brach alles
in Ausrufungen des Schreckens und der Verwunderung
aus — des Schreckens, weil niemand
noch eine Rettung für möglich hielt
und den Kühnen nur in den gewissen Tod gehen
sah — der Verwunderung, denn der unerwartete
Netter war keine fremde Person. Es
war offenbar der blöde Krüppel, der Tiroler
Stummerl, den jedes Kind kannte, und doch so
verändert, daß man Müle hatte, sich an ihm
zurecht zu sinden.
as ist denn das?“ ging"s durch einander.
Wo hat denn der Stummerl seinen Stelzfuß
ursl „Wie hat er geschwind so gut reden
gelernt?“
Es war W# Zeit, sich wane Atwoott ur
A oleh der Augenblick der
Ah Este, eibung war gekolhmen. Unbeküm--mert
um den Fungemenes der auf ihn nieder-Pbrübte.
hatte der Mann die Ballen am Eingang
bei Seite gechler venn den Riegel zurügestößen,
und von. chienen sahen Alle mit
einem Aufschrei des asen das vermißte
Möchen hart an der Schwelle, einer Tot## ähnlich,
dohingesereckt. Rräsnen bob der Freinde sie
empor und eilte mit seiner Lan in's Freie —
unmttelbar Dinter ihm prasselke das einskürzende
Gebälk nieder.
(Gachus #sen#n.) [–