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Beilage zum „Kriegsamt. Amtliche Mitleilungen und Nachrichten“ Nr. 32.
Nur die mit einem “ bezeichneten Abschnitte sind zum Abdru
cke freigegeben.
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Jungmannenhilfe.
Die Heranziehung der Schüler zu Arbeiten in der
Landwirtschaft ergab sich gebieterisch aus den Folgen des
Krieges. Von Anfang an war der leitende Gedanke, unter
dem die Zungmannen von seiten der Schulen eingebend
unterwiesen wurden, die Erfüllung einer nationalen
Pflicht, das Eintreten des einzelnen für die Allgemeindeit,
mit einem Worte die prakkische Durchführung einer staatsbürgerlichen
Erziehungsrichtung, wie sie in den letzten
(Jahrzehnten von der Oeffentlichkeit immer wieder als Lehr-Nel
betont wurde.
Die wirtschaftliche Lage, die körperlichen Erfordernisse
und die Sicherstellung des Gesundheitszustandes machten
beflimmte finanzielle Regelungen nötig, die aber dem
Wesen der Sache entsprechend nicht zur Erlangung
materieller Mittel dienen sollten. Wenn auch in den von
den zuständigen Stellen festgesetzten Richtlinien die Höhe
der vom Arbeitgeber zu erstattenden Entschädigungen festgelegt
wurde, so kann doch den örtlichen Verhällnissen entsprechend
und bei besonderen durch die Art der Arbeitstätigkeit
gegebenen Abnutzungen der Kleidung die Beihilfe
etwas erhöht werden. Die Erfahrung zeigt, daß dieser
Grundsatz in den verschiedensten Teilen Deutschlands sinngemäß
angewendet wird.
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Es muß durchaus davon abgesehen werden, durch
Akkord= oder Stücklohn den Ehrgeiz der Jungmannen nach
einem auf materiellen Vorteil sich gründenden Gewinn zu
lenken. Der hohe erziehliche Charakter der Nächstenhilfe im
Dienste des gesamten Vaterlandes muß unbedingt gewahrt
bleiben. Der für die Jugend alier Grade notwendige
Ansporn soll durch die pädagogische Anleitung
und die menschlichen Einwirkungen der führenden Oberlehrer,
Lehrer und Führer geschehen, die 40 erfreulicherweise
in immer steigendem Maße in den Dienst der guten
Sache stellen. Auch auf diesem Gebiete freiwoilliger
Hilfstätigkeit zur Förderung der Volksernährung in
schwerer Zeit ist der Führer befähigt, den Ton und die
Seele der ganzen Arbeit nach der moralischen Seite bin
zu bestimmen und ausgleichend zu wirken zwischen den
dringenden Ersordernissen der Landwirtschaft und der von
der Jugend zu erwartenden Arbeitsleistung.
d nach
Das Munitions-Ministerium hat jetzt den ganzen
Verkauf neuer und gebrauchter W inter
direkte, eigene Kontrolle genommen.
Muni-Werkzeugmaschinen
nimm immer zu, da die Engländer
dazu überzugeben scheinen, rationell gebaute Anlagen für
ganz große Serienfabrikationen einzurichten — wahrscheinlich
zur weiteren Ersparnis und noch grösteren Ausnutzung
der vorhandenen Arbeitskräfte. Große Mengen kleinerer
Drehbänke für Spezialzwecke scheinen besondero verlangt
zu werden.
Dnurch diese Neueinrichtungen werden wahrscheinlich
größere Mengen gebrauchter Maschinen aus veralteten
Anlagen frei werden, deren Wiederverwertung sich das
Munitions-Ministerium durch die kürzlich einge führie,
verschärfte Kontrolle sichern will.
Die besonders in Anmerika stark fühlbare Preiserhöhung
für Werkzeugmaschinen und der überall berrschende
Materialmangel hat im Berband mit den immer
schärfer werdenden Anforderungen an genaue Arbeit in
Amerika wie in England zur Einrichtung besonderer Reparaturfabriken
für Werkzeugmaschinen geführt. Die nicht
mehr ganz genau arbeitenden, einer Nachprüfung und
Neparatur bedürftigen Werkzeugmaschinen werden in
diesen Fabriken vollständig auseinandergenommen, nachgearbeitet,
mit neuen Ersatzteilen versehen und, wenn verlangt,
durch erfahrene Monteure nachher an Ort und
Stelle wieder montiert.
Dadie Zahl der im Lande befindlichen Modelle von
Werkzeugmaschinen schließlich doch nur beschränkt ist, und
die Wertzeugfabrikanten vom Munitions-Minister gezwungen
werden können, ihre Jeichnungen und Gußmodelle
den Reparaturfabriken zur Verfügung zu stellen
und die Wiederinstandsetzung don Maschinen auf diesem
Gebiet besonders erfahrene Arbeiter erfordert, bewährt
sich diese Einrichtung allem An#schein nach zu. Sie gibt
auch die Möglichkeit, neue Verbesserungen in einheitlicher
Weise an diesen Maschinen anzubringen.
Aller Voraussicht nach wird diese Zentralisation der
Reparatur, besonders in dicht belegten Industriebezirken
auch im Frieden für die gesamte Industrie von großem
Interesse sein.
* Englisches Lob der deutschen
Heimatsfront.
Der langsährige Berliner Berichterstatter der „Daily
Mail“, F. W. Wile, der als Verfasser des auch in Deutschland
viel gelesenen Buches „Men around the Kaiser“
weileren Kreisen bekannt ist, schreibt in der genannten
Jeitung vom 28. September u. 1. „Ist sich das britische
Volk klar darüber, dah die deutsche Armee und Marine
immer noch imstande sind, dreiviertel der Welt einen
wunderbaren Widerstand zu bieten, hauptsächlich weil die
deutsche Zivil-Armee don 60 Millionen Seelen einen
Kampf durchführt, der in der Geschichte ohnegleichen ist?
Der Hauptgrund, weshalb wir Deutschland noch nicht geschlagen
haben, ilt, daß im Rücken der Armee eine Hei-*