Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1835. (12)

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1)  die  durch  die  Ministerial-Verfuͤgung  vom  31.  Maͤrz  1834  (Reg  Bl.  Nr.  22
für  die  Grenzlinie  von  Mergentheim  bis  Ostrach  aufgehobenen,  fuͤr  die  Grenzstrecke
des  Hauptzollamts  Friedrichshafen  aber  einstweilen  noch  beibehaltenen  erhöhten  Eingangs-Zollsäße
  auf

Roheisen  (Tarifzisser  6,  a  Anmerkung);

Geschmiedetes  Eisen,  Roh=  und  Cementstahl,  Guß=  und  raffinirten  Stahl  (Tarifziffer

  6,  b  Anmerkung);

Grobe  Eisengußwaaren  (Tarifziffer  6,  d,  1  Anmerkung);

Leder  und  Lederwaaren  (Tarifziffer  21,  a  Anmerkung,  21,  b  Anmerkung,  21,

e  Anmerkung);

Rohe  Leinwand  u.  s.  w.  (Tarifziffer  22,  c,  d  Anmerkung);

Oel  in  Faͤssern  (Tarifziffer  26  Anmerkung);
sind  auch  auf  der  letztgenannten  Grenzstrecke  von  nun  an  nicht  mehr  zu  erheben;
ebenso  werden

2)  fuͤr  die  ganze  diesseitige  Zollgrenze

a)  die  erhoͤhten  Eingangszollsaͤtze  auf

Gruͤnes  Hohlglas  (Tarifziffer  10,  a  Anmerkung);

weißes  Hohlglas  ꝛc.  (Tarifziffer  10,  b  Anmerkung);

geschliffenesc.  Glas,  Glasknöpfe,  Glasperlen  2c.  (Tarifzisfer  10,  c  Anmerkung);

Snpiegelglas  (Tarifziffer  10,  d,  1  Anmerkung)

Ungetrocknete  Cichorienwurzeln  (Tarifzifser  25,  i,  bb);

Mühl=  und  große  Schleifsteine  (Tarifziffer  55,  a  Anmerkung);
so  wie

b)  die  erhöhten  Ausgangszollsäße  auf  Abfälle  (Tarifzisser  1  Anmerkung),  Bauund

  Werkholz,  Brennholz  und  Schiffbauholz,  welches  über  den  Bodensee  ausgeht
  (Beilage  C  des  Vereinstarifs),  hiemit  zurückgenommen.

5)  In  beiden  Beziehungen  (zu  1  und  2)  finden  nun  rücksichtlich  des  Verkehrs
über  die  diesseitigen  Grenzen  überhaupt  die  allgemeinen  Säße  des  Zolltarifs,  beziehungsweise
  Zollfreiheit,  statt.

Stuttgart  den  1.  September  1835.

Herdegen.