Volltext : Gesetzblatt für das Königreich Bayern. 1825. (4)

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Versteigerung  auch  unter  dem  Abschaͤtzungs-Preise
  statt  haben  soll.

Das  Gericht  setzt  dann  zur  Versteigerung
eine  neue  Frist  fest,  welche  nicht  unter  vierzehn
  Tagen  vom  Tage  der  Eimuͤckung  in  die
oͤffentlichen  Blaͤtter  angefangen,  seyn  darf.

Diese  zweyte  Versteigerung  hat,  wie  die
erste,  auf  die  hiernächst  bezeichnete  Weise
zu  geschehen.

Art.  20.  Jede  Versteigerung  muß  we:
nigstens  vierzehn  Tage  zuvor  durch  das  Kreis-Intelligenzblatt
  unter  der  Bezeichnung  der  Eir
genthümer  nach  Vor  und  Zunamen,  Profession
  und  Wohnort,  so  wie  des  Vormundes,
Nebenvormundes  und  des  beauftragten  Notars,
  mit  summarischer  Angabe  der  Liegenschaften
  bekannt  gemacht  werden.  Zur  summarischen
  Angabe  der  Liegenschaften  reicht
hin,  die  Art  der  Gebäulichkeiten  und  im
Allgemeinen  oder  im  Ganzen  das  Maaß  der
Feldgüter  an  Garten-,  Acker-,  Wiesenland,
Weinbergen  u.  s.  f.  anzuführen.

Art.  21.  Rebstdem  soll  die  Bekanntmachung
  durch  die  Schelle  oder  auf  andere  ortsübliche
  Weise  in  den  Gemeindeu,  wo  das
Gut  gelegen  ist,  und  in  den  anstoßenden
Banngemeinden,  an  drey  aufeinander  folgen-64



den  Sonntagen,  sodann  in  der  Gemeinde,  in
welcher  die  Versteigerung  abgehalten  wird,
nochmals  kurz  zuvor  statt  finden.

Hat  die  Gemeinde,  in  welcher  die  Versteigerung
  vorgenommen  wird,  ein  Anzeige-Blatt,
  so  soll  auch  die  Bekanntmachung
wenigstens  einmal  n  dasselbe  eingerückt  werden.

Art.  22.  Versteigerung  und  Zuschlag
geschehen  nach  Ortsgebrauch.

Art.  25.  Die  Publication  wird  nach
Inhalt  des  obigen  Art.  11.  beurkundet.

 

IV.
Von  den  Förmlichkeiten  der  freywilligen
  gerichtlichen  Versteigerungen
unbeweglicher  Güter,  welche  zu  Benesiciar-Erbschaften
  oder  zu  Va-s
cantmassen  gehbren.

Art.  23.  Beneficiar=  Erben  und  Cura:
toren  vacanter  Erbschaften  haben  bey  der  Versteigerung
  der  Liegenschaften  für  die  Art  und
Weise  der  Bekanntmachung  und  des  Zuschlags
die  Förmlichkeiten  zu  beobachten,  welche  oben
Art.  20.  21.  22  u.  23.  vorgeschrieben  sind.

Art.  25.  Das  Bezirks-Gericht  soll  zu
der  Versteigerung  einen  Notar  ernennen.