323
1) die durch die Ministerial-Verfuͤgung vom 31. Maͤrz 1834 (Reg Bl. Nr. 22
für die Grenzlinie von Mergentheim bis Ostrach aufgehobenen, fuͤr die Grenzstrecke
des Hauptzollamts Friedrichshafen aber einstweilen noch beibehaltenen erhöhten Eingangs-Zollsäße
auf
Roheisen (Tarifzisser 6, a Anmerkung);
Geschmiedetes Eisen, Roh= und Cementstahl, Guß= und raffinirten Stahl (Tarifziffer
6, b Anmerkung);
Grobe Eisengußwaaren (Tarifziffer 6, d, 1 Anmerkung);
Leder und Lederwaaren (Tarifziffer 21, a Anmerkung, 21, b Anmerkung, 21,
e Anmerkung);
Rohe Leinwand u. s. w. (Tarifziffer 22, c, d Anmerkung);
Oel in Faͤssern (Tarifziffer 26 Anmerkung);
sind auch auf der letztgenannten Grenzstrecke von nun an nicht mehr zu erheben;
ebenso werden
2) fuͤr die ganze diesseitige Zollgrenze
a) die erhoͤhten Eingangszollsaͤtze auf
Gruͤnes Hohlglas (Tarifziffer 10, a Anmerkung);
weißes Hohlglas ꝛc. (Tarifziffer 10, b Anmerkung);
geschliffenesc. Glas, Glasknöpfe, Glasperlen 2c. (Tarifzisfer 10, c Anmerkung);
Snpiegelglas (Tarifziffer 10, d, 1 Anmerkung)
Ungetrocknete Cichorienwurzeln (Tarifzifser 25, i, bb);
Mühl= und große Schleifsteine (Tarifziffer 55, a Anmerkung);
so wie
b) die erhöhten Ausgangszollsäße auf Abfälle (Tarifzisser 1 Anmerkung), Bauund
Werkholz, Brennholz und Schiffbauholz, welches über den Bodensee ausgeht
(Beilage C des Vereinstarifs), hiemit zurückgenommen.
5) In beiden Beziehungen (zu 1 und 2) finden nun rücksichtlich des Verkehrs
über die diesseitigen Grenzen überhaupt die allgemeinen Säße des Zolltarifs, beziehungsweise
Zollfreiheit, statt.
Stuttgart den 1. September 1835.
Herdegen.