Uummer 60
Ims dem Gerictsaale
Dienstvertrag und sittlichepflichten.
München, 12. März. Der Verkäuferin eines
Kaushauses in München wurde am 30. Dizember
das Dienstverhältnis gelündigt. Am
31. Dezember blieb oie Verkäuferin wegen schwerer
Ertrankung ihrer Schwiegermutter, deren
Pflege sie notwendigerweise übernehmen mußte,
nach Entschuloigung vom Ceichäfte weg; am
3. Januar wurde sie deshalb plötzlich enilasfen.
Die Verläuserin verlangte für den Monat
nuar ihren Gehalt als Entschädigung für W
ungerechtfertigte Entlassung. Das Kaufmanns-Fricht
unter dem Vorsitze des Gerichtsdirektocs
Prenner reinrteilte die Firma zu dieser
Zahlung mit noachstehender gru# Sdsählich wichtiger
Begründung: Es fragt sich, ob diese Enllchtang
gerechtfertigt ist und ob insbesonders in
dem Verhalten der Klägerm die Merkmale „des
unbesugten Verlassen des Dienstes während einer
den Umsiänden nach erhedlichen Zeit“ zu er—
blicken sind. Cin unbesugtes Verlasien des Dienstes
ist dann gegeben, wenn der Angest: I"::
ohne rechlmäßigen Hinderungagrund seinen
Dienstpilichten nicht nachiommt. Rechtmäßig ist.
jedes Hindeinis, das dem Gehilfen das Recht
gibt, den Dienst zu verfäumen. (Staub, Kom
mentar zu H.-G.-B. 1 S. S73.) Dieses Hinder.
nis kann nicht bloß aus der olileltiven Dieaftleislung
entspringen, sondern lann auch in Momenten
gelegen sein, die auferhalb des Diustvertrages
gelegen iind; so insbejonders in Fallen
der Erfüllung höherer sittlicher und menschlicher
Pllichten gegenüber- dem Nächsten und
der Allgemeinheit. Diese Fälle ergeden sich aus
der Natur des Arbeitsberir: zges nberhaupt, der
nicht allein nach den (Gesichtopunkten einer reinen
Sachleistung des Angeste Uten beurteilt wer
den darf, sondern wegen seinen un: renndaren
Uebergriffes in das Persönlichleilrecht den Angesiellten
oie allgemein anerfannten Grundlän:
uber sittliche und menschliche Nili hien auchaußer-Seelachs
und-“ Kabeljau 24 7J.
Schellfisch 35 -J Seehecht 80 J,
Nordsee-Kabeljau 35 J.,
Heilbutt und Stockfisch,
lebende Hechte, Vrachsen, Rochen,
Barben, Aeschen, Forellen.
Frz. Huber.
Privaet. Irrenaustalt GH#ullingen
Württ. hat sofort
oder später einige
Wärterinnen-Stellen
beseiren
Angenommen werden jüngere
Mädchen, jedoch nicht unter 18
Jahren. Ansangslohn nebenfreier
Station Mk. 230.— per Jahr.
Meldungen u. vorhandene Zeugnisse
an die Direktion.
In
— ————
e Herd. u. Küchenmädchen sowie
rionz:m., Lausme dcen: Ansanoeskell
* tara Land dbis 1. Abril. eb.
tüchilge Stallmägde. Btelle suchen:
#enenn u. Saon, Jiemmernäeen
Josesfa Maier, Hirlenoemiitklung
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Frau Doktor Danzer, Brannenborg.
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seit 5O Jeabren
ärztlich verordnet.
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¾ Handelsabteilung —
naslasten ündon ilre Vorbildung oentsmrechende Klassen.
Kermim 80 erweltern un vertlolen wollon, erreichen ihr Zie
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Mengboten- Wsche
Hüe Inoostraße 30, N#g. 59
Slellen suchen
Tüchtiger, steitiger und eneialcher
rauer
21 *#s½? al#, sheorelich (Dr. Doemens,
Müunchen) u. praklisch
6# lüchtiger
sucht Stelle, bis 1. Aprll, gleich welcher
Art Näh. Ew. 6 9
J— 15j briges
Mäd
wuird Kr u 8 sach, am lichh neben
der
Zolenhelmer Anzelget
dold des Dienstvertrages beachten muß
nwendung dieser Gesichtspunkte ist die Recht.
mäbigleit eines Hindernisses auch dann anzunehmen,
wenn cine dringende Sorp#e für das Wohl
der Angehörigen den An yesteilten zum Fernbleiben
vom Geschäft zuingt. Dies gilt insbesondere
im Folle schwerer Erkrankung eines Fa
milienangehörigen, menn nach Umständen des
Falles zwingende Gründe die Anwesenheit des
Angestellten am Kranlenbette erheischen. Trifft
dies zu, so müssen auch die dringenden geichäftlichen
Interessen des Prinzepales, wie z. B.
Jurenturaufnahme, vor dem Gebote der Erfüllung
einer höheren menschlichen Psticht zurücktreten.
Im stritligen Falle war die Schwiegermutter
der Klägerin nach Bestätigung des Ar#-tes
sehr schwer erkrankt, und bedurfte der ständigen
Tag- und Nachtpflege mindesiens für einige
Tage. Eine andere Mlege als von der Klägerin
lonnte nach den bestehenden Verhältnissen
nicht in Frage kommen. Die Erlrankte hatte ein
sittlichen Recht auf häusliche Pflege durch il#
nächnen Angehörigen, und dem sland die Pfil.“t
der Klägerin auf Gewährung dieser Pilege
cegenuber. Diese Verpflichtung lann der Dienstberechtigte
mit dem Vorbringen, daß er dringende
IJnvemtarbeiten habe. nicht durch die
Nachteile einer sosortigen Entiafiung ohne Gehaltebezehlung
leschweren. (B. Sl.-Il.)
Hücherschau.
Deutsche Alpenzeitung. Il'ustrierte
Zeitschrift für Naturfreunde, Heft 2.
Verlag der Deutschen Alpenzeitung * Junge.
München. Vierteljähriich, 4 Ml, Prodel. e
gratis, Probebände 1 MM. Die Deutsche
Alpenzeilung hat ihren 1 3. Jahrgang aut ab-Leschlossen.
Von der reichen Schönheit der
Natur für alie Sinne und für das Lebe unserer
Seele hinden auch diese beide# Sejee.=Wie
ragt die Meije, Li: so manchem cin Tod
gebracht, aus ven Schneeu üfteneien cer Dauphine
heraus. Welcher Glanz i#ient auf den
4#
und 24.
Apeiheh#
Skiperadiesen. um Immenstadt herum. Vom
Arlberg (Zürs) weicht langsam der Winter;
der Frühling zerreißt ihm seinen meien Mantel.
Auch der Reiz des Tieslande? ist nicht
vergessen. Ein altes lleines Stidtchen. Wil in
der Schweiz, ölfnet une seine zaufälgen Straben.
Alles ist Reiseglük. Am reikslen spricht
es aus den Schilderungen Huebner:: Wie
Ecelhe das Land Ztalien gesehen und Lenossen.
Auch im „Unsichtbaren““ läßt sich reisen, sogar
rhotographieren: dies lehrt uns ein Auffanz
von A. Reitz. Wir hören, welche Kräfte den
alten Grund der Doiomiten ausgezähnt. Tas
Dichten und Sinnen der Menschen hat sich viel
ber Vogelmelt zugewendet, hier lesen mit, was
die Amsel unserem Landvolk benentel. Es ist
unmöglich, den ganzen Reichtum der zwei Herte
auch nur anmdenuten, vor ailem ouch den Reichtum
im Vilderichmukk. Aln 1. April etöffnet
die D. A. Z. den neuen Jahra###. Zedem,
der teil hat an dem neu cr##cs2en Siann für
Naturich önheit, jedem aber auch, cei Auslnt
22der Belehrung wünic, in allem, was
mi! der Kunst des Reisens miamm 4 gi,
sei das Blalt aufs wärmste empfohlen.
Ueber die sleischiofe Diat sind Kochbücher
lereitr in großer JZahl vorhanden. Vom Verlag
der Lebenslunst in Berlin wurd-, lrionders
zur Eineührung in das Voll, ein Vuchiein
„Billig und gut“, versaßt von der den
Lesern des „Nofenheimer Amzi#zer“ brreit:
ren früher her besiens helannten F## Wachsmann
in Nußdorf, jür den billitzen Prei: von
20 Pig. heraurgegeben. Es i# soehen bereits
in driner Auflage erschienen. In gertänger
Kürze bringt es Anleitung und Prauicch:
Minte souie eine reichhallitze Anaun praitisch
4 ryrobier Reiepte. Das Buch ist allen
rhdh nanclungen erhälllich und laun allen, welur
vegetarische : Lebensmeise inte ressieren,
uürinstens emprohlen werden. Eitn grohetes
Kochbu ist zum Preite von 1.50 Ml. uͤriter
in
Steht chemisch u. iechaisch
an der Spitze aller
Malz-Präparate
Löflunds Bonbons
allen anderen Husterbenbons weltaus Oberlegen.
dem Titel „Weilshäuser"“ von Vertha Wachs-
Ein#er 1 Nähr
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Penslonat
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Examen sfur den elnlahrigen Milikardlenst.
Volks#chui- u.d Muteischulbnd.
K. uf #r. Bildunx. — Vo
Untorricht
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sche Nõhere andelsschule Calv.
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veam don Besuchern vielseitigo tl oret. u. e
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(lalresklasse). Sechsmonaillche liandelskursc, usterkonkor.
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Fe. Fmme.
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I LKio durch Dillektor Weber.
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„Lichtspiele Helios“
mn sehen wie sie ihr tolles Unwesen treibt.
5 lachen, das Beste was bis jetzt auf dem Gebiete Lustspiel und
Schwank gezeigt wurde.— Alles Nähere folgt.
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einfach zum tot-
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der Erau e . aus.
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Dankes-Erstattung.
"o Anläßlich des in der Nachl nom Sonntag ous Montag in unserer Gaswirtschasl
auegebrochenen Brandes sprechen wir hierdurch der feeiw. Feuer- :
wehkddslwcaqiükdastascheuadtoll-Cinc-Eingreifen
Da- Ferner sei gedankt den Gemelndeangehörigen und der NKach-058
barschaft für die Oi#llelellk ug u. mögen alle vor solchem Unglück bewahrt blelben.
Alois und Sophie Schroll,
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mieten.
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empfleblt biniak, rlell gerne zu
um—mm ,
Ca. 20 Stäch 966
1 MS 2
SFreitas, 20. März 1914
mann und Oberlehrer Hering in 10. Auflage
erschienen
Rieklameteil.
Manhat'„nicht leich t, so mag sich der
Vauer #i#t sagen, menn Unrorherg“. *seine
Pläne durc renzt, elm a? Nachtr ur den
Be'rieb einteilt, nas inan nint vrolnursehen
lennte und ichliestich auch nicht erhoil#t#r. Dies
O#it auch beionders von unkrontreichen Jahren.
Mie aus dem Booden gestamott scheinen diese
Schmarotzerpflanzen förmich uder Na#ht und
vordrängen und übernuchern gas Cetreice. Der
LVandmirt weiß sich ofl kaum oage den zuu wehren.
m-- ungünsriger Witterung unsd Mangel an
Atbeitolräften neht man oft nrent?, diesem Unkrau
gegenüber. Es isl beôhalb sellr eriteulich.
das und die Prai: ein deues und oam sehr
billiges Belämrfungemmecl ausfinclg machle.
Es ist dies der überall belanne Kainit der bu
biesem Zweck nur sehr fein gemablen ##n mun,
und der in einer Gabe vor 1 5 = Il. öto Tan
Trerl un verunkranteten Getreideseld. cin usJ#
r ienn Uird, di leine Linnat von Klee oder
aneren breitllultrigen Mlonsen erba. en haben.
Die Kaliaeer le siellen u biei zm Zweck. uruer
dinge ganz iei ngeinahlenen Kaintt befonderber-
länger ald 30 Jahre in Kundenkreiten
n de:t besten Nuser- erfreuende Fabris“ Rud
Starcke, Melle i. Hanz., lio#ert eine gulte
treme anerlaun beser Lualitat unter deri
Namen „Diamantine“. Dieses Fabrik::#
ertreut sich gießer Beliebtheit, denn es in ein
reines Wachzor äparat, aus den seinsten S#2
hergesielit, lons#erviert somit das Leder b##
und man erzieln damit überraĩchend schnoll eine:
Frad’trolien H - Außerdem licfert die
Fabril diese Diamantine auf Wuni ch wit dein
ihr Paicamnich geichunten Spar: ieb. isch
das Sparsieb mird die Krohle Sparsamte 5 *r 2
Verbrauch erzi. 1 und somit bilfet Liama
1.
Schel
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F#n 10—
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Nur wehr noch heute Tonneistag
Uanilisder
Vorstelungen ab nachmittegs 2
Das elementarste Filmwerk der Welt!
2.
Hebende Fische
vege-bogen . Sorchen,
Alchen. Hechtr, Karpfen, Tuten, Barben,
Altl. Märtlinde empfiehlt
B. Blerbichler, Jolkost ber#.
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Schuhereme in jeder Beziehung Vorleile.
unwiderruflich zum letztenmale
Wunderwerl
Inseenierung.
4. 6 und 8 Uhr.
Ab Samstag, den 21. März
*
Ssterreichische
Quo Vadis 7
Brkanntmachung
Betreff: Vergebung der Bierund
Weinbuden für das Jahr
Volkefest 1914
Die Plätze für die Bier- und
Weinbuden auf der Festwiese
sollen wie bei den früheren
Rosenheimer Bolkssesten an in Nosenheim
schankberechtigte Brauer
bew. Wirte vergeben werden.
Die Weitervergebung der Plätze
durch die Wiesenwirte ist nur
mit Genehmigung des Stadt.-magistates
zulässig.
Gesuche um Zulassung sind
bis spätestens
Menwoch, 25. März 1911
beim unterfertigten Stadtmagittrat
einzureichen. 3154
Rosenheim, 18. März 1914.
Stadtmagistrat.
LTebende Fische
Rachsorellen, Aeschen, Flahheckte und
Nolaugen in größler Auswahl zu haben
□———— Munlir#
Hekonomie-Auwesen
wilid sosfort zu vachten eeeacgt.
deres Ewedliog.
Vachlorellen
wird auege-
umer
1.
zu ver-3945
Gaul erhaltenes, schworzes
für Bärkere Flgur, dillig zu verkausen.
Näh. Ecd. 5833
————
A#mmer /Nln Nenisünss uad
9— 12 Ke -Oer # dimu b b Kache, bls 1. April
zu urleiese a dent — u 1 1 abewben ““ iess unner +# k#nden im Kosenheimer
k. 39 an bie Gnrebitton. Auzeiger besten Ersolg.