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hier nicht durchzukommen sey. — Jeder gleicheren Vertheilung
der Socictäts-Vortheile und Societäts,#Lasten widersetzte
sich der Adel, und dem König waren vorläufig durch seine
Capitulation die Hände gebunden; und wenn man auch
im geschickten Moment vielleicht Einiges errungen hatte, so
konnte man doch gewiß seyn, gleich wieder bei einer neuen
Wahl, in einer ncuen Capitulation, das Erworbene wieder
zu verlieren. Es blieb also nichts anderes übrig, als das
Wahlreich aufzuheben, damit die Fälle ja nicht sollten kommen
konnen, wo der Adel sein Vorrecht geltend machte;
und um dessen recht gewiß versichert seyn zu können, so
wurde das Land zu einem Erbreiche für männliche und weibliche
Descendenten erklärt. Indeß auch dieß konnte blos
für die Zukunft helfen; wie aber aus der gegenwärtigen Lage
herauskommen? Nicht anders, als durch Aufhebung der
gegenwärtigen Capitulation. Nun schien sich freilich von
selböst zu verstehen, daß nach Abschaffung der alten eine
neue Capitulation zu entwerfen sey, in welcher Alles gleicher,
billiger, den Staatszwecken angemessener eingerichtet
würde. Allein man sah hier sicher voraus, daß sich alsbald
der schrecklichste Kampf eröffnen würde zwischen dem
privilegirten Stande und den Nichtbevorrechteten, zwischen
jenem und dem König und vielleicht auch dem Letzteren und
dem dritten Stande; daß wenn endlich auch Alles einig geworden
wäre, doch die Folgen eines langen grauenvollen
Intervallums auf dem Volke lasten würden. Wohl denn,
so übertrug man dem König gleichsam unbedingt = compromissarisch
die Macht, dem Staat eine Constitution zu geben,
welche ihm die beste scheine. Es wurde kein Termin der
Zeit gesetzt, kein Fall ausgenommen, keine Ratifikation oder
Sanktion vorbehalten; man hätte befürchten müssen, der